Die Güllener
Die Bürger bilden das Kollektiv und stehen für die Gesellschaft. Die verschiedenen Charaktere sind weitgehend flach und facettenlos gehalten. In der ersten Bahnhofsszene dienen sie der Exposition. Sie zeigen auf, wie es um das Städtchen steht und bieten dem Zuschauer somit den Einstieg in das Stück. Im Verlaufe des Dramas zeigen sie den Werteverfall der Gesellschaft auf und welche Macht das Geld über die Menschen hat. Zu Beginn sind sie gewillt, alles zu machen, um bei Claire einen guten Eindruck zu hinterlassen und spielen bei der von den Honoratioren inszenierten Schmierenkomödie mit.
Im ersten Akt wollten sie bei Claire noch eine Spende erbetteln, doch nach ihrem Angebot hat sich die Situation geändert. Sie beginnen mit dem Konsum und der Jagd auf Ill. Dies wird besonders an der Verfolgung des schwarzen Panthers (ein Symbol für Ill) deutlich, welcher schließlich vor Ills Laden erschossen wird.
Im dritten Akt haben sie sich endgültig gegen Ill verschworen. Die ehemals beliebteste Person der Stadt wird jetzt bei ihrem alleinigen Auftreten von den Güllenern verspottet. Die Stadt ist komplett renoviert und von der Armut ist nichts mehr zu spüren.
Nach der Ermordung Ills formieren sich die Güllener zu einem an das antike Drama angelehnten Schlusschor. Sie sprechen dabei das Publikum direkt an. Dieser Chor stellt eine Rechtfertigung der Güllener für ihre Taten dar. Jedoch wird dies durch Pathos (Pathos: feierliches Ergriffensein) ironisiert, dass nochmals die Schlechtigkeit und Verlogenheit der Gesellschaft aufgezeigt wird.
Nach der Ermordung Ills formieren sich die Güllener zu einem an das antike Drama angelehnten Schlusschor. Sie sprechen dabei das Publikum direkt an. Dieser Chor stellt eine Rechtfertigung der Güllener für ihre Taten dar. Jedoch wird dies durch Pathos (Pathos: feierliches Ergriffensein) ironisiert, dass nochmals die Schlechtigkeit und Verlogenheit der Gesellschaft aufgezeigt wird.