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Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

1.-7. Kapitel

1. Kapitel

    Infos

    • Seite: 7-21
    • Ort: Front am Dnjepr, Prag, Dolinskaja, Saarland, Frankfurt, Salzburg, Wien
    • Zeit: Dezember 1943
    • Personen: Veit Kolbe, mehrere Ärzte und Pfleger

    Inhalt

    • Veit erzählt, wie er in Russland an der Front Verletzungen an Wange, Schlüsselbein, Kiefer und Oberschenkel davonträgt
    • Zunächst wird der Protagonist in ein notdürftiges Zwischenlager gebracht, wo er einstweilig verarztet wird - „beim Vernähen“ (S. 8, Z. 27) seiner Wunden befindet sich Veit bei vollem Bewusstsein und anstatt mit Ekel, „mit größter Verwunderung“ (S. 8, Z. 27f) erfüllt
    • Nach zwei Tagen geht es für den Verwundeten weiter nach Dolinskaja, wobei die beschwerliche Reise immer wieder von Luft-und Bombenangriffen unterbrochen wird
    • In Dolinskaja verlegt man Veit in „einen Lazarettzug“ (S. 9, Z. 28), der ihn zuerst nach Prag und weiter ins Saarland transportiert, wo er nach sieben Tagen Zugreise eintrifft
    • Die Umgebung im Saarland beschreibt der junge Kolbe als nicht „besonders schön“ (S. 11, Z. 3f)
    • Nachdem sich der Protagonist für ein paar Nächte von den Strapazen seiner Reise und Verwundungen erholt, wird am 2. Dezember die Operation an seinem Oberschenkel und seinem Schlüsselbein durchgeführt
    • Veit informiert seine Eltern über seinen Zustand sowie Aufenthaltsort und bittet in einem Brief um etwas Geld sowie persönliche Gegenstände für seine Körperhygiene
    • Es tauchen neben dem sehr langsamen Genesungsprozess seiner Wangen-und Kieferverletzung auch Komplikationen seines Beins auf. Die Wunde heilt nicht wie erhofft und hat sich infiziert
    • Kolbe erhält das Verwundetenabzeichen, dessen Sinn er allerdings infrage stellt
    • Im Zuge seines Aufenthaltes im Lazarett erlebt Veit hautnah die physischen wie auch psychischen Folgen des Krieges an seinen Kameraden und wünscht sich nichts sehnlicher, als nach Hause fahren zu dürfen
    • Nach einer Weile geht es dem jungen Mann zunehmend besser und er ist soweit wieder bei Kräften, dass er abreisen kann. Seine Fahrt mit dem Zug führt ihn über Frankfurt und Salzburg nach Wien zu seinen Eltern

2. Kapitel

    Infos

    • Seite: 22-31
    • Ort: Wohnung der Familie Kolbe in Wien
    • Zeit: Dezember 1943
    • Personen: Veit Kolbe, Ehepaar Kolbe, Onkel Johann Kolbe

    Inhalt

    • 15 Monate ist es her, dass Veit seine Eltern in Wien das letzte Mal gesehen hat - entsprechend sehnt er sich nach den schützenden Wänden seines Zuhauses. Doch bereits kurz nach seiner Ankunft wird dem Kriegsveteranen deutlich, dass der Aufenthalt bei seinen Eltern nur eine Zwischenlösung sein kann. Das ständige Nachfragen, die (gut gemeinten) Ratschläge, die dadurch entstehende Atmosphäre im Haus empfindet Veit als unerträglich
    • Besonders einen Gedanken vermag der junge Mann nicht mehr abzuschütteln: „Ich habe so viel Zeit verloren, dass ich sie nicht aufholen kann.“ (S. 23, Z. 29f). Auch der Tod seiner Schwester Hilde lässt Veit keine Ruhe - seiner Meinung nach wäre er besser an ihrer Stelle gewesen, da er „damit [seinem Leben] nichts anzufangen [weiß]“ (S. 25, Z. 8)
    • Der Winter bricht ein und unser Protagonist besucht das Grab seiner verstorbenen Schwester Hilde
    • Als eine Weihnachtskarte des Onkels Johann Kolbe aus Mondsee eintrifft, reift in Veit der Gedanke, zu ihm auf Land zu gehen und auf diese Weise auch zukünftig die Auseinandersetzungen, insbesondere mit seinem Vater, zu vermeiden
    • Veits Mutter fällt der Abschied von ihrem Sohn sehr schwer, nichtsdestotrotz steht der Entschluss fest, nach Mondsee zu fahren, wo ihm Onkel Johann bereits ein Zimmer organisiert hat

3. Kapitel

    Infos

    • Seite: 32-48
    • Ort: Wien, Mondsee
    • Zeit: Neujahr 1944
    • Personen: Veit Kolbe, Ehepaar Kolbe, Johann Kolbe, Trude Dohm, die Lagerlehrerin Bildstein

    Inhalt

    • Angekommen in Mondsee, empfängt Veit seine zukünftige Gastgeberin Frau Dohm am Bahnhof. Die Persönlichkeit Trude Dohms ist schroffer Natur. Das Zuhause der Quartiersfrau weist zahlreiche Mängel auf, wie „das schlecht verlegte Rohr“ (S. 34, Z. 16f) des Kamins und ein unangenehmer „schaler, süßlicher Geruch nach totem Tier“ (S. 34, Z. 5)
    • Nach einer verfrorenen Nacht, die ihn die Schmerzen in seinem Bein zusätzlich spüren lassen, begibt sich Veit auf einen Rundgang durch das Städtchen
    • Seinen Onkel Johann besucht er im Zuge seines Rundgangs und Veit beantwortet seinem Onkel dessen Fragen über den Krieg und den Aufenthalt im Lazarett
    • Die klamme und schmutzige Matratze tauscht Veit gegen einen Strohsack aus, welcher ihm von Frau Dohm zur Verfügung gestellt wird. Der junge Kolbe erfährt davon, dass in seinem Nachbarzimmer eine junge Mutter aus Darmstadt mit ihrem Neugeborenen wohnt
    • Beim Ortsleiter beantragt Veit einen „Dauerbrandofen“ (S. 44, Z. 14f), welchen er trotz Widerworte seiner Gastgeberin in sein Zimmer einbauen lässt
    • Wenige Tage später erkundet Veit auf einer Wanderung den nahe gelegenen Ort St. Lorenz, wo er einer Gruppe Schulmädchen mit ihrer Lehrerin über den Weg läuft, die auf dem Weg nach Schwarzindien sind

4. Kapitel

    Infos

    • Seite: 49-59
    • Ort: Mondsee
    • Zeit: Mittags bis abends
    • Personen: Veit Kolbe, der „Ortsgruppenleiter“ (S. 50, Z. 19), Johann Kolbe, die Lagerlehrerin Bildstein, Margot

    Inhalt

    • Das Leben im Haus der Quartiersfrau beginnt für Veit etwas angenehmer zu werden: Der neue Ofen ist eingebaut und die Wärme wirkt sich positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit des Protagonisten aus
    • Als sich Veit bei dem „Ortsgruppenleiter“ (S. 50, Z. 19) für die Bewilligung seines Antrags auf den Ofen mit einer Flasche Wein bedanken möchte, lehnt dieser die Gaben ab. Grund dafür ist, dass der Leiter des Städtchens nicht als „bestechbar“ gelten will
    • Mit seinem Onkel Johann verbringt Veit zunehmend mehr Zeit. Zusammen treffen sie auf die Lagerlehrerin Bildstein, welche eine distanzierte und dennoch freundliche Haltung gegenüber den beiden Herren wahrt
    • Veit fasst sich ein Herz und begleitet Frau Bildstein bis zum Gasthof in Schwarzindien, wo sie den Kriegsveteranen bittet, ihr zu folgen. So kommt es, dass Veit sich inmitten einer Schaar von Schulmädchen wiederfindet, die alle sehr an seinen Berichten vom Krieg interessiert sind
    • Wieder zu Hause in Mondsee begegnet der junge Kolbe seiner Nachbarin, der Darmstädterin. Die beiden stellen fest, die Eigenheiten des jeweilig anderen bereits zu kennen, da die Wände sehr dünn sind. Die Darmstädterin scheint Post von jemandem zu erhalten, den sie längst tot geglaubt hatte, da sie „von den Toten auferstanden...“ (S. 58f, Z. 30f) sagt, als sie vom Briefträger ihre Post entgegennimmt

5. Kapitel

    Infos

    • Seite: 60-71
    • Ort: Mondsee
    • Zeit: unbestimmter Zeitraum
    • Personen: Veit Kolbe, Trude Dohm, Margot, die Lagerlehrerin Bildstein, Robert Raimund Perttes

    Inhalt

    • Mit seiner Gastgeberin führt Veit kein freundschaftliches Verhältnis, wobei sie laut der Darmstädterin im ganzen Ort keine Freunde besitzt
    • An einem Morgen bricht der Protagonist nach Schwarzindien auf, und als dieses Mal kein Gespräch mit der Lehrerin zustande kommt, entschließt er sich dazu, am nächsten Tag noch einmal denselben Spaziergang anzutreten
    • Dieses Mal unterhalten sich Frau Bildstein und Veit miteinander, doch Veit kommt es vor, als gehe eine Distanz von der jungen Frau aus, welche er „nicht für eine Sekunde“ (S. 63, Z. 9) „zu überbrücken“ (S. 63, Z. 10) vermag
    • Im Zuge des Gesprächs mit der Lehrerin lernt Veit auch Nanni Schaller kennen, welche seiner Meinung nach „etwas Anziehendes [...] etwas ungemein Selbstbewusstes“ (S. 64, Z. 5f) ausstrahlt
    • Zurück in seinem bescheidenen Zimmer bekommt Veit seit längerer Zeit wieder eine Angstattacke, die ihn enorm erschöpft und letztendlich schläft er ein
    • Mitten in der Nacht wird der Protagonist wach und Musik aus dem gegenüberliegenden Gebäude veranlasst ihn dazu nachzusehen, woher die Klänge kommen. So macht Veit in dieser Nacht die Bekanntschaft mit Robert Raimund Perttes, dem Brasilianer

    6. Kapitel

      Infos

      • Seite: 72-84
      • Ort: Mondsee
      • Zeit: Februar 1944
      • Personen: Veit Kolbe, Trude Dohm, Frau Kolbe, Margot, Robert Raimund Perttes, die Lagerlehrerin Bildstein

      Inhalt

      • In einem Brief seiner Mutter erfährt Veit von weiteren eingetroffenen Gegenständen in Wien, die er noch an der Front zurückgelassen hatte
      • Obwohl sich der Zustand des jungen Kolbe seit seiner Verletzung gebessert hat, plagen ihn nach wie vor regelmäßige Kopfschmerzen und auch die Wunde an seinem Oberschenkel nässt immer noch
      • Nachts sitzt Veit gerne zusammen mit dem Brasilianer in dessen Gewächshaus und führt lange Gespräche mit Robert Raimund
      • Die Tage vergehen damit, dass der Protagonist auf seinen Spaziergängen die Lehrerin trifft und Gespräche mit ihr führt, doch die Distanz zwischen den beiden jungen Menschen bleibt bestehen
      • Die Kampfflugzeuge beobachtet Veit nahezu jeden Tag, sie fliegen so tief, dass man in ihren Bauchraum hineinsehen zu vermag. Eines Tages erleben die Bewohner in Mondsee hautnah mit, wie ein Bomber aufgrund eines Brandes abstürzt
      • An Veits 24. Geburtstag denkt Veit besonders an seine bereits verstorbene Schwester Hilde und wird sich wieder einmal dessen bewusst, wie nah er selbst dem Tod von der Schippe gesprungen ist

    7. Kapitel

      Infos

      • Seite: 85-96
      • Ort: Darmstadt
      • Zeit: Am Freitag
      • Personen: Lore Neff

      Inhalt

      ! Perspektivenwechsel: Lore Neff schreibt an ihre Tochter Margot in Mondsee.
      • Margots Mutter erkundigt sich bei ihrer Tochter nach deren Wohlbefinden und dem Neugeborenen, welches Lilo heißt. Darmstadt ist größtenteils zerstört und die Stimmung beschreibt Lore als sehr angespannt
      • Margots Vater kämpft in Metz und blickt pessimistisch in die Zukunft
      • Weiterhin berichtet Lore Neff von den einzelnen Zuständen der Verwandten und weist Margot dazu an, insbesondere ihre Schwester Bettine zum Gehorsam zu ermahnen, da sie sich sicherlich mit zu vielen Männern einlassen würde
      • Es wäre Frau Neff lieber, regelmäßiger und mehr über ihre Tochter zu erfahren. Die Mutter vermisst ihre Margot sehr, weshalb sie auch auf manche Nachrichten der Tochter emotional aufgewühlt reagiert

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