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Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

Graf Appiani

Infos zur Person

  • Laut den Worten des Prinzen ist Appiani „ein schöner [...], [...] reicher Mann, [...] voller Ehre“ (Aufz. 1, Auft. Auft. 6, Z. 84)
  • Der Graf wird Emilia Galotti heiraten, woran ihn ihr bürgerlicher Stand nicht hindert. Die beiden jungen Menschen heiraten aus Liebe
  • Zu seinen zukünftigen Schwiegereltern pflegt Appiani ein inniges Verhältnis, insbesondere zu dem Vater seiner Braut Emilia

Charakter

  • Sensibel: Appiani stellt in Emilia Galotti die erste Person dar, welche die dramatische Wendung der weiteren Geschehnisse ahnt, bevor der Leser von den folgenden Geschehnissen erfährt (Aufz. 2, Auft. 7). Lessing setzt Emilias Verlobten also bewusst als Vorbote für die darauffolgenden tragischen Ereignisse ein
  • Tiefgründig: Obwohl er adliger Herkunft ist und aus reichem Hause stammt, sieht der Graf hinter die Fassade aller oberflächlichen Schönheit. So bemerkt er auch erst auf Frau Galottis Hinweis, dass seine Braut noch keinen Schmuck für die Hochzeit angelegt hat. Für ihn sind Äußerlichkeiten von geringer Bedeutung und fragt seine Geliebte „wer kann Sie sehen [...] und auch auf Ihren Putz achten?“ (Aufz. 2, Auft. 7, Z. 56)
  • Liebend: Seine Verlobte Emilia Galotti liebt Appiani von ganzem Herzen. Nicht umsonst ist ihm der bevorstehende Hochzeitstag „mehr wert, als [sein] ganzes Leben“ (Aufz. 2, Auft. 7, Z. 13). Doch seine Zuneigung geht auch auf Emilias Familie über: So bedeutet es für ihn beispielsweise eine große „Ehre“ (Aufz. 2, Auft. 7, Z. 30), Odoardo in Zukunft einen Schwiegervater nennen zu dürfen. Auch die Beziehung zu Claudia Galotti ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Dies erkennt man daran, dass sich der Bräutigam Emilias Mutter anvertraut und ihr in dem achten Auftritt im zweiten Aufzug davon erzählt, er hätte seinen Freunden versprochen, dem Prinzen von der bevorstehenden Hochzeit zu berichten
  • Stolz: Keinesfalls überheblich, doch mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet, setzt sich der Graf gegen ungerechtes und ungerechtfertigtes Verhalten ihm gegenüber zur Wehr. Obwohl er von Grund auf eine ruhige Art besitzt, gerät er über die Dreistigkeit Marinellis, ihn von seiner eigenen Hochzeit wegzulocken in Rage und entlarvt den Vorwand, ihn nach Massa zu schicken als kalkulierten Plan. Emilias Verlobter fordert den Kammerherrn des Prinzen zu einem Duell heraus, da er sich durch die Unverfrorenheit Marinellis in seiner Ehre gekränkt fühlt
  • Fröhlich: Die „niedergeschlagene Miene“ (Aufz. 2, Auft. 8, Z. 5), mit welcher Appiani im siebten Auftritt im zweiten Aufzug Emilia gegenübertritt, entspricht nicht seinem sonstig glücklichen Wesen. So bemerkt er auch in der Anwesenheit Claudias, dass er „heut ungewöhnlich trübe und finster“ (Aufz. 2, Auft. 8, Z. 16 f.) sei, und letzten Endes bewahrheiten sich seine bösen Vorahnungen, da er kurze Zeit später ermordet wird

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