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Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

Fünftes Kapitel

Im fünften Kapitel lernt der Erzähler die suchende Frau endlich kennen und erfährt am Ende, dass sie die Ehefrau von seinem Schriftsteller Weidel ist.

Erster Abschnitt

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  • Seite: 120 - 122
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Ich-Erzähler hatte die Frau in den nächsten Tagen nicht mehr gesehen und fürchtete mal, sie sei abgereist, mal war er sicher, dass er sie wiederfinden würde
  • Jeden Tag beobachtete er den großen Strom an Menschen, die von Marseille aus fliehen wollten, nachdem sie ihr altes Leben hatten aufgeben müssen
  • Der Erzähler fürchtete sich, dass er auch mitgerissen werden könnte von diesem Strom, obwohl er bleiben wollte
  • Als er seinen Aufenthalt verlängern wollte, wurde er auf ein anderes Amt geschickt, da er nun ein beschränktes Aufenthaltsrecht brauchte
  • Der Erzähler spricht den Leser an, er würde das Amt ja selbst kennen, bei dem man in dem kalten, brotarmen Winter anstehen musste für das Recht zu bleiben und somit Essen zu bekommen
  • Dort traf der Erzähler den alten Kapellmeister, den Fremdenlegionär, den Zimmernachbarn und die Zigeunerin in der Schlange
  • Er bekam von den Beamten dort eine neue Vorladung, bei der er einen Schiffstermin und sein Durchfahrtsrecht für die USA vorlegen sollte

Zweiter Abschnitt

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  • Seite: 122 - 124
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • In seinem Stammcafé erblickte der Erzähler völlig überraschend die Frau hinter seinem Lieblingsplatz stehen
  • Er setzte sich und hörte dem Tumult im Café zu, während ihre Hand auf seiner Stuhllehne lag
  • Als er an ihr hinaufsah, hielt sie sich wegen des Transitgeschwätzes der Umsitzenden die Ohren zu und lief weg
  • Beim Versuch ihr zu folgen, wurde er von Paulchen aufgehalten
  • Dieser war erbost, weil er sich für die Papiere von Weidel ins Zeug gelegt hatte, aber nie ein Dank von dem Schriftsteller bekommen hatte
  • Der Erzähler besänftigte ihn mit einem Apéritif und tat, als hätte Weidel ihm den Auftrag gegeben, sich zu bedanken
  • Paulchen langweilte sich mit ihm und setzte sich zu einer anderen Gruppe

Dritter Abschnitt

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  • Seite: 124 - 126
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler erinnerte sich an den Rat des Kanzlers und ging in das Reisebüro
  • Dort traf er den Kapellmeister, der freudig erklärte, er könne endlich abreisen
  • Außerdem sah er den Mann seiner ersten Zimmernachbarin wieder; sie war inzwischen in einem Massenlager inhaftiert und er erfuhr, dass eine neue Buchung mit den abgelaufenen Papieren unmöglich war
  • Der Mann am Tresen war von alldem gelangweilt
  • Ein gutgekleideter Mann, der hereinkam, viel Geld bekam und seine Passage umbuchte, erweckte die Aufmerksamkeit des Erzählers; er sollte später feststellen, dass sie eine Zusammengehörigkeit hatten
  • Der Mitarbeiter erklärte dem Erzähler, dass er ihm die Passage buchen könne, sobald den Transit durch die USA vorliege; die Bestätigung für die Passage erhielt er problemlos
  • Der Mitarbeiter erwachte aus seiner Trance, als ein kleiner Mann hereinkam und ihm von der Fahrt nach Oran berichtete

Vierter Abschnitt

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  • Seite: 127 - 129
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Aus Langeweile folgte der Erzähler dem kleinen Mann, der sich als Südländer entpuppte und noch mehr fror als er selbst
  • Er trat hinter ihm in ein afrikanisches Café und wurde von allen angestarrt, doch zwanzig Minuten lang sprach niemand ihn an
  • Der kleine Mann erklärte ihm schließlich, dass er nicht auf Bombello warten müsse, falls er deshalb hier sei
  • Um Zeit zu vertrödeln, ließ sich der Erzähler auf ein Gespräch und eine Verhandlung für eine Passage nach Oran und Lissabon ein
  • Plötzlich kam die Frau herein und blickte ihn an
  • Er empfand Furcht, weil er sich nicht erklären konnte, warum er sie immer wieder traf
  • Als sie ging, wollte er ihr nachlaufen, konnte sie aber schon nicht mehr sehen
  • Er ging zurück ins Café, wo die anderen plötzlich Mitgefühl mit ihm hatten

Fünfter Abschnitt

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  • Seite: 129 - 131
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Kaum hatte der Erzähler das afrikanische Café verlassen, setzte er sich in ein anderes, in dem meist echte Franzosen zu Gast waren, sodass er mal kein Transitgeschwätz anhören musste
  • Am Nachmittag, als die Konsulate geschlossen hatten, wurde der Hafen von verzweifelten Transitären bevölkert
  • Auch die immer suchende Frau trat plötzlich in das Café und der Erzähler beschloss, nicht länger zu warten, sondern nahm sich vor, sie anzusprechen
  • Er folgte ihr und setzte sich schließlich neben sie auf einen Bank vor dem mexikanischen Konsulat
  • Der Erzähler wurde das Gefühl nicht los, dass das Wappen eine Bedeutung hatte, obwohl sie es nicht würdigte
  • Als die Frau ihn anblickte, erkannte der Erzähler, dass sie nicht angesprochen werden wollte, und ging

Sechster Abschnitt

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  • Seite: 131 - 136
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler ging zu den Binnets, wo Claudine aus Kaffeeersatz richtigen Kaffee kochen wollte für den Arzt
  • Dieser war verzweifelt, weil er für sein alternatives Schiff nach Lissabon keinen Transit bekommen hatte aufgrund der Verwechslung mit einem Namensvetter
  • Weil der echte Kaffee auf die Männer eine starke Wirkung hatte, prahlte der Erzähler plötzlich von seinem Wissen über einen Transit über Oran nach Lissabon
  • Der Junge hörte gespannt zu, drehte sich dann aber wieder zur Wand
  • Der Arzt schnappte sich den Erzähler, lud ihn in der Stadt zum Essen ein und wollte jedes Detail wissen
  • In der Pizzeria bestellte der Arzt drei Gedecke, Rosé und eine Pizza
  • Der Erzähler wendet sich an den Leser und erklärt, dass ihm die Beständigkeit des Feuers im Ofen und die des Teig-Herstellens gefällt; er weiß selbst, dass er immer mit seiner Meinung hin- und herwechselt, das sei aber nur so, weil er nach dem sucht, was beständig vorhält
  • Plötzlich kam die Frau in die Pizzeria; der Arzt stellte sie als Marie vor und bat den Erzähler, ihr alles über die Passage zu berichten
  • Dem Erzähler war eiskalt bei ihrem Auftauchen; er gab sich nicht vor ihr zu erkennen
  • Als der Arzt Maries Hand nahm, wollte der Erzähler ihm wegnehmen, womit er nicht umgehen kann, und drehte unter dem Alibi auf dessen Uhr zu schauen, die Hand des Arztes weg
  • Weil er Marie nicht mit dem Arzt alleinlassen wollte, blieb der Erzähler und berichtete ein viertes Mal von dem Schiff über Oran; er selbst fand eine Flucht in eine andere vom Krieg zerstörte Stadt sinnlos
  • Marie machte ihm klar, dass sie keine Furcht habe, sondern einfach nur wegwolle, nachdem er sagte, dass die Reise nichts für eine Frau sei
  • Maries Geständnis rüttelte den Erzähler auf, weil es ihm so naiv aber selbstverständlich vorkam
  • Bei ihrem Anblick wollte er nur noch eines: Den Arzt loswerden, am Besten weit weg über das Meer

Siebter Abschnitt

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  • Seite: 136 - 139
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler ging mit dem Arzt und Marie zu Bombello, um über die Fahrt nach Oran zu verhandeln, wo der Arzt bereit war, alleine zu fahren
  • Weil der Arzt sich noch bis zur Passage gedulden musste, wartete der Erzähler immer bei den Binnets auf ihn und ging danach mit ihm in die Pizzeria, wo sie gemeinsam auf Marie warteten
  • Laut Aussage des Arztes munterte die Anwesenheit des Erzählers Marie auf und lenkte sie vom bevorstehenden Abschied ab
  • Als der Erzähler einmal vom Arzt wissen wollte, wonach Marie immer in den Gassen und Cafés suche, lenkte dieser nur ab
  • An einem eisigen Abend erschien Marie ängstlich im Restaurant, flüsterte dem Arzt etwas zu und blickte sich mit ihm zusammen bestürzt um
  • Der Arzt versuchte Marie zu beruhigen, dass niemand hier gewesen sei; der Erzähler fühlte sich unwohl und wollte gehen, wurde aber von Marie abgehalten, weil sie sich durch ihn beschützt fühlte

Achter Abschnitt

Infos

  • Seite: 139 - 145
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Nach dem Erlebnis mit Marie wollte der Erzähler unbedingt in Marseille bleiben und tat alles dafür, die nötigen Papiere zu bekommen
  • Im amerikanischen Konsulat traf der Erzähler den Kapellmeister wieder, der endlich seinen Transit bekommen sollte
  • Als die Zimmernachbarin mit ihren Doggen kam, ergriff der Erzähler die Chance mit ihr am Türsteher vorbeizukommen
  • Im Wartesaal fühlte er sich beobachtet und entdeckte den gut gekleideten Mann aus dem Reisebüro, der ihn aufgrund ihrer schicksalhaften Verbundenheit spöttisch anblickte
  • In seiner neuen Transitärwut fürchtete sich der Erzähler vor der Macht, die der Konsul über ihn hatte, indem er den Transit verweigern könnte
  • Als er aufgerufen wurde, fühlte sich der Erzähler wieder sicher und dachte bei der Befragung durch den Konsul immer wieder an den toten Autor
  • Er bewunderte Weidel immer noch für sein Talent und konnte nicht verstehen, warum dieser sich trotzdem umgebracht hatte
  • Dem Konsul nannte er schließlich Paul Strobel als Bürgen und erhielt eine Einladung für den 8. Januar
  • Beim Verlassen des Gebäudes bekam er noch mit, wie der Kapellmeister tot von einem Sanitätswagen abgeholt wurde; nachdem ihm wegen eines fehlenden Fotos sein Visum nicht erteilt worden war, war er zusammengebrochen, noch bevor er klarstellen konnte, dass nur zwei Fotos aneinandergeklebt waren

Neunter Abschnitt

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  • Seite: 145 - 146
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Im Café traf der Erzähler den kahlen gutgekleideten Mann wieder und trank mit ihm in Gedenken an den Kapellmeister etwas
  • Der Mann berichtete, dass er extra zuerst einen Schiffsplatz gesucht und dann auf Visenjagd gegangen sei
  • Als der Erzähler sich erkundigte, warum die unbekannte Frau ihm seinen Schiffsplatz überlassen hatte, amüsierte sich der Mann über seine Neugier
  • Der Erzähler verplapperte sich, dass er kein Schriftsteller ist und beteuerte, dass er die Visenjagd als Spiel sehe
  • Der Mann wandte sich ab, ohne ihm zu erzählen, wer er ist oder was er macht

Zehnter Abschnitt

Infos

  • Seite: 146 - 151
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Als der Erzähler ratlos und einsam am Tisch saß, kam plötzlich wieder Marie herein
  • Er forderte sie auf, sich zu setzen und ihm zu erzählen, wonach sie immer suchte
  • Sie berichtete, dass sie ihren Mann suchte, der angeblich immer irgendwo gesehen wurde und dann aber weg war, bis sie kam
  • Der Mann hätte all ihre nötigen Papiere, damit sie mit dem Arzt abfahren könne, so Marie
  • Der Erzähler fragte streng nach, bereute es aber sofort und nahm ihre Hand
  • Plötzlich erkannte er an ihrer Erzählung von einem Brief und Strobel, dass Marie Autor Weidel suchte; er zuckte zusammen und litt vor Schmerz
  • Er versuchte Marie auszufragen, ob sie den Arzt liebte und nahm sich vor, ihr zu helfen, wenn der Arzt weg ist
  • Er schlug vor, alles übers Papier zu regeln, damit sie ihrem Ex nicht wieder begegnen müsse
  • Sie erklärte hoffnungslos, dass sie sicher allein zurückbleiben würde; als er meinte, dass er ja da sei und sie sich nicht fürchten müsse, meinte sie nur, dass sie keine Furcht hätte, sondern ihr das Leben dann gleich sei ohne den Arzt

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