1. Teil
1. Teil
Gregor Samsa, ein Textilien verkaufender Handelsreisender, der mit seinen Eltern und seiner Schwester in einer städtischen Wohnung wohnt, wacht „eines Morgens aus unruhigen Träumen [...] zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt“ auf (S. 7). Er wundert sich, was mit ihm geschehen ist und will in der Hoffnung weiterschlafen, dass er sich wieder zurückverwandelt. Es gelingt ihm aber selbst unter Mühen nicht, sich in eine bequeme Position zu bringen, weshalb er beginnt, über sein unerfülltes Leben nachzudenken: Da seine Eltern bei seinem Chef verschuldet sind, muss Gregor den Stress auf der Arbeit und die unfaire Behandlung durch den Chef ertragen. Nach Abbezahlung der Schuld will er sofort kündigen, bis dahin muss er aber die Einsamkeit erleiden, die er als ständig reisender Kaufmann empfindet. Da fällt sein Blick auf die Uhr und erschrocken stellt er fest, dass er den Zug zu einem wichtigen Geschäftstermin verpasst hat und überlegt, wie er sich dafür vor dem Chef rechtfertigen könne.
Schon bald klopfen abwechselnd Gregors Mutter, Schwester und Vater an die abgeschlossenen Türen zu seinem Zimmer, sie fragen ihn besorgt, ob es ihm gut gehe; Gregor beschwichtigt sie vorerst, wobei seine Schwester immer noch Unheil vermutet. Gregor versucht vergeblich, aus dem Bett zu kommen, als Käfer ist seine Beweglichkeit eingeschränkt.
- Gregor Samsa ist ein Handelsreisender, der mit seinen Eltern und seiner Schwester in einer Wohnung wohnt und die Schulden der Familie abbezahlen muss
- Eines Morgens wacht er auf, er ist in einen Käfer verwandelt
- Gregor hofft auf eine Besserung seines Zustands
- Der Vater treibt Gregor mit einem Stock in ein Zimmer zurück, aus dem dieser hervorkroch, um sich der Familie zu zeigen; die Familie zeigt sich von Gregor abgestoßen
- Die Familie ordnet die finanziellen Verhältnisse neu; da Gregor nicht mehr arbeiten kann, bangt sie um ihr Schicksal
- Gregor lebt isoliert in seinem Zimmer; sein einziger menschlicher Umgang ist seine Schwester, die ihm Essen bringt, sich aber auch vor ihm ekelt
- Als die Mutter bei seinem Anblick in Ohnmacht fällt, wirft der Vater mit Äpfeln nach ihm und verletzt ihn schwer
- Die Familie arrangiert sich mit Gregor und lässt abends die Tür offen, Gregor bleibt aber in seinem Zimmer
- Um sich zu ernähren, arbeiten nun Vater, Mutter und Schwester bis zur Ermüdung; zusätzlich haben sie drei Untermieter aufgenommen und eine neue Bedienerin angestellt, diese ist die einzige, die keinen Ekel vor Gregor empfindet
- Als Gregor bei einem Konzert seiner Schwester ins Wohnzimmer kriecht, beschließt die Familie, ihn loszuwerden; Gregor kriecht in sein Zimmer zurück und stirbt
- Nach seinem Tod fasst die Familie den Plan umzuziehen; Vater und Mutter wollen die Tochter verheiraten; alle sehen glücklich in die Zukunft
Bald schon erscheint der Prokurist von Gregors Arbeitsstelle in der Wohnung, um diesen zu sehen und den Grund für dessen Abwesenheit zu erfahren. Gregor schafft es, sich aus dem Bett zu schwingen, will die Tür aber trotz der Forderungen seiner Eltern und des Prokuristen nicht öffnen, da dies angesichts seines Zustandes sinnlos sei. Daraufhin droht ihm der Prokurist mit Entlassung; Gregors Leistung habe in letzter Zeit stark nachgelassen. Gregor will sich verteidigen und sagt, er sei krank gewesen und würde die Reise jetzt doch antreten - aber niemand versteht ihn, man hält seine Stimme für die eines Tieres, der Prokurist und die Eltern sind erschrocken. Gregor öffnet die Tür und stellt sich den dreien. Während die Mutter entsetzt und der Vater zornig reagiert, weicht der Prokurist angeekelt zurück. Gregor versucht, den Prokuristen davon zu überzeugen, dass er so nicht arbeiten könne und dass er diesen merkwürdigen Zustand beenden werde. Wiederum wird er nicht verstanden, der Prokurist ergreift die Flucht. Sodann treibt der Vater Gregor mit einem Stock drohend in sein Zimmer zurück; Gregor wird verletzt, als er sich durch die enge Tür zwängen muss.