Rezeption
Die Kritiken zu Fontanes Roman Irrungen, Wirrungen fielen zur damaligen Zeit sehr unterschiedlich aus. Obwohl der Autor selbst mit seinem Werk sehr zufrieden war, hatte er mit negativen Stimmen allerdings gerechnet.
Lob
- Kollegen lobten Irrungen, Wirrungen als Meisterwerk
- Viel Anklang fand Fontanes ästhetische Darstellung der Situation
- Außerdem gefiel, dass die humorvolle Schreibweise die sentimentale Stimmung durch die unglückliche Liebesgeschichte auflockert
Kritik
- Der Inhalt des Buches löste einen Skandal aus
- Es galt als moralisch verwerflich, wie positiv Lene dargestellt wurde; sie erscheint trotz ihrer unzüchtigen vorehelichen Beziehung moralisch überlegen
- Die Liebesbeziehung war für damalige Verhältnisse zu freizügig dargestellt; sogar als Hurengeschichte wurde das Werk betitelt
- Der Adel hatte ein Problem damit, dass Lenes demokratische Art gelobt wird; den sich andeutenden Wandel in der Gesellschaft wollte der Adel und das Großbürgertum nicht wahr haben