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Sprache

Analysiert man die Sprache im Märchen Der goldne Topf fällt auf, dass diese passend zum antithetischen Aufbau nicht einheitlich, sondern ebenfalls zweigeteilt ist.
In den Abschnitten der Geschichte, die vom Bürgertum handeln, ist die Sprache sehr schlicht und sachlich gehalten. Es finden sich kaum sprachliche Mittel oder Reime. Sobald es aber um die fantastische Welt geht, wird die Sprache sehr poetisch. Alliterationen, Synesthesien, Wiederholungen mit Endreimen oder Stabreime sollen die Schönheit der magischen Welt widerspiegeln, sie als etwas Besonderes erscheinen lassen.
In seinem Werk arbeitet Hoffmann außerdem mit einer vergleichenden Bildsprache und aussagekräftigen Gleichnissen. Auffallend ist dabei, dass die Symbole ebenfalls dem feindlichen Prinzip angepasst sind. So sind zum Beispiel die Kaffeekanne, die in Wahrheit die alte Hexe ist, und der goldne Topf von Lindhorst symmetrisch angelegt. Ebenso die Ohrringe und die Edelsteine der beiden Angebeteten von Anselmus und die Blasmusik im Gegensatz zum magischen Flüstern der Schlangen.
Ein ironisierender Unterton in der Beschreibung der bürgerlichen Welt ist damit nicht zu leugnen. Die banalen Bilder, die E.T.A. Hoffmann für die Erzählungen aus der bürgerlichen Welt einsetzt, zeigen, dass ihm dieses Leben zu schlicht, eingeengt und einheitlich ist.
Des Weiteren ist bei der Sprach-Analyse festzuhalten, dass Hoffmann den Leser nicht nur durch die Ansprache des Erzählers direkt einbinden will. Er nutzt auch sprachlich Dialoge dazu, den Leser näher ans Geschehen zu holen.

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