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Bernhard Haber

Bernhard Haber ist der Hauptcharakter des Romans. Als Schutzsuchender kommt er nach Guldenberg, wo er Ausgrenzung und Hass erlebt. Seine Wut auf die Gesellschaft führt ihn später an die Spitze der Führungsriege der Stadt.

Infos zur Person

  • Sohn eines Tischlers und einer Hausfrau
  • Geboren in Schlesien (deutsches Gebiet im heutigen Polen zur Zeit des zweiten Weltkriegs)
  • Absolviert eine Ausbildung als Tischler, interessiert an Politik und zwielichtigen Geschäften
  • Verheiratet mit Rieke Hollenbach, mit der er zwei Kinder bekommt

Charaktereigenschaften der Person

  • Einzelgänger: Bernhard wird in seiner Schule ausgegrenzt und zieht sich schnell aus allen sozialen Kreisen zurück. Freundschaften pflegt er nur oberflächlich und kann nur sehr wenig in Gesprächen von sich preisgeben.
    • Beispiel: Die oberflächliche Freundschaft zu Thomas wird unter anderem deshalb nicht vertieft, weil Bernhard sich nie auf ein Gespräch mit ihm einlässt.
  • Standhaft: Wenn Bernhard Opfer von Anfeindungen wird, bleibt er ruhig und nach außen hin gelassen. Er lässt sich nicht anmerken, wenn er sich getroffen fühlt und lässt sich damit nicht als Opfer darstellen.
    • Beispiel: Den rassistischen Bemerkungen des Mathelehrers im ersten Kapitel begegnet er zwar ruhig, er lässt die Anfeindungen allerdings nicht auf sich sitzen.
  • Späte Rache: Im Verlauf der Handlung wird klar, dass Bernhard auf lange Sicht hin plant, wenn es darum geht, die Anfeindungen gegen ihn zurückzuzahlen. Dies zeigt sein großes Talent zu planen und sein strategisches Denken.
    • Beispiel: Bernhard rächt sich erst an seinem vermeintlich selbstlosen Helfer, dem Bauern Griesel, als sich die Gelegenheit ergibt, ihn in die Genossenschaft zu pressen.
  • Vertrauensverlust: Bernhard ist immer vorsichtig, wem er etwas anvertraut und entzieht den Menschen in seinem Umfeld schnell sein Vertrauen. Dies ist vor allem auf die Ausgrenzung während seiner Kindheit, aber auch auf die rassistischen Erfahrungen in seinem Erwachsenenleben zurückzuführen.
    • Beispiel: Er überlässt seinem Geschäftspartner Peter und seiner Schwägerin Katharina nur wenige Informationen und hält sie stets auf Abstand, weil er weiß, wie sprunghaft die beiden sind.
  • Einzige Bezugsperson: Der Mensch, auf den Bernhard zweifelsohne in jeder Lebenslage zählen konnte, ist Rieke. Trotz seiner Affären wird deutlich, dass er ihr vollkommen vertraut und ihre Bewunderung für seine Person genießt.
  • Verbitterter Anti-Held: Die negativen Erfahrungen mit der Gesellschaft der DDR haben Bernhard abstumpfen lassen. Er entscheidet sich dagegen, ein positives Beispiel vorzuleben, offen auf andere zuzugehen oder seinen Mitmenschen eine zweite Chance zu geben. Stattdessen arbeitet er an seinen Racheplänen und sorgt dafür, dass seine Ausgrenzung absolut wird, indem er sich über andere Menschen erhebt.
    • Beispiel: Bernhard zerstört bewusst das Leben von Bauer Griesel als er ihn in die Genossenschaft zwingt, statt das Gespräch mit ihm zu suchen oder dem Mann aus dem Weg zu gehen.

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