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3. Teil

Gregors Wunde entzündet sich, er kann sich kaum mehr bewegen. Doch nach seinem Wutausbruch besinnt sich der Vater darauf, dass man „Gregor nicht wie einen Feind behandeln“ darf, sondern „dulden, nichts als [...] dulden“ sollte (S. 50). Fortan lässt man die Tür abends offen, sodass Gregor aus der Dunkelheit seines Zimmers heraus die Familie beobachten kann. Allerdings erblickt er kein fröhliches Familienleben: Die Schwester arbeitet als Verkäuferin und lernt zuhause noch Stenographie und Französisch, um damit eine bessere Stelle zu bekommen. Die Mutter näht bis spät nachts Kleidung für ein Modegeschäft und der Vater schläft, von seiner Arbeit ermüdet, abends im Sessel ein. Die Schwester und die Mutter müssen ihn aus seinem Sessel bis zur Schlafzimmertür tragen, weil er sich stets weigert, zu Bett zu gehen. Oft fangen Mutter und Schwester danach an zu weinen; man kann die Wohnung nicht bezahlen und muss schon Familienschmuckstücke verkaufen, andererseits kann man wegen Gregor aber nicht umziehen. Das vorherige Dienstmädchen wird entlassen, eine alte knochige Frau nimmt ihren Posten ein. In ihrem Kummer schließen die beiden Frauen abends die Tür zu Gregors Zimmer, der damit wieder isoliert wird. Gregors Pflege wird unter diesen Umständen vernachlässigt, sein Zimmer verschmutzt. Dennoch kämpft die Schwester darum, als einzige für Gregor verantwortlich zu sein. Gregor entwickelt Trotz angesichts dieser mangelhaften Rücksichtnahme auf ihn. Er will „die Angelegenheiten der Familie ganz so wie früher wieder in die Hand [...] nehmen“ (S. 53).
Die alte Bedienerin zeigt als einzige keine Angst vor Gregor und besucht ihn bisweilen in seinem Zimmer. Sie ist zwar vorsichtig, doch verhält sie sich ihm gegenüber wohlwollend.
Allmählich wird es Frühling. Gregor nimmt kaum mehr Nahrung zu sich, denn er ist traurig und resigniert. Da drei neue, äußerst pedantische (= pingelige) Untermieter in der Wohnung eingezogen sind, die penibel darauf achten, dass keine für sie unnützen Gegenstände in der Wohnung vorhanden sind, wird Gregors Zimmer als Abstellkammer benutzt. Es bereitet diesem jedoch Spaß, über die Gegenstände zu kriechen. Eines Abends bleibt die Tür offen, sodass G. die drei Herren am Tisch beobachten kann. Als die Schwester Violine zu spielen beginnt, wünschen sich die Untermieter ein Privatkonzert, das die Schwester im Beisein des Vaters und der Mutter auch gibt. Die drei Herren scheinen aber bald die Lust zu verlieren und unterhalten sich. Währenddessen wird Gregor von der Musik angelockt und verlässt sein Zimmer. Er malt sich aus, wie er seine Schwester zu sich ins Zimmer holt und sie dort mit ihm einschließt, sich mit ihr versöhnt und ihr einen Kuss auf den Hals gibt. Sein Plan scheitert jedoch: Die Herren bemerken ihn. Der Vater will die Untermieter beschwichtigen und drängt sie in ihr Zimmer zurück, damit sie Gregor nicht sehen können. Jene werden aber ungehalten, erklären ihre Kündigung und die Absicht, den bisherigen Aufenthalt in der Wohnung nicht zu bezahlen.
Gregor bleibt erschrocken stehen und beobachtet seine Familie: Die Mutter sitzt schwer atmend im Sessel und rührt sich nicht; Vater und Schwester beschließen, „es“ loszuwerden, das ohnehin nicht Gregor sei. Der Vater schließt aus, dass man mit Gregor übereinkommen könne, da er sie nicht verstünde. Gregor kriecht, immer schwächer werdend, in sein Zimmer zurück, man schlägt die Tür hinter ihm zu. Gregor denkt „mit Rührung und Liebe“ an seine Familie zurück (S. 66) und stimmt mit seiner Schwester überein, dass er weg müsse. Kurz danach stirbt Gregor.
Am nächsten Morgen entdeckt die Bedienerin Gregors Leiche. Die Familie dankt Gott (vgl. S. 68) und nimmt die Situation nun in die Hand: Den Untermietern wird sofort gekündigt und sie aus der Wohnung gebeten; man beschließt zudem, die alte Bedienerin zu entlassen. Vater, Mutter und Gregors Schwester nehmen sich einen Tag frei und gehen spazieren. Optimistisch denken sie an die Zukunft und ihren Plan, sich eine andere Wohnung zu suchen. Vater und Mutter denken beide daran, dass es Zeit sei, ihre Tochter bald zu verheiraten.

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