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Inhaltsverzeichnis

Kap. 17 - 22

In Kapitel 17 wird Mia bei Gericht zum Strafprozess vorgeladen und trifft dort auf Rosentreter, der beginnt, sie als Rechtsanwalt zu verteidigen.

Kapitel 17 - Keine Güteverhandlung

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  • Seite: 66 - 69
  • Zeit: Zwei Tage nach Mias Klärungsgespräch
  • Ort/Quelle: Gerichtssaal
  • Personen: Mia, Sophie, Bell, Rosentreter

Inhalt

Es ist einer der seltenen Tage, an denen Sophie ihren Beruf hasst. Sie eröffnet die Verhandlung zum Fall Mia Holl wütend mit den Worten: „Wollen Sie mich eigentlich verarschen?“ Mia ist nur zwei Tage nach ihrem Klärungsgespräch wegen Missbrauchs toxischer Substanzen zum Strafprozess vorgeladen, obwohl sie Sophie versprochen hatte, sich nichts zuschulden kommen zu lassen. Mia würde gerne die richtige Antwort geben, erkennt aber schockiert, dass sie diese zum ersten Mal in ihrem Leben nicht kennt. Sie erklärt, dass Moritz das Rauchen einer Zigarette als Zeitreise beschrieben hat und sie versucht hat, ihm dadurch näher zu sein. Indem sie nun vor Sophie sitzt wie er damals, sei sie Moritz näher gekommen, als sie erwartet hatte. Sophie wirkt daraufhin leicht besänftigt, unterbricht die Verhandlung und bestellt Mia aus Mitleid einen Pflichtverteidiger. Wegen Missachtung der Verwarnung bekommt Mia allerdings eine Geldstrafe verhängt. Als die Verhandlung geschlossen ist, stellt sich Rosentreter als Mias neuer Anwalt vor.

Kapitel 18 - Ein netter Junge

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  • Seite: 70 - 76
  • Zeit: Nach Mias Verhandlung
  • Ort/Quelle: Gerichtssaal
  • Personen: Mia, Rosentreter

Inhalt

Rosentreter spricht Mia sein Beileid aus und erklärt ihr, dass er ihre Haltung bewundert. Als Mia das Kompliment skeptisch abwehrt, beteuert Rosentreter, dass es sich bei allem hier nur um bürokratische Abläufe handle, die mit ihr persönlich nicht viel zu tun hätten. Außerdem erzählt er Mia, dass er durch die Prüfung der Methodenschutzberichte ihren Bruder virtuell gekannt hat, da dieser vom Methodenschutz beobachtet wurde. Mia kann das nicht glauben, weil Moritz zwar Freigeist war, sich aber nie einer Gruppe angeschlossen hätte. Rosentreter stimmt Mia zu, weist sie aber darauf hin, dass das Rechtssystem manchmal überempfindlich sei und nun auch ihr Fall eine methodenschutzrechtliche Bedeutung hätte. Mia kann mit Rosentreters liebenswerter, tölpelhafter Art nichts anfangen und hält ihn für unprofessionell. In ihrer Situation gibt sie ihm aber eine Chance und fragt ihn nach seiner Strategie. Er will ihre Geldstrafen anfechten und verhindern, dass sie für eine schwierige Lebenssituation haftbar gemacht wird. Mia findet das lächerlich und glaubt nicht an Rosentreters Warnung, dass man sie als Methodenfeindin hinstellen wird. Erst als er ihr erklärt, dass er verhindern möchte, dass weiter auf ihr herumgehackt wird, obwohl sie keine Schuld trägt, unterschreibt Mia die Anwaltsvollmacht.

Kapitel 19 - Wächter

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  • Seite: 77 - 78
  • Zeit: Nach Mias Klärungsgespräch
  • Ort/Quelle: Mias Haus
  • Personen: Mia, Driss, die Pollsche, Lizzie

Inhalt

Als Mia mit einer Einkaufstüte nach Hause kommt, fangen ihre drei Nachbarinnen sie im Treppenhaus ab. Driss rechtfertigt sich dafür, dass sie den Rauch gemeldet hat und Mia doch nur retten wollte. Lizzie und die Pollsche erklären Mia, dass im Wächterhaus nicht denunziert wird und dass sie ihr helfen wollen, damit das Wächterhaus auch eines bleiben kann. Als Mia sich aus Lizzies Griff befreit, stößt sie diese so heftig, dass Lizzie mitsamt den Putzeimern stürzt. Das wirst du büßen, wird Mia da sofort bewusst.

Kapitel 20 - In der Kommandozentrale

Infos

  • Seite: 79 - 82
  • Zeit: Kurz darauf
  • Ort/Quelle: Mias Wohung
  • Personen: Mia, die ideale Geliebte

Inhalt

Ihren Körper hat Mia bisher immer als eine Maschine betrachtet, die reibungslos funktionieren muss. In der letzten Zeit hat sie aber einen Rückstand von 600 Kilometern auf dem Hometrainer angesammelt, gegen den sie nun in die Pedale tritt. Dabei denkt sie an Moritz, an den sie seit seinem Tod so viel wie nie denkt. Mia hat verstanden, dass sie ihrem Kopf keine Befehle geben kann, hofft aber, ihr Leben trotzdem wieder in den Griff zu bekommen. Auch ihre Einkäufe entsprechen wieder den Richtlinien, wie die ideale Geliebte amüsiert feststellt. Mia lässt sich nicht irritieren und erklärt ihr, dass sie jetzt optimistisch denkt und Moritz neu interpretiert. Die ideale Geliebte versucht Mia daher klar zu machen, dass das alles kein Spiel ist und dass weder Rosentreter noch Sport den Riss in Mias Innerem kitten werden. Mia will von diesem Narzissmus und einer faulen Stelle im System nichts mehr hören. Die ideale Geliebte fordert aber, dass Mia sich entscheiden muss, weil Moritz‘ Schicksal entweder nur richtig oder nur falsch sein kann.

Kapitel 21 - Recht auf Krankheit

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  • Seite: 83 - 89
  • Zeit: Am selben Tag
  • Ort/Quelle: Mias Wohung
  • Personen: Mia, die ideale Gliebte, Kramer im TV

Inhalt

Die ideale Geliebte schaltet den Fernseher ein, in dem die Talkshow Was alle denken läuft. Moderator Würmer hat Kramer eingeladen, um über die R.A.K. zu sprechen, die ein Recht auf Krankheit fordert. Kramer philisophiert darüber, dass die R.A.K.-Anhänger keine Geisteskranken sind, sondern normale, intelligente Menschen, die locker miteinander verbunden sind. Dies mache sie umso gefährlicher für die Methode. Mia will nichts über die R.A.K. hören, die ideale Geliebte aber schaltet nicht aus, weil es um Mias neuen Freund geht. Kramer erklärt im TV weiter, dass Anti-Methodisten einst Anhänger der Methode waren, die aus Unwissenheit zu Zynikern werden.
Als Beispiel nennt er eine 34-jährige Frau, die noch nie körperliches Leid erfahren musste, weshalb sie den Sinn der Methode nicht verstehen kann und in einer emotional schwierigen Situation plötzlich ihre eigenen Bedürfnisse über die der Gemeinschaft stellt. Anstatt an sich zu zweifeln, zweifelt sie an der Methode, löst damit Reaktionen aus, die ihren Zweifeln recht zu geben scheinen und den Wunsch nach Verbindung mit Gleichgesinnten auslösen. Solche Reaktionäre wollen laut Kramer die gesellschaftliche Auflösung, was einem kriegerischen Angriff gleichkommt. Mia schaltet den Fernseher aus und versteht nicht, warum die ideale Geliebte sie fragt, ob sie es begriffen hat. Diese erklärt ihr dann, dass Kramer sie gemeint hat und dass sie sich für eine Seite entscheiden müsse.

Kapitel 22 - Das Ende vom Fisch

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  • Seite: 90 - 97
  • Zeit: Kurz vor Moritz‘ Blind Date mit Sibylle
  • Ort/Quelle: Lichtung am Fluss
  • Personen: Mia, Moritz

Inhalt

Wie jede Woche gingen Mia und Moritz miteinander spazieren. Auf Moritz‘ übliches Drängen hin verließen sie das Hygienegebiet und gingen in den verbotenen Wald an den Fluss. Moritz verurteilte das Nicht-Verlassen des Hygienegebiets als Idiotie. Er wollte angeln, ein Lagerfeuer machen und seinen Fisch grillen. Mia hielt ihn für verrückt, fand ihren Bruder mit seiner Art aber gleichzeitig unwiderstehlich. Als er anfing, ihr über die sexuellen Begabungen seines Blind Dates zu erzählen, hielt sich Mia die Ohren zu. Sie versuchte ihm zu erklären, welchen Sinn und Zweck die Partnerschaftsvermittlung hat und nannte ihn einen vergnügungssüchtigen Egoisten, der nicht wirklich lieben könne.
Mit diesen Worten trat sie den schlimmsten Streit los, den sie je mit Moritz hatte. Sie klang durch ihre Eifersucht offenbar vorwurfsvoller als beabsichtigt. Moritz warf ihr daraufhin vor, dass er ein Mensch sei und sie nicht. Er erklärte ihr, dass der Mensch sein Leben bewusst erfahren müsse - ob durch Schmerzen, Drogenrausch, Höhenflug oder Sex ohne Fortpflanzungsplan. Die Freiheit und Macht über das eigenen Leben bestimmen zu können, sei wahre Liebe.
Mia fühlte sich verletzt und wollte nicht nachgeben. Sie zweifelte Moritz‘ angebliche Freiheit an, die er auf einem Sicherheitsfundament aufgebaut hat. Er hatte als Kind mit sechs Jahren Leukämie, was er nur mithilfe des Gesundheitssystems der Methode überlebt hat. Moritz zweifelte dieses System trotzdem an, fragte, wofür die Sicherheit gut sei, wenn man nur dahinvegetieren darf. Nur wer die Angst vor dem Tod überwindet, könne sich frei für das Leben entscheiden. Für diese Erfahrung sei er der Natur dankbar, weil er echte Empfindungen hat.
Dann erklärte Moritz seiner Schwester, warum er so ernst ist. Er erzählte ihr, dass er abends ein Date mit Sibylle hat und denkt, dass sie die richtige Frau für ihn ist. Mit ihr habe er Worte gewechselt über das Leben und die Methode, die beide hinter Gitter bringen könnten.

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