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Inhaltsverzeichnis

Abschnitt 3

Der dritte Abschnitt behandelt den Umgang der Marquise mit ihrer ungewollten Schwangerschaft. Nachdem sich ihre Familie aus Gründen der gesellschaftlichen Achtung von ihr abwendet, ist sie entschlossen, den Vater des Kindes zu finden.

Die Marquise wird verbannt

Infos

  • Seiten: 29-31
  • Zeit: Jahr 1799
  • Ort: Stadt "M..."
  • Personen: Marquise Julietta von O..., Frau von G..., Herr von G..., der Forstmeister

Inhalt

  • Frau von G... informiert ihren Mann über die Schwangerschaft der Marquise.
  • Über die Bediensteten des Haushalts bekommt die Marquise die Information, dass sie tatsächlich aus der Stadtwohnung verwiesen wird und die eigenen Eltern den Kontakt mit ihr brechen werden.
  • Die Marquise bricht weinend vor den Gemächern ihres Vaters zusammen, als sie vor ihn tritt, jagd der Vater sie in einem wahnähnlichen Zustand mit einem Pistolenschuss aus seinem Haus.
  • Von dieser Reaktion ist die Marquise so erschüttert, dass sie fluchtartig den Raum verlässt; den Dienstboten weißt sie an, ihre Kutsche bereit zu machen, ihre Kinder kleidet sie in aller Eile an.
  • Der Forstmeister, ihr Bruder, überbringt ihr im Hinausgehen einen letzten Befehl des Vaters: Sie soll ihre Töchter in der Wohnung bei den Eltern zurücklassen.
  • Auf diese Forderung reagiert die Marquise mit Trotz, sie würde eher sterben als ihre Kinder zu verlassen.
  • Nach diesem Zwischenfall verlässt die Marquise die Wohnung und fährt mit ihren Kindern auf den Landsitz in V....
  • Dort angekommen ordnet die Marquise ihre Gedanken, sie ist stolz auf ihren Sieg über ihren Bruder, der ihre Kinder nehmen wollte, und versucht, mit ihrer ungewollten Schwangerschaft zurecht zu kommen. Dabei hört sie tief in sich hinein und findet Ruhe und Ausgeglichenheit.

Die Suche nach dem Kindsvater

Infos

  • Seiten: 32-38
  • Zeit: Jahr 1799
  • Ort: Stadt "M..."
  • Personen: Marquise Julietta von O..., Frau von G..., Herr von G..., der Forstmeister, Graf F...

Inhalt

  • In der Zeit der Abgeschiedenheit wird der Marquise auch bewusst, dass sie zum dritten Mal Mutter werden wird. Sie richtet die Kinderzimmer ihres Landsitzes neu ein und strickt Socken für ihr Ungeborenes.
  • Durch ihre neugewonnene Freiheit (symbolisiert durch die Auflehnung gegen die männlichen Mitglieder ihrer Familie) beginnt die Marquise, selbstständig und unabhängig von gesellschaftlichen Zwängen zu denken.
  • Dennoch wird ihr bewusst, dass die Reputation ihres ungeborenen Kindes unter der Situation leiden wird. Denn als Nachkomme unverheirateter Eltern würde das Kind nicht nur als Bastard sondern auch als Außenseiter der Gesellschaft gelten.
  • Durch ihr Kind ist sie dem Zwang der Gesellschaft also dennoch unterworfen und sie entschließt sich, die Zeitungsannonce aufzugeben, die zu Beginn der Erzählung erwähnt wird. Darin bekräftigt sie, den unbekannten Vater ihres Kindes heiraten zu wollen, wenn er sich bei ihr meldet.
  • Der Graf besucht nach seiner mehrwöchigen Dienstreise das Haus des Kommandanten: er möchte den Antrag wiederholen und die Marquise ehelichen.
  • Von Scham über seine Tochter erfüllt, verlässt der Vater das Haus und so ist es am Bruder der Marquise, deren Schwangerschaft zu offenbaren.
  • Der Bruder ist überrascht, das der Graf trotz der Schwangerschaft gewillt ist, an den Verlobungsplänen festzuhalten, denn er glaubt an ihre Unschuld.
  • Der Graf reitet noch am selben Tag zum Anwesen der Marquise und macht ihr in ihrem Garten neben zahlreichen Bekundungen seiner aufrechten Gefühle ihr gegenüber einen erneuten Heiratsantrag.
  • Die Marquise verneint den Antrag, obwohl offenbar wird, dass auch sie dem Grafen zugetan ist. Sie will nicht wissen, weshalb der Graf sie so dringend heiraten möchte, und flieht zurück in ihr Haus.
  • Der Graf reist schweren Herzens zurück in die Stadt M..., wo er in einer Kneipe auf den Bruder der Marquise stößt. Von ihm erfährt er von der Zeitungsannonce der Marquise und ist merklich erleichtert über diese Nachricht - ein Grund für seine positive Reaktion wird an der Stelle vom Autor noch nicht geliefert.
  • Der Forstmeister ist erneut überrascht von der Reaktion des Grafen, er stellt dessen klaren Verstand und sein Urteilsvermögen infrage; allerdings kann er den Grafen nicht davon abhalten, weiter an eine Ehe mit der Marquise zu glauben.
  • Im Elternhaus der Marquise bereut Frau von G... die Verstoßung der Tochter. Sie klagt ihren Gatten an, mit dem Pistolenschuss und der Aufforderung, die Enkelkinder zurückzulassen, überreagiert zu haben. Der Vater will aber nichts von einem Fehlverhalten wissen.
  • Auch, als die Annonce der Tochter in der Zeitung erscheint, will Herr von G... trotz guten Zuredens der Mutter seine Tochter nicht wiedersehen. Die Mutter ist mittlerweile eher bereit, der Tochter zu verzeihen und ihr sogar zu glauben.
  • Im nächsten Tagesblatt sind die Eltern erstaunt darüber, dass jemand öffentlich auf die Annonce der Marquise geantwortet hat.
    • Mit dem Schuldeingeständnis eines Fremden, der Vater des Ungeborenen zu sein, ist die bisher unglaubwürdige Behauptung der Marquise plötzlich untermauert.
  • Der Vater reagiert mit einer Flucht aus der Situation, er verlässt den Raum; die Mutter ist bereit, der Tochter zu vergeben.

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