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Inhaltsverzeichnis

Siebtes Kapitel

Im siebten Kapitel geht es darum, wie der Erzähler schon vom Leben mit Marie träumt. Doch die geplatzte Abfahrt des Arztes zerstört alles.

Erster Abschnitt

Infos

  • Seite: 186 - 188
  • Zeit: Januar 1941
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Am 2. Januar traf der Erzähler den Arzt das letzte Mal bei den Binnets
  • Der Arzt gab dem Jungen ein Abschiedsgeschenk, das dieser aber mürrisch ignorierte
  • Der Arzt lud den Erzähler zum Abschied in die Pizzeria ein, woraufhin dieser realisierte, dass sein Rivale tatsächlich endlich abfahren würde ohne Marie
  • Der Arzt flehte ihn an, für Marie schnellstmöglich die Reisepapiere zu beschaffen, und merkte an, dass sie nie den Entschluss fassen würde, zu bleiben; der Erzähler fühlte sich dabei in seinen Träumen ertappt und wurde eifersüchtiger denn je auf den klugen Arzt
  • Als dieser weg war, weinte der Junge so sehr, dass der Erzähler ihn nicht beruhigen konnte; der Junge schrie ihn an, dass alle zum Teufel gehen sollten
  • Georg Binnet kam dazu, blätterte konzentriert in dem geschenkten Buch und lockte den Jungen damit aus seiner Wut heraus
  • Der Erzähler war neidisch darauf, dass Georg so ruhig und gelassen und vor allem zu Hause war

Zweiter Abschnitt

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  • Seite: 188 - 190
  • Zeit: Januar 1941
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Beim Treffen abends war der Erzähler zunächst aufgeregt, doch dann lief der Abschied besser als erwartet
  • Er erkannte sogar, warum Marie der Ruhe des Arztes erlegen war und bewunderte diesen dafür, dass er wirklich alles für seine Abfahrt getan hatte
  • Ob Marie der Abschied Schmerz oder Erleichterung bereitete, konnte der Erzähler nicht erkennen
  • Im Hotel des Arztes half der Erzähler noch, Koffer zu packen
  • Da der Arzt nicht mit Marie allein sein wollte, öffnete er eine Flasche Rum, aus der sie zu dritt tranken
  • Um fünf Uhr morgens kam das Taxi für den Arzt, auch jetzt schien Marie heiter zu sein
  • Als der Erzähler Koffer einlud, hatte der Arzt doch noch drei Minuten mit Marie alleine zum Abschied
  • Der Erzähler rauchte nach der Abfahrt des Arztes und ging wieder hinauf zu Marie

Dritter Abschnitt

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  • Seite: 191 - 193
  • Zeit: Januar 1941
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Marie saß zusammengekauert und mit den Händen vor dem Gesicht in der Ecke des Hotelzimmers
  • Der Erzähler erkannte, dass sie Liebeskummer hatte und diesen erst verarbeiten muss
  • Er schmiedete aber schon Pläne, dass sie mit ihren Sachen zu ihm ins Hotel ziehen würde und war sich sicher, dass sie mit ihm zusammenkommen würde
  • Der Erzähler gibt rückblickend zu, dass er keine Ahnung hat, was Marie damals dachte
  • Um Marie nicht allein zu lassen, blieb er bei ihr, starrte aus dem Fenster und sehnte sich erstmals in seinem Leben nach einem gewöhnlichen Dasein mit einer Frau
  • Mitten in diese Träumerei fuhr ein Auto vor dem Hotel vor und der Arzt stieg mit seinem Gepäck aus
  • Marie sprang erfreut auf und wartete mit leichtem Spott auf den Arzt, dieser aber ignorierte sie beim Eintreten und ärgerte sich nur über seine ruinierte Abfahrt
  • Die Militärkommission hatte die Kabinen auf dem Schiff für Offiziere beschlagnahmt; hätte der Arzt keine Kabine gebucht, wäre er weggekommen; jetzt fürchtete er, in Marseille zu sterben
  • Marie blickte den Arzt unentwegt an und der Erzähler verließ den Raum, um im Treppenhaus zu fluchen

Vierter Abschnitt

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  • Seite: 193 - 202
  • Zeit: Januar 1941
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler war ratlos, was er mit seiner Zeit jetzt anfangen sollte; alles kam ihm sinnlos vor
  • Ziellos lief er zu den Binnets, doch Georg war arbeiten und Claudine mit Kochen beschäftigt
  • Er rief nur dem deprimierten Jungen zu, dass sein Arzt zurück sei und fragte Claudine, ob sie nie Angst hätte, dass Georg irgendwann weglaufen würde; sie rief ihm hinterher, dass sie ihren Jungen habe
  • Der Erzähler fuhr dann in die Berge zu der Herberge von Heinz, erfuhr aber von der Wirtin, dass er bereits abgereist war
  • Dass Heinz ohne Abschied gegangen war, kränkte ihn und er wollte es nicht glauben
  • Auf der Suche nach Heinz lief der Erzähler ins Reisebüro, wo er wieder den schicken, kahlköpfigen Mann traf
  • Der gelangweilte Korse am Tresen rief ihn zu sich und erklärte ihm, wo der Portugiese sei, den er suchte
  • Plötzlich hatte der Erzähler es eilig, diesen zu finden, um sich nach Heinz zu erkundigen
  • Der Mann berichtete ihm, dass Heinz nach Oran gebracht worden war und von dort nach Lissabon reisen wollte
  • Er führte den Erzähler zu einem Mann, der bei der Reise dabei war, dieser aber hatte keine Details
  • Danach vertrödelte der Erzähler einige Stunden in der Innenstadt und dachte wie schon den ganzen Tag weiter an sein Unglück
  • Er beschloss spontan, Nadine auf ihrem Weg abzufangen und war erleichtert, dass sie sich über seinen Anblick freute
  • Sie berichtete ihm, dass ihr Offizier überraschend nach Martinique abfahren musste und sie froh darum sei, weil er ihr auf die Nerven gegangen war
  • Nadine lud ihn zu sich ein, präsentierte all die Dinge, die ihr Offizier ihr gekauft hatte und bekochte den Erzähler üppig
  • Als sie ihn nach Abfahrtsplänen fragte, winkte er ab
  • Mitten in der Nacht lag er immer noch wach neben ihr; als er zum Fenster ging, meinte Nadine nur, er solle nicht traurig sein, es lohne sich nie

Fünfter Abschnitt

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  • Seite: 202 - 209
  • Zeit: Januar 1941
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • In den folgenden Tagen wollte der Erzähler niemanden sehen und versteckte sich in Ecken von Cafés hinter seiner Zeitung
  • Als ihm langweilig wurde, ging er zu den Binnets, bereute es aber schnell, da der Arzt dort war
  • Der Arzt begrüßte ihn erfreut und teilte ihm mit, dass Marie sich Sorgen mache
  • Seine Ausrede, er sei mit seiner Transitsache beschäftigt, bereute er sofort, als Nachfragen kamen
  • Außerdem ignorierte der Junge ihn jetzt genau wie den Arzt, weil er erkannte, dass sie beide ihn verlassen werden
  • Der Arzt erzählte, dass er Vorzugsplätze auf dem nächsten Schiff bekommen habe, und bat den Erzähler, Maries Visum zu besorgen
  • Der Erzähler erklärte, dass er dazu keine Lust mehr hätte und Marie die Papier allein abholen könne
  • Ohne die höfliche Entschuldigung des Arztes anzunehmen für die Unannehmlichkeiten ging der Erzähler 
  • Er wollte den Abend im Hotelzimmer verbringen, wurde aber von der Wirtin aufgehalten, die ihm die Karte eines Franzosen gab, der nach ihm gesucht hatte
  • Der Erzähler kannte den Namen Emile Descendre nicht und ärgerte sich über den vermeintlichen Irrtum
  • Wenig später klopfte es und der Mann kam herein, begrüßte ihn als Herrn Weidel und betonte, dass er ihn endlich sehen wollte, da er dem Schriftsteller die Flucht nach Marseille ermöglicht habe
  • Der Erzähler war ratlos und erstaunt, weil er nicht wusste, woher Weidel und der Mann sich kannten
  • Er brachte den Franzosen geschickt dazu, zu reden und erfuhr, dass er über Paul, Marie, das Konsulat, das Reisebüro, den Portugiesen und schließlich Nadines Kolleginnen an seine Adresse gekommen war
  • Der Mann wollte Spesen von Weidel, weil er ihm über Paul in Paris den Brief von Marie zugestellt hatte
  • Um ihn loszuwerden, bezahlte ihm der Erzähler alles, was er wenige Tage zuvor für den armen Weidel geschenkt bekommen hatte
  • Der französische Geschäftsmann ahnte nichts vom Schwindel um Weidel, war trotz der niedrigen Summe einverstanden und bot dem Erzähler sogar seine Hilfe bei der Visa-de-sortie an

Sechster Abschnitt

Infos

  • Seite: 209 - 211
  • Zeit: Januar 1941
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler lauschte in einem Café der Erzählung über einen Mann, der nach seiner Flucht an der spanischen Grenze Selbstmord begangen hatte, weil er zurück nach Frankreich geschickt werden sollte; der Erzähler konnte das nicht nachvollziehen
  • Dann erblickte er erstmals seit der Rückkehr des Arztes Marie, die wieder suchend draußen umherlief
  • Er ahnte, dass sie nach ihm suchte und versteckte sich daraufhin; als sie ins Café kam, lief er heimlich nach draußen
  • Er malte sich aus, dass sie ihn ewig suchen und dadurch an ihm hängen würde; er plante sogar, wie sie in ein anderes Land abzufahren und dann dort erst vor ihr aufzutauchen

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