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Inhaltsverzeichnis

15.-21. Kapitel

15. Kapitel

    Infos

    • Seite: 200-215
    • Ort: Mondsee, Lager Stabauer
    • Zeit: Ende Mai 1944
    • Personen: Veit Kolbe, Margot, Max Dohm, Johann Kolbe

    Inhalt

    • Nachdem Veit und Margot das erste Mal miteinander geschlafen haben, bemerkt der Protagonist, wie wohl er sich in der Gegenwart der jungen Darmstädterin fühlt. „Margots Gegenwart“ (S. 200, Z. 21) übt eine beruhigende Wirkung auf Veit Kolbe aus und lässt ihn seine traumatischen Erfahrungen an der Front das erste Mal seit geraumer Zeit vergessen (S. 201). Margot kommuniziert außerdem auch offen, dass Sex für sie in einer Beziehung einen hohen Stellenwert besitzt
    • Die Schülerinnen in Schwarzindien sind inzwischen alle zu jungen Frauen herangewachsen und ihre Röcke scheinen immer kürzer zu werden. Veit meint ab und zu Nanni Schaller unter den Mädchen zu erkennen, woraufhin es sich dann wieder als Täuschung herausstellt
    • Als einen der Gründe für die „Leichtigkeit“ (S. 203, Z. 12) in der Beziehung zwischen Margot und Veit erkennt dieser den Umstand, dass die beiden keine Pläne für die Zukunft schmieden, sondern den Moment genießen. An Margots Seite fühlt sich der junge Kolbe wieder „so jung wie seit Jahren nicht mehr“ (S. 203, Z. 28f)
    • Veit erhält einen Brief vom Rechtsanwalt, in welchem er von einer sechsmonatigen Haftstrafe des Brasilianers erfährt. Die Schwester des Brasilianers, Veits und Margots Gastgeberin ist an einem Besuch des Gefangenen nicht interessiert
    • Die militärische Situation im Deutschen Reich spitzt sich zunehmend zu: Aus den Staaten nahen die Alliierten von der Normandie her, doch Hitler und die Regierung nehmen die einmarschierenden Truppen offenbar nicht ernst
    • Im Lager Stabauer wird ein „Reichssportwettkampf“ (S. 206, Z. 19) veranstaltet. Im Zuge der Feier lernt Veit erstmals den Ehemann seiner Quartiersfrau, Herr Dohm kennen. Letzterer gibt sich gegenüber Veit auffallend freundlich. Allerdings sind aus Veits Äußerung, dass dies „das einzige Mal“ (S. 207, Z. 26) sei, dass sich Herr Dohm ihm gegenüber zugeneigt verhält, spätere Spannungen zwischen den beiden Herren herauszulesen. Trotzdem erscheint Herr Dohm dem Protagonisten als „nicht unsympathisch“ (S. 208, Z. 2)
    • An einem Montag stürzt Margots sechsmonatiges Kind und daraufhin erlebt Veit wieder eine Angstattacke. Das Medikament Pervitin hilft ihm dabei, sich wieder zu beruhigen, doch die bevorstehende Untersuchung auf seine „Verwendungsfähigkeit“ (S. 210, Z. 22f) im Krieg verstärkt Veits Kolbes Angstzustände enorm
    • Es beschäftigt Kolbe außerdem, dass er aufgrund des leichten Rufs, der Margot als Ehebrecherin vorauseilt, als einer von vielen angesehen werden könnte
    • Am Morgen des nächsten Tages müssen Margot und Veit mitansehen, wie Herr Dohm die von ihnen geliebte Hündin mit einem Revolver tötet. Das Tier war zwar krank geworden, doch Veit empfindet die Tat des Mannes seiner Gastgeberin dennoch als „verrückt“ (S. 214, Z. 29)

16. Kapitel

    Infos

    • Seite: 216-229
    • Ort: Zu nach Wien, Friedhof, elterliche Wohnung und Kaserne in Wien, Bad Ischl
    • Zeit: Juni 1944
    • Personen: Veit Kolbe, „Klosterschwester“ (S. 216, Z. 13), Ehepaar Kolbe, Arzt, Facharzt, Hupferl Gmoser, Margot

    Inhalt

    • Auf seiner Zugreise nach Wien fühlt sich Veit einsamer, „je weiter [er] von Mondsee wegkam“ (S. 216, Z. 8f). In einem kurzen Gespräch mit einer Nonne empfiehlt ihm diese, gegen seine Angstzustände „Aspirin [zu] rauchen“ (S. 216, Z. 20)
    • In der Wohnung seiner Eltern ist es sehr unordentlich, da sich Veits Eltern hauptsächlich aufgrund der Angriffe im Keller aufhalten. Vater Kolbe, dessen bevorzugtes Gesprächsthema immer noch der Krieg darstellt, empfindet die Teilnahmslosigkeit seines Sohnes als Arroganz
    • Veit Kolbe besucht die verstorbene Schwester Hilde auf dem Friedhof und bricht anschließend für die Musterung auf zur Kaserne. Der diensthabende Arzt schätzt den Protagonisten als „feldtauglich“ (S. 220, Z. 25) ein, woraufhin Veit fordert, „einem Facharzt vorgeführt“ (S. 27) zu werden. Für den folgenden Tag erhält der junge Kolbe nach langer Diskussion mit dem Arzt einen Termin bei einem Facharzt
    • Vor der Kaserne trifft Veit auf Hupferl Gmoser, der ebenso wie ehemals Hilde an Schwindsucht leidet. Gmoser empfindet seine Erkrankung als „Ballastexistenz“ (S. 222, Z. 15) für den Staat, woraufhin ihn der Protagonist versucht, mit den Worten „du versäumst nicht viel“ (S. 220, Z. 13) zu trösten
    • Die Begegnung mit Hupferl erinnert Veit an Hilde, und wie sie ihm als Bruder bei einem Besuch gegenüber sagt „ich habe mich sehr auf dieses Stelldichein gefreut“ (S. 223, Z. 7). Das Wort „Stelldichein“ (S. 223, Z. 7) hinterlässt bei Veit einen bleibenden Eindruck, da er den Begriff nur im Zusammenhang „mit Liebenden in Verbindung brachte“ (S. 223, Z. 10)
    • Wieder daheim verfasst Veit einen langen Brief an Margot, den er als eine Art „Liebeserklärung“ (S. 224, Z. 14) formuliert
    • Beim erneuten Arztbesuch am nächsten Tag wird der Protagonist als nicht-feldtauglich vom Facharzt eingestuft, und obwohl er erleichtert darüber ist, nicht erneut den Militärdienst antreten zu müssen, empfindet er dennoch seinen kranken Körper als sehr deprimierend. Einzig der Gedanke an Margot vermag ihn etwas aufzuheitern. Bei seiner Rückfahrt nach Mondsee legt Veit ab Bad Ischl die letzten Kilometer zu Fuß zurück und Margot tritt ihm bereits freudig entgegen

17. Kapitel

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    • Seite: 230-244
    • Ort: Wien, Schwechat
    • Zeit: Hochsommer 1944
    • Personen: Kurt Ritler

    Inhalt

    ! Perspektivenwechsel: Kurt Ritler verfasst mehrere Briefe an Nanni Schaller.
    • Kurt ist untröstlich, dass Nanni von zu Hause fortgelaufen ist. Er hatte ursprünglich geplant, über Ostern nach Schwarzindien zu kommen, jedoch erzählt Ferdls älterer Bruder, der Ort sei überall von Polizeikontrollen besetzt
    • Das Verhältnis zu seinen Eltern beschreibt Kurt als schwierig. Seine Mutter schimpft des Öfteren mit ihm und er findet keine gemeinsamen Gesprächsthemen mit seinem Vater und seiner Mutter
    • Zusammen mit seinem Freund Ferdl arbeitet der junge Mann in den Baracken in Schwechat am „Horchgerät“ (S. 241, Z. 19) und dieses Mal fällt der Abschied von Frau Ritler nicht sehr herzlich aus
    • Kurt erzählt Nanni, dass sich ihre Mutter in einem bedenklichen Zustand befindet und Einsamkeit sowie Traurigkeit ihren Alltag bestimmt. Seiner Meinung nach sind die Amerikaner „schuld“ an der Zerstörung durch die zahlreichen Bombenangriffe
    • Der Cousin vermisst seine Nanni und hört inzwischen nachts Stimmen, unter welchen er Nanni zu hören glaubt. Wenn Kurt die „Freundinnen der Kameraden“ (S. 238, Z. 9) sieht und wie „sie einander küssen“ (S. 238, Z. 10), fehlt ihm seine Cousine am meisten. Er bittet Nanni, wieder heimzukehren
    • Mit Nannis Mutter verbringt Kurt immer mehr Zeit, die Gegenwart des jeweils anderen empfinden die beiden als Trost spendend. Tatsächlich pflegt der junge Ritler derzeit ein besseres Verhältnis zu Frau Schaller als zu seiner eigenen Mutter. Auch Nannis Mutter scheint der Kontakt zu Kurt gut zu tun, es geht ihr nämlich inzwischen bereits besser
    • Dafür, dass Kurt in der Karwoche mit seinem Freund Ferdl nicht nach Schwarzindien gekommen ist, um Nanni zu besuchen, entschuldigt er sich
    • Die Ungewissheit über Nannis Aufenthaltsort quält Kurt. Er endet seinen letzten Brief im Kapitel mit den Worten „am Ende ist alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.“ (S. 244, Z. 21f)

18. Kapitel

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    • Seite: 245-263
    • Ort: Budapest
    • Zeit: 29. Februar 1942 bis 29. Februar 1944
    • Personen: Oskar Meyer, Sándor Onkel

    Inhalt

    ! Perspektivenwechsel: Oskar Meyer schreibt Briefe an Jeanette. Am Ende des Kapitels dann verfasst der Sándor Onkel ein finales Schreiben an Jeanette.
    • Oskar berichtet, dass er und seine Frau Wally mit ihrem Sohn Georgili von Wien nach Budapest geflüchtet sind. Dort ziehen sie bei dem gastfreundlichen Polen István ein. Das Paar genießt die Schönheit und den Frieden in der ungarischen Hauptstadt
    • Mithilfe Istváns beschaffen sich Oskar und Wally Meyer Pässe. Oskars Alter über 50 Jahre im Pass übersteigt die Altersobergrenze, um in den Krieg eingezogen werden zu können
    • Meyers zweiter Sohn Bernili befindet sich im englischen Bath und lebt in der Familie des „Ortsleiters der Baden-Powell-Scouts“ (S. 248, Z. 7f). Dort verbringt der ältere Sohn Oskar und Valerie Meyers eine glückliche Zeit
    • Zwischendurch wird Georgili scharlachkrank und Oskar übt zahlreiche Berufe aus, bevor er „bei Tungsram im Rohstofflager“ (S. 250, Z. 5f) eine Anstellung findet.
    • Das Leben im Untergrund gestaltet sich für Meyers in Budapest „immer schwieriger“ (S. 252, Z. 5): Durch vermehrte Polizeikontrollen sehen sich Oskar und Wally gezwungen, möglichst bald weiter zu flüchten
    • István muss flüchten, da die Lage insbesondere für Polen immer brenzliger wird und die Meyers sind in Zukunft auf sich selbst gestellt. Seinen Job in der Fabrik hat der Familienvater Meyer mittlerweile verloren und die dreiköpfige Familie ist kaum in der Lage, sich zu ernähren
    • Zufällig trifft Oskar auf einen ehemaligen Bekannten aus Wien, Berl Feuerzeug, dem es jedoch bedeutend besser zu gehen scheint als Meyer und seiner Familie. Grund dafür ist, dass Feuerzeug „arische Papiere“ (S. 257, Z. 27) besitzt und sich deshalb sicher fühlt
    • Der 16. Juli 1944 ist der Tag, an dem Oskars Ehefrau Wally mit ihrem Sohn Georg verschwindet. Verzweifelt über das plötzliche Verschwinden seiner Familie und in großer Sorge um seine Frau und seinen Sohn, verliert Oskar langsam aber sicher seinen Lebenswillen
    • Der finale Brief im 18. Kapitel wird von Sándor Onkel geschrieben. In dem Schreiben berichtet Sándor von dem Verschwinden Valeries und Georgs und teilt der Adressatin Jeanette außerdem mit, dass auch Oskar seit dem unauffindbar sei. Am Ende erwähnt der Onkel noch, „endlich ist Debrezen gefallen.“ (S. 263, Z. 25)

19. Kapitel

    Infos

    • Seite: 264-278
    • Ort: Darmstadt
    • Zeit: 1944
    • Personen: Lore Neff

    Inhalt

    ! Perspektivenwechsel: Lore Neff schreibt an ihre Tochter Margot in Mondsee.
    • In seinem ersten Brief erzählt Lore, dass Darmstadt inzwischen zu „99 % kaputt“ (S. 264, Z. 3) ist und berichtet, sie sei noch am Leben
    • Mittlerweile werden laut Margots Mutter 22 000 Opfer in Darmstadt gezählt. Aus ihrer Familie traf es Tante Emma und Onkel Georg, die jedoch bisher noch verschollen und möglicherweise verschüttet sind
    • Lore Neff befürchtet, dass ihre Briefe ihre Tochter in Mondsee nicht erreichen und aufgrund dessen wiederholt sie in einem weiteren Brief, dass es gut um ihre Gesundheit steht
    • Durch den ständigen Alarm ist es Lore verwehrt, ausreichend Schlaf zu erhalten. Überall bricht der Notstand aus, Hungersnot plagt die Stadt und nach einem kurzen Aufenthalt wird Vater Neff wieder von einem Militärfahrzeug zur Bahn [und wieder an die Front] gebracht (S. 268, Z. 15)
    • Die von Margot angeforderten Waren wie beispielsweise „Klämmerchen“ (S. 272, Z. 20f) und „Schuhcreme“ (S. 272, Z. 25) muss die Mutter ihrer Tochter verwehren, da ihnen selbst nichst mehr geblieben ist
    • Lore Neff ist schockiert mit welcher Selbstverständlichkeit ihre Töchter Margot und Bettine Güter von ihrer Mutter erwarten

    20. Kapitel

      Infos

      • Seite: 279-292
      • Ort: Mondsee
      • Zeit: Mitte Juli - September 1944
      • Personen: Veit Kolbe, Margot, die Polin, Trude Dohm, die Lagerlehrerin Bildstein

      Inhalt

      • Ein schweres Unwetter beschert den Bauern in Mondsee Sorgen um ihre Ernte
      • Während sich Margots Ehemann immer noch regelmäßig meldet und sich nach seiner acht Monate alten Tochter erkundigt, führen Veit und Margot ihre Affäre weiter fort. Die Liaison der beiden wird vom Ort nicht unkommentiert gelassen und hinter ihrem Rücken sprechen die Bewohner davon, dass sich Veit „im Bett der Darmstädterin vor dem Feld der Ehre drücken möchte“ (S. 281, Z. 11f)
      • Die Sommerhitze in Mondsee ist streckenweise unerträglich, lässt aber das Obst und Gemüse gut gedeihen
      • Veits Onkel Johann leidet unter einer Lungenkrankheit und verliert ganze „achtzehn Kilo“ (S. 284, Z. 4) Gewicht
      • Die Befürchtung, dass die Beziehung zu Margot spätestens nach der Rückkehr ihres Mannes ein jähes Ende finden wird, verstärkt die Angstzustände des Protagonisten wieder zunehmend
      • Nanni Schaller bleibt nach wie vor unauffindbar und auch von Kurt Ritler „war kein Brief mehr [nach Mondsee] gelangt“ (S. 288, Z. 13f)
      • Als im Spätsommer die Nachricht im Radio kommt, Darmstadt sei vollständig zerbombt worden, bricht Margot zusammen und erst Tage später erholt sie sich etwas von der Kunde darüber, dass es ihre Heimat nun nicht mehr gibt

    21. Kapitel

      Infos

      • Seite: 293-303
      • Ort: Mondsee
      • Zeit: Herbst 1944
      • Personen: Veit Kolbe, Robert Raimund Perttes

      Inhalt

      • Der Brasilianer Robert kehrt aus seiner sechsmonatigen Haft zurück nach Mondsee
      • Veit besucht den heimgekehrten Häftling in seinem Garten und Robert berichtet von den unmenschlichen Zuständen im Gefängnis. Für den Brasilianer sind die durch den Krieg verursachten Zustände der Waffengewalt und „Tötung mit Hilfe von Maschinen“ (S. 298, Z. 4f) schlimmer als die Armut in seiner Wahlheimat. Ihm fehlen die „stillen, träumerischen, sinnlichen Menschen“ (S. 298, Z. 9) aus Brasilien. Robert ist sich sicher, dass „die ganze Deutsche Verbrechergesellschaft vor die Hunde gehen wird“ (S. 299, Z. 25ff)
      • Robert erzählt Veit von seinen Fluchtplänen, welche er in zwei Jahren durchführen will
      • Ab und an überkommem den jungen Kolbe Schuldgefühle wegen seines Nichtstuns, und er befürchtet, diese Faulheit würde ihn irgendwann einholen. Doch er genießt die Ruhe an Margots Seite auch, sodass diese Gedanken immer wieder verfliegen

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