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Kardinal Barberini

Kardinal Barberini alias Papst Urban VIII. stellt neben dem kleinen Mönch eine weitere Figur dar, die sowohl der alten kirchlichen Welt als auch dem neuen, an die Wissenschaft angelehnten Zeitalter Vorzüge abgewinnt.

Infos zur Person

  • Ebenso wie Galileo kann Kardinal Barberini ein abgeschlossenes Studium der Mathematik vorweisen
  • Barberini wächst in einer angesehenen Kaufmannsfamilie in Florenz auf
  • Zu Beginn der Handlung in das Leben des Galilei besetzt Barberini noch die Position eines Kardinals, woraufhin er dann nach Ableben des alten Papstes 1623 zu Papst Urban VIII. gewählt wird

Charakter

  • Täuschend: Die Figur des Kardinals Barberini vermittelt ihren scheinbar unschuldigen und gutherzigen Charakter auf subtile Art und Weise. Ein Beispiel dafür, dass es sich bei dem unbefleckten Charakter des Kardinals um eine Täuschung handelt, stellt die Maskierung als Lamm dar, hinter welcher er auf dem Ball Bellarmins sein Gesicht verbirgt (S. 70). Zwar erscheint Barberini „Unschuldig wie ein Lamm“, allerdings kommentiert selbst „Es ist meine Maske, die mir heute ein wenig Freiheit gestattet“ (S. 70, Z. 28f). Die Unschuld, welche vom Kardinal ausgeht, ist also mehr Schein als Sein.
  • Schwach: Obwohl der einflussreiche Kardinal und später Papst vorgibt, Galileis astronomische Theorien anzuerkennen, besitzt er nicht die Stärke, den Wissenschaftler in dessen Forschungen zu unterstützen. Es bedarf lediglich einer kurzen Intervention mit dem Kardinal Inquisitor in Bild 12, um ihn davon zu überzeugen, dass Galileo ein „schlechter Mensch“ (S. 107, Z. 9) ist und die Bevölkerung „verhetzt“ (S. 107, Z. 14) sowie „besticht“ (S. 107, Z. 14). Letzten Endes stimmt Papst Urban VIII. sogar zu, „daß man ihm (Galileo) die Instrumente zeigt“ (S. 108, Z. 24f). Mit Letzterem ist die Androhung von Folterung gemeint
  • Ambivalent: Auch wenn Kardinal Barberini aufgrund seines Mathematikstudiums und seiner Bildung im Fach Astronomie, Galileis Theorien einwandfrei vermag nachzuvollziehen, wählt er den Weg des geringsten Widerstandes, indem er sich gegen die Verbreitung der Kopernikanischen Lehre stellt. Dass Papst Urban VIII. als studierter Mathematiker nicht als Sprachrohr für seinen forschenden Freund dienen möchte, schmälert ihn in seiner Glaubwürdigkeit als Naturwissenschaftler

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