Bild 12-15
Bild 12
Infos
- Seite: 105-108
- Ort: das Gemach des Vatikans, Rom
- Zeit: keine näheren, zeitlichen Angaben
- Personen: der Papst, der Inquisitor
Inhalt
- Der ehemalige Kardinal Barberini, inzwischen Papst Urban VIII. und der Inquisitor führen im Gemach des Vatikans in Rom eine erregte Debatte über den aufsteigenden Wissenschaftler Galileo Galilei
- Zunächst vertritt der Papst den Standpunkt, die Erkenntnisse Galileis seien vielversprechend und würden hohes Potenzial zur Weiterentwicklung technischen und gesellschaftlichen Fortschritts beitragen
- Der Inquisitor jedoch möchte die positiv gefärbte Meinung Papst Urbans gegenüber dem Wissenschaftler Galileo ändern und schildert, wie kritisch Galilei sich in seinen Schriften gegenüber der Kirche äußert
- Der Umstand, dass Galileo abfällig über die Kirche spricht, stößt dem neugewählten Papst bitter auf und er lässt sich vom Inquisitor von Galileis angeblich diabolischen Absichten überzeugen
- Als Reaktion auf die scharfen Worte des Protagonisten hinsichtlich des klerikalen Systems willigt Papst Urban VIII. ein, Galileis Schriften fortan zu verbieten. Außerdem kündigt er, indem er instruiert, „daß man ihm die Instrumente zeigt“ (S. 108, Z. 24f), an, vor Folter nicht zurückzuschrecken
Bild 13
Infos
- Seite: 109-114
- Ort: der Palast des florentinischen Gesandten, Rom
- Zeit: 22. Juni 1633
- Personen: Galileo Galilei, Federzoni, der kleine Mönch, Virginia, Andrea, Individuum
Inhalt
- Als Galileo nach Rom einberufen wird, hoffen seine Freunde Andrea und Federzoni, dass er seine Theorien vor der Inquisition widerrufen wird und auch seine Tochter Virginia betet dafür. Seine Familie und Freunde rechnen damit, dass er seine Theorien nicht zurücknehmen wird und er infolge dessen getötet werden wird
- Entgegen aller Erwartungen schwört Galilei seinen astronomischen Theorien und dem Kopernikanischen Weltbild ab und zieht sein wissenschaftliches Lebenswerk unter Androhung des Todes zurück
- Insbesondere sein Schüler Andrea ist enttäuscht von der Schwäche Galileis, die sein Widerruf symbolisiert. Galilei, an welchem der Prozess der vergangenen Wochen nicht spurlos vorbeigegangen ist, erwidert: „Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.“ (S. 114, Z. 1)
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Infos
- Seite: 115-127
- Ort: ein Landhaus in der Nähe von Florenz
- Zeit: Von 1633-1642
- Personen: Galileo Galilei, Virginia, der Bauer, der Mönch, Andrea
Inhalt
- Galileo lebt inzwischen in einem Landhaus einsam und abgeschieden etwas außerhalb von Florenz zusammen mit seiner Tochter
- Eines Tages erreicht sie ein Geschenk in Form von ein paar Gänsen, welche sie zubereiten. Die Gabe wurde vermutlich von der Kirche an den alten, blinden und gebrechlichen Galilei gesendet
- Nach zahlreichen Jahren der Distanz besucht Andrea seinen alten Lehrer. Allerdings nicht, um sich nach dessen Befinden zu erkundigen, sondern, weil er von Fabrizius in Holland gebeten wurde nach dem ehemaligen Astronomen zu sehen und ihm über seinen Zustand zu berichten
- Andrea berichtet Galileo, dass sich nach dessen Widerruf Federzoni wieder seinem Handwerk und der kleine Mönch der Kirche zuwendete. Und auch Descartes habe, nachdem er von Galileis Rücktritt erfuhr, seine Forschungen auf Eis gelegt
- Galilei erzählt seinem ehemaligen Schüler, dass er seine Schrift, die Discorsi beendete, sie sogar den, mit ihm lebenden Mönchen zur Revision vorgelegt hätte. Andrea nimmt die geheime Schrift mit nach Holland und schmuggelt sie so über die Grenze
Bild 15
Infos
- Seite: 128-131
- Ort: eine kleine italienische Grenzstadt
- Zeit: das Jahr 1637
- Personen: spielende Kinder, der Grenzwächter, Andrea, mehrere Jungen darunter Guiseppe, der Schreiber
Inhalt
- Beim Grenzübertritt wird Andrea zwar kontrolliert, doch den Grenzbeamten ist es selbst zu aufwändig, jedes einzelne seiner Bücher nach Ketzerischem zu überprüfen, weswegen sie ihn nach einer kurzen Durchsuchung ziehen lassen
- Die 15. und damit finale Szene des Leben des Galilei endet damit, dass Andrea zu einem kleinen Jungen namens Guiseppe an der Grenze sagt, dass dieser immer mit offenen Augen durch die Welt gehen solle und was er nicht verstehen würde, infrage stellen sollte. Außerdem ist seiner Meinung nach die Forschung noch nicht am Ende, im Gegenteil, sie steht erst am Anfang (S. 131)