Motto
„Er hat mir meine Güter genommen. Mein Lachen, meine Zärtlichkeit, mein Freuenkönnen, mein Mitleiden, Helfenkönnen, meine Animalität, mein Strahlen, er hat jedes einzelne Aufkommen von all dem ausgetreten, bis es nicht mehr aufgekommen ist. Aber warum tut das jemand, das versteh ich nicht ...“; Ingeborg Bachmann,
Franza-Fragment
Inhalt
Kapitel 6 (S. 127-149) ist aus der Perspektive von Glauke geschrieben.
- Glauke fühlt sich schuldig an der Pest
- Akamas hat ihr Turon als Beschützer zur Seite gestellt; dieser nennt Medea eine Verräterin
- Sie versucht, Medea zu vergessen, auf Befehl ihres Vaters hin, der zornig über ihren Kontakt war
- Glauke fühlt sich schlecht, weil sie Medeas Schmeicheln nachgegeben hat
- Sie erinnert sich, wie ihr Selbstbewusstsein gestiegen ist
- Stellt fest, dass alle Menschen sich in Medeas Gegenwart anders benehmen, sogar Kreon
- Glauke denkt jetzt, Medea hatte schlechten Einfluss auf sie und förderte ihre Schlechtigkeit
- Medea stellte ihr Arinna als Freundin vor
- Damals hatte sie seltener ihre Anfälle
- Heute bricht sie andauernd zusammen; braucht ständige Bewachung
- Erinnert sich daran, dass Arinna eine Affäre mit Jason hatte und Medea davon wusste
- Medea nahm ihre Ängste ernst und brachte sie immer geschickt zum Reden über die Vergangenheit
- Hasst Medea heute dafür, dass sie sich an all das Verdrängte wieder erinnert; traut Medea den Mord zu
- Sie erinnert sich an einen Streit ihrer Eltern; danach zog ihre Mutter sich zurück
- Glauke stellt fest, dass ihre Mutter der Auslöser für ihre Anfälle ist
- Medea ließ sie nach ihrem Hautausschlag genauso im Stich wie ihre Mutter einst; hasst beide dafür
- Agameda kümmert sich jetzt um Glauke; erzählt, dass Medea als Schuldige an der Pest genannt wird
- Rückblick auf ihren Besuch bei Bildhauer Oistros, bei dem Medea untergetaucht ist
- Glauke denkt darüber nach, dass das Erdbeben Oistros Haus zerstört hat
- Sie erlebte ein anderes Erdbeben: Alle Menschen, die mit Medea in Verbindung standen, sind weg
- Sehnt sich nach Medeas Untergang und fürchtet ihn zugleich
- Sie teilt dieses Gefühl mit Jason, der ihr Avancen macht; sie weiß, dass ihr Vater ihn schickt
- Glauke will neben Jason die neue Königin werden; merkte bei Ositros damals, dass Jason frei ist
- Bei diesem Besuch erinnerte sie sich erstmals wieder an ihre Schwester, die plötzlich verschwunden war; weiß, dass die Geschichte, Iphinoe sei mit einem fremden Jüngling gegangen, erfunden ist
- Turon redet Glauke ein, Medea habe ihr diese Dinge mit schwarzer Magie ins Gedächtnis gezaubert
- Sie bekommt wieder einen Anfall; denkt sofort an Medea, die ihr helfen könnte