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Zeitgeschichtlicher Hintergrund

Für das richtige Verständnis von Christa Wolfs Werk Medea. Stimmen ist ein Blick auf die Epoche bzw. den zeitgeschichtlichen Hintergrund unerlässlich.
  • Das Buch erschien 1996; wenige Jahre nach der Wiedervereinigung
  • Viele DDR-Bürger hatten zuvor jahrelang mit viel Einsatz in einer gewaltlosen Revolution gegen die politischen Verhältnisse in der DDR gekämpft und auf ein besseres Leben gehofft
  • Nach der Wiedervereinigung war die Ernüchterung groß
    Das erhoffte Wirtschaftswunder blieb aus; viele ehemalige DDR-Betriebe gingen in der freien Wirtschaft pleite
    Die Arbeitslosenzahl in der ehemaligen DDR stieg an
    Die einstigen Ostbürger fühlten sich von den Westbürgern ausgegrenzt
  • Christa Wolf, selbst frühere DDR-Bürgerin, erlebte die Wiedervereinigung persönlich als Enttäuschung
  • Die Autorin erntete in Deutschland viel Kritik dafür, dass sie kurze Zeit für die Stasi gearbeitet hat
  • Beschäftigte sich schon in ihrem Werk Kassandra (1983) mit historischen Stoffen
  • Faszination für den Medea-Mythos seit 1990; das Thema ließ sie nicht mehr los; recherchierte im Rahmen eines Stipendiums in Amerika 1992/93 intensiv mit Computern über die Hintergründe
Nach der Erstveröffentlichung wurden in wenigen Monaten 100000 Exemplare verkauft. Außerdem feierte Medea. Stimmen im Ausland große Erfolge und wurde in 27 Sprachen übersetzt. In Deutschland wurde nach der Veröffentlichung eine Kontroverse losgetreten, die sich weniger mit dem Buch selbst, als vielmehr mit Christa Wolfs Rolle in der DDR beschäftigte.

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