Sprache
Neben der Analyse der rhetorischen Mittel sollte auch der generelle Sprachstil der Erzählung genauer untersucht werden.
Prinzipiell ist Sommerhaus, später in einer einfachen Sprache mit simpler Syntax verfasst. Allerdings gibt es in Bezug auf Wiederholungen eine Auffälligkeit. Näheres dazu im Folgenden.
Syntax
- Kurze Sätze
- Hauptsätze dominieren; parataktischer Aufbau
- Es finden sich häufig Aufzählungen ohne Konjunktion
Sprache
- Trotz einiger Stilmittel ist die Sprache im Allgemeinen simpel gehalten
- Es findet sich an vielen Stellen Umgangssprache, z.B. „er vögelte sie alle“ (S. 142)
- Passend zum modernen Mindset der Clique werden viele Anglizismen oder englischsprachige Wörter genutzt, z.B. „Easy-Rider-Schritt“ oder „abgefuckt“ (S. 143)
- Geht es um die Künstler-Clique, werden auch mal Fachbegriffe wie „neurasthenisch“ (S. 143) verwendet
Wiederholungen & Bezüge
- Mit Wiederholungen einzelner Wörter oder Satzglieder schafft die Autorin Bezüge zwischen aufeinanderfolgenden Absätzen, z.B. „Er lächelte jedesmal, wenn wir uns ansahen. Und das war's. / Ich dachte: ‚Und das war's‘, als ich jetzt neben Stein im Taxi saß“ (S. 144)
- Generell fällt auf, dass die Autorin gerne mit parallelem Satzbau samt Wortwiederholungen arbeitet, z.B. „Du kannst sie wahrnehmen, oder du kannst es bleiben lassen. Ich kann sie wahrnehmen, oder abbrechen und woanders hingehen. Wir können sie zusammen wahrnehmen oder so tun, als hätten wir uns nie gekannt.“ (S. 152)
Wirkung
- Lakonisch, lockerer Erzählfluss
- Scheinbare Objektivität der Erzählerin, die keine Emotionen zulassen will
- Distanzierte, kühle Atmosphäre
- Schmucklose und gedrängte Beschreibungen
- Vage und ausweichende Darstellung von zwischenmenschlichen Beziehungen