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Bianka

Bianka verkörpert die irdische Geliebte Florios und verzaubert den Protaginisten mit ihrer äußeren sowie inneren Schönheit ab ihrer ersten Begegnung.

Infos zur Person

  • Bereits der Name Bianka, welcher auf Italienisch mit "die Weiße" übersetzt wird, lässt Rückschlüsse auf die Reinheit und Unschuld zu, die Bianka umgeben
  • Sie besitzt ein "niedliches" (Abschn. 1, Z. 108) und „schönes“ (Abschn. 1, Z. 130) Äußeres und eine "zierliche, fast noch kindliche Gestalt" (Abschn. 1, Z. 63). Ihre "langen [...] Augenwimper" (Abschn. 1, Z. 109) und auch ihre "roten heißen Lippen" (Abschn. 1, Z. 131) ziehen Florio förmlich an, sodass er nicht anders kann, als sie zu küssen (Abschn. 1, Z. 131)
  • Bianka stellt das christliche Idealbild einer jungen Frau in der Romantik dar: Sie ist zwar wunderschön, jedoch rein und unschuldig
  • Sie ist die Nichte des Gastgebers Pietro (Abschn. 3, Z. 257), zu dessen Feier Florio zusammen mit Fortunato eine Einladung erhält

Charakter

  • Loyal: Gleich zu Beginn ist sie von Florio hingerissen. Diese Verliebtheit hält allen Unsicherheiten und Gemütsschwankungen Florios stand. Als er bereit ist, sie als seine wahre Liebe anzuerkennen, ist sie ohne Vorbehalte für ihn bereit
  • Scheu: Auch wenn Bianka auch eine mutige Seite besitzt, so steckt sie doch voller Überraschungen und verhält sich beim erneuten Aufeinandertreffen mit Florio "ganz verschüchtert" (Abschn. 3, Z. 258) und gegenüber Florio "wagte es kaum zu ihm aufzublicken." (Abschn. 3, Z. 258 f.). Auch "schlug sie errötend die Augen nieder." (Abschn. 3, Z. 263), als sie in Florio ihren Schwarm erkennt
  • Mutig: Als ambivalentes Gegenstück ist Bianka neben ihrer Schüchternheit auch mutig. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass sie bei ihrer ersten Begegnung mit Florio zwar "still und schüchtern" (Abschn. 1, Z. 109) dasitzt, ihm jedoch auch "tiefe dunkelglühende Blicke" (Abschn. 1, Z. 110) zuwirft. Auch wird ihr Blick als "beinah schelmisch" (Abschn. 1, Z. 127) beschrieben, bevor es zu ihrem ersten Kuss kommt
  • Geheimnisvoll: Auch wenn Bianka eine unschuldige und latent kindliche Aura umgibt, schafft sie es doch auch, den Leser und Florio mit ihrer mysteriösen Verkleidung als "schöne Griechin" (Abschn. 3, Z. 160) zu verzaubern. Mit ihrer Maske, die "ihr halbes Gesicht" (Abschn. 3, Z. 73) versteckt, gibt Bianka sich Florio zunächst nicht zu erkennen. Während ihrem Tanz dann jedoch, flüstert sie ihm zu: "Du kennst mich" (Abschn. 3, Z. 105) und verschwindet kurz darauf in der Menge
  • Göttlich: Florio berschreibt Biankas Gestalt am Ende der Märchennovelle als "ein heiteres Engelsbild" (Abschn. 5, Z. 178 f.). Die vorhergehenden Beschreibungen Biankas, etwa "die schönen Haare in künstliche Kränze geflochten" (Abschn. 3, Z. 72 f.) oder auch der Vergleich mit einer "schönen Najade" (Nymphenfigur in der griechischen Mythologie), verleihen Bianka einen himmlischen, beinahe überirdischen Hauch. Die geflochtenen Haare sowie der Blumenkranz in ihren Haaren (Abschn. 1) fungieren als ein eindeutig christliches Symbol. Auch die Jungfrau Maria trug solchen Kopfschmuck auf barocken Madonnenbildern
  • Romantisch: An Biankas Figur lassen sich ein paar prägnante Symbole der Romantik aufzeigen. So reicht Bianka Florio zum Beispiel als verkleidete Griechin "eine Rose" (Abschn. 3, Z. 75), was ein Rückbezug auf das Symbol der blauen Blume darstellt. Die blaue Blume fungiert in der Romantik als ein Symbol für die Sehnsucht nach dem (bisher) Unerreichbaren, in diesem Fall, Biankas Sehnsucht nach einer Liebesbeziehung mit Florio

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