Elisabeth Piper
Elisabeth Piper ist die Tochter Hannas und Walters. Dass sie von ihrer Mutter Elsbeth und von ihrem Vater Sabeth genannt wird, hat auch symbolische Bedeutung: Beide sehen nicht die ganze Elisabeth, sondern nur einen Teil von ihr, ein Bildnis.
Elisabeth ist eine 20 Jahre alte, lebensfrohe Kunststudentin. In Amerika hat sie ein Semester an der Yale-University studiert und reist nun mit ihrem Freund zurück nach Europa, einem jungen Mann mit Schnauzbart. Auf dieser Schiffsreise von New York nach Le Havre lernt sie auch unwissentlich ihren Vater Walter kennen. Anfangs fühlt sie sich von ihm beobachtet und erwehrt sich seiner Versuche, sie zu filmen. Dennoch küsst sie ihn auf dem Schiff, nachdem er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat.
Offensichtlich fühlt sich Elisabeth von älteren Männern angezogen, denn bereits mit einem Yale-Professor hatte sie eine nicht näher definierte Liebesbeziehung. Ob es allerdings aus ihrem Antrieb zum unwissentlichen Inzest mit ihrem Vater kommt, wie dieser glaubhaft machen will, ist trotzdem zweifelhaft.
Jedenfalls ist „Sabeth“ im eigentlichen Sinne Walters „Hermes Baby“. Hermes, der Gott der griechischen Mythologie, geleitete u. a. die Seelen der Toten in den Hades (= Unterwelt). Analog dazu ist Sabeth Fabers Seselenführerin, denn sie lehrt ihn mit ihrer jugendlichen Unbefangenheit das (Er-)Leben. Dass sie ihm, der Vaterfigur, etwas beibringen kann, freut sie augenscheinlich.
Ihr Tod geht auf eine nichtdiagnostizierte Verletzung zurück, ausgelöst durch ihren Sturz von einer Böschung - nach einem Schlangenbiss war sie vor dem nackten Faber zurückgewichen und dadurch verunglückt. Wie in der griechischen Ödipus-Sage führt der Inzest zur Katastrophe.