2. Aufzug
Der 2. Aufzug wird auch Epeisodion genannt und erzählt von dem Streit zwischen Medea und Jason.
Personen
- Jason
- Medea
- Chor
Handlung
- Jason gibt Medea die Schuld an der Verbannung; ihr Zorn und ihre widerwillige Art hätten dafür gesorgt
- Er hat versucht, Kreon zu besänftigen, was sie mit ihrer wilden Art torpediert hat
- Er will Medea und die Kinder nicht mittellos in die Verbannung gehen lassen, weil er ihr kein Übel wünscht
- Medea nennt Jason einen Feigling und Schuft, weil er sich traut, ihr nach allem, was er ihr angetan hat, noch unter die Augen zu treten
- Sie ist aber froh, ihm all ihre Vorwürfe an den Kopf werfen zu können
- Medea zählt auf, was sie alles für Jason getan hat: ihn gerettet, den Drachen für ihn getötet, Pelias den Tod gebracht und ihm gefolgt
- Klagt Jason an, der seinen Eid gebrochen hat und wegen dem sie keine Zuflucht mehr hat
- Medea wendet sich flehend an Zeus, warum schlechte Menschen kein Erkennungsmerkmal haben
- Jason denkt, Medea übertreibt mit ihren Verdiensten; zwar gibt er zu, dass Medea ihm nützlich war, behauptet aber, er sei für Medea noch mehr von Vorteil gewesen
- Weiter rechtfertigt Jason seine Ehe mit der Königstochter als klugen Schachzug zum Wohle der Familie
- Er klagt über Medeas Eifersucht und Emotionalität; die Welt ohne Frauen wäre besser
- Der Chor widerspricht Jason
- Medea sieht es als Schadtat an, dass Jason seine Schuld schönreden will; hätte er tatsächlich zum Wohle der Familie handeln wollen, hätte er Medea um Zustimmung für seine neue Ehe fragen können
- Jason behauptet, er hätte nicht gefragt, weil sie sowieso nein gesagt hätte; Medea glaubt ihm das nicht
- Medea unterstellt Jason, dass er keine Barbarin mehr als Frau wollte
- Medea will kein Glück, das auf Leid basiert und weist auch Jasons Schuldzuweisung zurück
- Auch Jasons Angebot, Empfehlungsbriefe in fremde Städte zu schicken, weist sie ab; Medea verflucht ihn und droht, dass er die Ehe eines Tages bereuen wird