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Rezeption

Lob

  • Das Werk Peter Schlemhils wundersame Geschichte aus der Feder Chamissos wird nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1814 innerhalb kürzester Zeit weltberühmt, da es damalige aktuelle und zeitgemäße Themen auf gesellschaftlicher, politischer und sozialer Art darstellt und zum Teil auch kritisiert.
  • Der Erfolg macht Peter Schlemhils wundersame Geschichte zu einem Klassiker der deutschen Sprache.
  • Die Geschichte Schlemhils fügt sich optimal in den gesellschaftlichen Diskurs ein. Die lesenden Bürger der Gesellschaft nach 1800 fühlen sich in ihren Sorgen und Gedanken verstanden.
  • Es folgen zahlreiche Nachbildungen und Fortsetzungen des Werks. Ebenfalls existieren zahlreiche Ausgaben unterschiedlicher Art. Dazu gehören auch Ausgaben mit Illustrationen oder Hörspiele. Ebenfalls wird das Werk künstlerisch durch Kupfer- und Holzstiche oder Zeichnungen umgesetzt.
  • Heutzutage gilt das Werk weiterhin einerseits als unterhaltsam und vielschichtig, andererseits heute noch äußerst aktuell, da es wichtigen sozialethischen Themen (z. B. Geld und Moral) Bedeutung zuschreibt.

Kritik

  • Kritik äußert unter anderem der Schriftsteller Kurt Tucholsky, indem er betont, dass die eigentlich wichtigen autobiografischen Hintergründe von Chamisso im Werk weniger ans Licht kommen.
  • Außerdem lässt der Schluss Fragen offen, da er absurd und unpassend scheint.
  • Weiterhin werden viele Passagen im Werk nur ungenau erklärt. Der Handlungsvorgang wirkt dadurch an vielen Stellen thematisch nicht vielschichtig und eher flach.
  • Andere Kritiker sprechen von einem nicht besonderen formalen Stil Chamissos.
  • Zuletzt bleibt die Frage nach der Gattung ungeklärt, denn der eigentlich märchenhafte Charakter des Werks stimmt weder mit der Seitenanzahl noch mit dem komplizierten und umfangreichen Charakter überein. Ein typisches Märchen zeichnet sich durch einen kurzen Text und einen einfachen Handlungsvorgang aus.

Erfolge

  • Das Motiv des Schlemhils und des Schattens bilden zahlreiche Vorlagen für die Entstehung anderer Werke, wie es unter anderem bei den Autoren E.T.A Hoffmann und Hans Christian Andersen (Der Schatten) der Fall ist, in denen man derartige Hinweise findet, die auf Peter Schlemhils wundersame Geschichte zurückzuführen sind.
  • Im Jahr 1908 wurde die Oper Peter Schlemhil im Staatstheater Stuttgart aufgeführt.
  • Auch das Wiener Theater der Jugend nimmt das Stück in sein Repertoire auf.
  • Im Jahr 1967 wird Chamissos Werk als Fernsehfilm für den ZDF verfilmt.

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