Erzähler
Die Handlung von
Lenz wird von einem auktorialen Erzähler beschrieben, der dabei einen olympischen Standpunkt einnimmt.
- Der auktoriale Erzähler überblickt die gesamte Handlung, sowie das vorangegangene und das darauf folgende Geschehen.
- Er kennt und interpretiert die Gedanken und Gefühle aller Figuren.
- Jedoch berichtet der auktoriale Erzähler meist nur von Lenz‘ Gedanken und Gefühlen aus der Sicht des Protagonisten.
- Damit bestimmt er auch die Sicht des Lesers über Lenz‘ geistige Krankheit.
- Der auktoriale Erzähler kommentiert die Handlung so gut wie nicht und greift auch sehr selten in das Geschehen ein durch Kommentare, Rückblicke oder Vorausdeutungen.
Erzählweise
Die Erzählweise ist zum größten Teil die des berichtenden Erzählens. Dennoch verwendet Georg Büchner zwischendurch auch andere Erzählweisen.
- Berichtendes Erzählen: Eine Situation wird aus der Perspektive eines Beobachters erzählt.
- Szenisches Erzählen: Dialoge werden wiedergegeben
- Die Dialoge zwischen Oberlin und Lenz oder zwischen Kaufmann und Lenz.
- Die Erzählzeit ist an dieser Stelle gleich der erzählten Zeit.
- Erlebte Rede: Gedanken und Gefühle einer Person werden in 3. Person Singular wiedergegeben
- Büchner nutzt diese Erzählweise überwiegend in Situationen, in denen Lenz‘ schlechte psychische Verfassung dargestellt werden soll.
- Beispielsweise bei seinen nächtlichen Angstattacken
- Während der erlebten Rede wird der auktoriale Erzähler zu einem personalen Erzähler.