Frau Andersson
Frau Andersson ist die Vormieterin des Hauses, das Stein gekauft hat. Sie spielt in der Handlung eine kleine Nebenrolle, ist allerdings in Bezug auf die Interpretation des Werkes nicht unwichtig. Denn sie stellt mit ihrer Lebensweise ein Gegenpol zu der der Erzählerin dar.
Auffallend ist bei der Charakterisierung dieser Figur zunächst der sprechende Name. „Frau Andersson“ macht direkt deutlich, dass die Frau ein völlig anderes Leben führt als die Ich-Erzählerin. Diese bezeichnet sie deshalb auch abwertend als „Leute dieses Schlags“ (S. 146).
Infos zur Person
- Frau Andersson lebte im Haus in Canitz
- Sie hat ein Kind, ein „blasses, kümmerliches Kind“ (S. 146)
- Musste das heruntergekommene Haus verlassen
- Lebt jetzt in einem 60er-Jahre Flachbau hinter Angermünde
- Trägt einen Küchenkittel
Charakter
- Spießig: Führt ein Leben als schlichte Hausfrau und Mutter; trägt einen praktischen Küchenkittel; lebt auf dem Dorf in einem heruntergekommenen Haus bzw. später im Flachbau
- Praktisch veranlagt: Erklärt Stein sachlich, dass es bei Frost kein Wasser gibt und dass der Strom eine Woche später angestellt werden soll; anstatt sich gut zu kleiden, trägt sie einen Küchenkittel
- Verärgert: Sauer, weil sie das Haus verlassen musste, nachdem der Besitzer aus Dortmund es an Stein verkauft hat; begrüßt Stein nicht, obwohl er ihr freundlich die Hand entgegenstreckt; lässt widerwillig die Schlüssel in seine Hand fallen
- Wenig Anspruch: Sie hat mit ihrem Kind lange in der Bruchbude gelebt, die Stein gekauft hat; obwohl das Haus der Erzählerin wie eine Ruine vorkommt, ist Frau Andersson verärgert, dass sie dieses Haus verlassen musste; erscheint wie eine eigenbrötlerische Frau