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Inhaltsverzeichnis

Zweiter Aufzug

Der zweite Aufzug aus Nathan der Weise beginnt im Palast des Sultans, wo Sittah den Plan schmiedet, Nathan als Geldgeber zu gewinnen. Dieser trifft sich währenddessen mit dem Tempelherren und erfährt, dass dieser ein Nachkomme eines alten Bekannten ist.

Erster Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, Palast des Sultans
  • Personen: Saladin, Sittah

Inhalt

  • Sultan Saladin und seine Schwester Sittah spielen Schach, doch er ist unkonzentriert und lässt sie trotz Warnungen gewinnen
  • Er lässt nach Al-Hafi rufen, damit er seine Spielschulden in Höhe von 1000 Goldmünzen bezahlen kann
  • Saladin grübelt über den gebrochenen Waffenstillstand nach. Hätten die Tempelritter ihn nicht gebrochen, hätte Saladin mit einer Doppelhochzeit langfristig Frieden stiften wollen
  • Sittah war nie begeistert von der Idee, dass sie und ihr Bruder Melek des Frieden Willens die Geschwister des christlichen Richard I. hätten heiraten sollen
  • Die Schwester des Sultans hält die Christen für eingebildet und kritisiert, dass es nicht um gute Taten gehe, sondern nur darum, den Namen Christus zu verbreiten - koste es, was es wolle
  • Saladin macht nicht die Christen, sondern die Tempelherren, für den gescheiterten Frieden verantwortlich. Diese wollen die Stadt Acca nicht freigeben, die als Brautschatz für die Hochzeit mit seinem Bruder eingeplant war
  • Außerdem sorgt sich Saladin um die leeren Kassen seines Vaters, weil es schwierig wird, den Krieg zu finanzieren

Zweiter Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, Palast des Sultans
  • Personen: Saladin, Sittah, Al-Hafi

Inhalt

  • Der Derwisch kommt herein und unterbricht das Gespräch von Saladin und Sittah
  • Al-Hafi hoffte, dass er Gelder aus Ägypten in Empfang nehmen kann. Stattdessen muss er Sittah ihr Sieggeld zahlen
  • Der Derwisch betrachtet das Schachspiel und weist Saladin darauf hin, dass er noch gar nicht verloren hat. Dieser ist in Gedanken und wirft das Spiel genervt um
  • Sittah versucht Al-Hafi zu bremsen, doch dieser verrät dem Sultan schließlich, dass seine Schwester zuletzt nie Geld für ihre Siege bekommen hat und sogar den Hof finanziert hat, weil seine Kassen leer sind
  • Saladin nimmt Sittah dankbar in den Arm. Doch seine Sorge bleibt, denn er weiß nicht, wie er weiteres Geld einsparen soll. Er selbst besitzt schließlich nur ein Pferd, ein Schwert und ein Gewand
  • Der Sultan will, dass Al-Hafi Geld bei reichen Bürgern borgt, die nicht er reich gemacht hat und die als geizig gelten
  • Weil der Derwisch behauptet, keine zu kennen, schickt Sittah ihn zu seinem Freund Nathan, der voll beladen mit Schätzen heimgekehrt ist
  • Al-Hafi weiß ja bereits, dass Nathan kein Geld leihen will, und spricht deshalb schlecht von Nathan und lenkt auf einen Mohren ab, zu dem er davoneilt

Dritter Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, Palast des Sultans
  • Personen: Saladin, Sittah

Inhalt

  • Sittah ist verwundert über Al-Hafis Worte. Sie erinnert sich, wie großzügig und tolerant er Nathan immer genannt hat
  • Sie erzählt ihrem Bruder, wie reich Nathan ist und deutet an, dass der Derwisch sie nur täuschen wollte
  • Anstatt weiter darüber nachzudenken, plant Sittah ohne Al-Hafis Hilfe an das Geld des Juden zu kommen
  • Saladin will nicht, dass sie Gewalt anwendet. Sie beteuert daraufhin, dass sie nur Nathans Schwäche ausnutzen will

Vierter Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, vor Nathans Haus
  • Personen: Recha, Nathan, Daja

Inhalt

  • Recha und ihr Vater warten auf Daja, um zu erfahren, was der Tempelherr gesagt hat
  • Weil Recha ungeduldig ist, fordert Nathan sie auf, sich zu beruhigen. Allerdings findet er ihre Schwärmereien nicht schlimm und bittet seine Tochter nur, ihm zu sagen, wenn sie sich in den Tempelherren verliebt hat
  • Daja berichtet, dass der Tempelherr immer noch unter den Palmen spaziert und sie wieder abgewiesen hat
  • Nathan fordert die Frauen auf, ins Haus zu gehen, damit der Tempelherr sie nicht sieht
  • Weil Recha nicht gehen will, zieht Daja sie hinter sich her zu einem Fenster, von dem aus sie den Tempelherren weiter beobachten kann

Fünfter Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, vor Nathans Haus
  • Personen: Nathan, Tempelherr

Inhalt

  • Nathan wird beim Anblick des Tempelherren verlegen und fragt sich, an wen der Jüngling ihn erinnert
  • Als der Tempelherr in der Nähe ist, spricht Nathan ihn an und lässt sich trotz dessen abweisender Worte nicht einschüchtern
  • Der Tempelherr erkennt, dass der Jude Rechas Vater sein muss und wehrt seinen Dank ab. Es sei seine Pflicht, Menschen in Not zu helfen und sein Leben sei ihm gerade sowieso egal
  • Nathan wehrt die Bescheidenheit ab und fragt, womit er dem Tempelherren dienen kann. Garstig weist der Tempelherr auch dies zurück und erklärt, dass er vielleicht eines Tages komme, um Geld für einen neuen Mantel zu leihen
  • Nathan sieht einen Brandfleck auf dem Mantel und küsst diesen. Außerdem bittet er den Tempelherren, dass auch Recha das Andenken an ihre Rettung küssen darf, wenn sie ihm schon nicht persönlich danken kann
  • Der Tempelherr reagiert beschämt und Nathan erkennt, dass dieser sich nur verstellt und Recha aus Anstand gemieden hat
  • Die beiden Männer diskutieren darüber, ob es in allen Religionen gute Menschen gibt. Der Tempelherr wirft den Juden vor, mit ihrem Stolz den Krieg ausgelöst zu haben, von dem er nichts hält
  • Nathan will nach dieser Offenbarung erst recht mit dem Tempelherren befreundet sein, weil auch er einfach Mensch sein will. Auch dieser willigt ein und gesteht, dass er Recha unbedingt kennenlernen will
  • Daja stürzt aus dem Haus und unterbricht die beiden

Sechster Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, vor Nathans Haus
  • Personen: Nathan, Tempelherr, Daja

Inhalt

  • Daja verkündet Nathan, dass der Sultan nach ihm geschickt hat
  • Als Nathan denkt, es gehe um seine Waren, erklärt Daja ihm, dass der Sultan ihn persönlich sprechen will

Siebter Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, vor Nathans Haus
  • Personen: Nathan, Tempelherr

Inhalt

  • Der Tempelherr ist erstaunt, dass Nathan den Sultan noch nie getroffen hat
  • Beide haben dem Sultan etwas zu verdanken; der Tempelherr sein Leben und Nathan indirekt das Leben seiner Tochter
  • Nathan freut sich, dass er dem Sultan dienen kann. Als der Tempelherr bedauert, dass er sich noch nicht dankbar erweisen konnte, verspricht Nathan ihm, dass er das Thema beim Sultan ansprechen wird
  • Die Männer vereinbaren, dass der Tempelherr noch am selben Tag zu Nathan zu Besuch kommt
  • Als der Tempelherr seinen Namen Curd von Stauffen verrät, reagiert Nathan nachdenklich. Er kannte offenbar einen von Stauffen, wimmelt den Tempelherren aber mit seiner Nachfrage ab
  • Nachdem der Tempelherr sich verabschiedet hat und bittet, dass Nathan nicht weiter nachforscht, erinnert sich Nathan an Wolf von Stauffen zurück und will bald mehr dazu wissen

Achter Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, vor Nathans Haus
  • Personen: Nathan, Daja

Inhalt

  • Daja hat gelauscht und kommt herbei, um für Recha zu erfahren, ob der Tempelherr sie besuchen wird
  • Nathan lässt ihr ausrichten, dass sie ihren Retter bald erwarten darf. Daja bittet er, auf der Hut zu sein und nicht das Geheimnis zu verraten, das er mit ihr teilt
  • Als sie gehen will, sieht sie Al-Hafi herbei kommen

Neunter Auftritt

Infos

  • Zeit: 1189-1192 (3. Kreuzzug), nach dem gebrochenen Waffelstillstand
  • Ort: Jerusalem, vor Nathans Haus
  • Personen: Nathan, Al-Hafi

Inhalt

  • Al-Hafi ist verwirrt, als Nathan ihn fragt, was der Sultan von ihm will. Dieser nämlich weiß nichts davon, dass Saladin nach Nathan geschickt hat und kommt nicht in dessen Auftrag
  • Der Derwisch berichtet Nathan, dass er ihn als Geldgeber schlechtreden wollte, aber wohl keinen Erfolg hatte. Aus schlechtem Gewissen will Al-Hafi jetzt die Stadt verlassen und unterwegs für Nathan Waren besorgen
  • Nathan will ihn zur Besinnung rufen, erklärt Al-Hafi, dass er dem Sultan gern Geld leihen kann
  • Al-Hafi warnt Nathan, dass sich der Sultan von keinem etwas raten lässt und ihn ausnehmen wird. Als Beispiel erzählt er von dem Schachspiel, das Saladin noch längst nicht verloren hatte
  • Weil Nathan denkt, es gehe dem Derwisch um seine Ehre, wird er deutlicher. Er erklärt Nathan, dass er es nicht mehr aushält, für den Sultan zu betteln und dass er sich wie ein Dieb fühlt
  • Al-Hafi bietet Nathan an, mit ihm an den Ganges zu kommen. Als dieser Bedenkzeit fordert, winkt der Derwisch ab und verabschiedet sich
  • Nathan verspricht, dass er Al-Hafis Schulden tilgt und blickt ihm bewundernd nach

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