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Harry Hallers Aufzeichnungen

Bei den Aufzeichnungen von Harry Haller erinnert sich der Ich-Erzähler rückbesinnend, in chronologischer Reihenfolge an seine eigenen Erlebnisse. Dies wird durch den einheitlichen Gebrauch des Präteritums deutlich. Während das Vorwort allerdings distanziert verfasst war, liegt bei den Aufzeichnungen trotz des Präteritums kaum Distanz zum Geschehen und zu Hallers Gedanken vor. Es gibt keinerlei Elemente, die auf den Gestus des Erzählens hinweisen. Stattdessen wird durch Elemente wie Ausrufe oder rhetorische Fragen Spannung aufgebaut. Außerdem wird die beschreibende Art der Ich-Erzählung nach und nach von szenischen Elementen und Monologen unterbrochen. Harry Haller erlebt in den Aufzeichnungen scheinbar alles noch einmal, anstatt zu reflektieren.
Passend zu Harry Hallers Gelehrten-Status sind die Aufzeichnungen in gehobener Sprache verfasst. Es gibt viele lange, verschachtelte Sätze. Außerdem spiegeln der pathetische Stil und die emphatische Sprache Hallers seelisches Leiden und sein Streben nach großen Emotionen wider. Durch den häufigen Gebrauch von Adjektiven werden bildhafte Eindrücke vermittelt. Wiederholungen im Text verdeutlichen die Nachdenklichkeit von Haller. Ausrufewendungen zeigen Hallers emotionale Art. Bei der Beschreibung des Magischen Theaters unterstützen Enumerationen (Aufzählungen) mit Wortneuschöpfungen wie „geschnickelt, geschnackelt, spektakelt“ (S. 265) die Unwirklichkeit des Geschehens.

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