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Fremdenfeindlichkeit

Interpretiert man den Roman von Christoph Hein, kommt man nicht umher, sich mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit auseinanderzusetzen.

Definition

  • Fremdenfeindlichkeit richtet sich gegen Menschen, die anderer Herkunft, Nationalität oder Religion sind
  • Der Unterschied in Herkunft, Kultur, Religion, Sprache oder Aussehen wird als Bedrohung empfunden
  • Fremdenfeindlichkeit ist eine Emotion, die durch gesellschaftlich konstruierte Ideen beeinflusst wird
  • Sie zeigt sich als ablehnendes, feindseliges und unfaires Verhalten gegenüber den Fremden
  • Ziel der Ausgrenzung, Beschuldigungen und Einschränkung ist es, die Fremden loszuwerden

Gründe

  • Der Mensch sieht sich als Teil einer Gruppe, hier als das Wir der Einheimischen; in dieser Gruppe fühlt sich jeder Einzelne sicher, da er Mentalität, Weltanschauung, Sprache und Kultur der anderen kennt
  • Die Menschen sind bestrebt, dieses gute Wir in dieser bestehenden Form zu beschützen, um das Sicherheitsgefühl nicht zu verlieren
  • Fremde Personen werden als Eindringlinge und Bedrohung wahrgenommen, da ihre andersartige Kultur, Sprache, Religion, Tradition oder Mentalität das Gleichgewicht des Wir stören könnte
  • Zu Zeiten der DDR wurde Fremdenfeidlichkeit durch die Politik gefördert, da der Kontakt zur Außenwelt quasi abgeschnitten wurde; Ausländer galten als Sicherheitsrisiko; Arbeiter aus dem Ausland wurden auf politischer Ebene ausgegrenzt; den Vertriebenen nach dem Krieg wurde keine Integrationshilfe zur Seite gestellt, sondern deren Diskriminierung gefördert durch die Art der Umsiedlung, bei der die Einheimischen gezwungen wurden, Fremde in ihren Wohnungen aufzunehmen

Fazit in Landnahme

  • Hein zeigt auf, dass jeder Einzelne sich gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzen könnte; ein Beispiel ist Lehrerin Nitzschke, die Bernhard gegen seine Mitschüler verteidigt oder Sigurd, der Haber als „einen von uns“ bezeichnet
  • Die Gesellschaft in Guldenberg stellt exemplarisch dar, dass Integration auch nach vielen Jahren ein harter Kampf für die Zugezogenen bleibt
  • Aus der Vergangenheit lernen die Menschen offenbar nicht; dies wird am Beispiel von Habers Sohn Paul aufgezeigt; dieser diskriminiert beim Karnevalsumzug zwei Fidschis
  • Bernhard versucht zwar, seinen Sohn an die eigene Familiengeschichte zu erinnern, doch dieser wiegelt es als etwas ganz anderes ab; Fremdenfeindlichkeit entsteht somit immer wieder neu

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