Akt 1
Im ersten Akt erfährt Hamlet vom Geist seines Vaters, dass dieser von seinem Bruder Claudius ermordet wurde. Er soll den Vater nun rächen.
Erste Szene
Infos
- Seite: 9 - 15
- Ort: Helsingör, Terrasse vor Schloss Kronborg
- Personen: Offiziere Bernardo und Marcellus, Soldat Francisco, Horatio und der Geist
Inhalt
Bernardo, Horatio und Marcellus lösen Francisco um Mitternacht von seiner Wache ab. Die beiden Offiziere wollen dem ungläubigen Horatio in dieser Nacht beweisen, dass ihnen ein Geist erschienen ist. Dieser taucht tatsächlich wieder in der Gestalt des verstorbenen Königs auf, will allerdings nicht sprechen. Horatio ist sich aber sicher, dass die Erscheinung vor Unheil warnen soll. Er erklärt den beiden Offizieren, dass die Dänen sich vor dem jungen Fortinbras aus Norwegen in Acht nehmen müssen, weil der verlorene Provinzen zurückerobern will. Daraufhin erscheint der Geist noch einmal, doch noch bevor er sprechen kann, wird er vom Krähen des Hahns erschreckt und verschwindet wieder. Horatio hofft, dass der Geist in der nächsten Nacht mit seinem Freund Hamlet sprechen wird und will ihm das Gesehene anvertrauen.Zweite Szene
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- Seite: 15 - 24
- Ort: Schloss Kronborg
- Personen: König Claudius, Gertrude, Polonius mit Sohn Laertes, Rat Voltimand, Cornelius, Hamlet und Gefolge
Inhalt
Unter Fanfaren tritt die Hofgesellschaft ein. König Claudius erinnert noch einmal an den Tod seines Bruders, beschreibt seinen Zwiespalt bei der Hochzeit mit Witwe Getrude und klagt nun, dass der junge Fortinbras das Land bedroht. Um die Situation zu klären, sendet er Voltimand und Cornelius zu Fortinbras‘ Onkel nach Norwegen. Außerdem erteilt er Polonius‘ Sohn Laertes die Erlaubnis, nach getaner Hilfe bei der Krönung wieder nach Frankreich zurückzukehren. Danach wendet er sich an Hamlet, der noch immer Trauer trägt und von der Ansprache „mein Sohn“ nichts wissen will. Nicht einmal auf Bitte seiner Mutter möchte Hamlet das Schwarz ablegen, immerhin sei er innerlich voller Kummer. Claudius erklärt ihm daher, dass lange Trauer dumm und unmännlich sei, ein Vergehen am Himmel. Er liebe Hamlet wie einen Sohn und wünscht sich, dass dieser als erster Hofmann in Dänemark bleibt, anstatt zur Wittenberger Schule zurückzugehen. Für seine Mutter stimmt Hamlet zu. Als alle weg sind, klagt Hamlet, dass er sich am liebsten umbringen würde. Er ekelt sich vor der Welt, in der seine Mutter nur zwei Monate nach dem Tod den Bruder ihres Mannes heiratet. Doch dann treten Horatio, Bernardo und Marcellus ein, um ihm vom Geist seines Vaters zu berichten. Hamlet will sich in der Nacht bei der Wache selbst davon überzeugen.Dritte Szene
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- Seite: 24 - 28
- Ort: Zimmer im Haus von Polonius
- Personen: Laertes, Ophelia und Polonius
Inhalt
Laertes verabschiedet sich von seiner Schwester Ophelia und warnt sie vor seiner Abreise noch davor, sich in Hamlet zu verlieben. Selbst wenn der Prinz ihr jetzt Versprechen mache, könne er diese aufgrund seines Rangs nicht halten. Laertes erklärt ihr, dass sie ihre Jungfräulichkeit bewahren soll. Daraufhin fordert sie von ihm, selbst nicht zum lockeren Lebemann zu werden. Dann kommt ihr Vater Polonius dazu, der Laertes ebenfalls Ratschläge mit auf den Weg gibt. Als Laertes weg ist, will der Vater von Ophelia wissen, worüber sie geredet haben. Auch er bittet sie daraufhin, an ihre Ehre zu denken und Hamlet nicht zu vertrauen.Vierte Szene
Infos
- Seite: 28 - 31
- Ort: Terrasse des Schlosses
- Personen: Hamlet, Horatio, Marcellus und der Geist
Inhalt
Um Mitternacht treffen sich Hamlet, Horatio und Marcellus zur Wache auf der Terrasse, während der König ein Zechgelage veranstaltet. Als Hamlet sich über diesen üblen Brauch auslässt, taucht der Geist wieder auf. Hamlet ist völlig überwältigt und folgt dem Winken des Geistes, obwohl seine Freunde ihn zurückhalten wollen. Sogar sein Schwert zieht er, um sich von ihnen losreißen und dem Geist hinterhergehen zu können.Fünfte Szene
Infos
- Seite: 31 - 38
- Ort: Abgelegener Teil des Schlosses
- Personen: Hamlet, Geist