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Inhaltsverzeichnis

Bühnenauftritt

Im zweiten, größeren Sinnabschnitt des Werkes dreht sich alles um den unheilvollen Auftritt des Zauberers Cipolla, der schließlich in einer Katastrophe endet.

Erster Abschnitt

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  • Seite: 29 - 38
  • Zeit: Anfang September, 18 Tage nach der Anreise
  • Ort: Torre di Venere, Sala

Inhalt

  • Der Erzähler resümiert, dass er mit seiner Familie besser abgereist wäre, da er dann auch den fatalen Auftritt des Zauberers Cipolla vermieden hätte
  • Er versucht zu erklären, dass Trägheit und Trotz sie dort gehalten haben; die Familie wollte, angespornt von italienischen Bekannten, nach der Ungerechtigkeit nicht das Feld räumen
  • Außerdem vertrat er die Meinung, dass man nicht gehen sollte, nur weil etwas merkwürdig war, denn vielleicht lässt das Leben einen genau daraus etwas lernen
  • Rückblickend weiß der Erzähler, dass die schreckliche Erscheinung Cipollas die Quittung für seine Standhaftigkeit war
  • Während durch die einsetzende Nebensaison viel Gäste abreisten, hoffte die Familie, den Urlaub endlich genießen zu können
  • Im Kreise einiger europäischer Gäste erlebte die Familie, wie die Hitze schwülem Wetter wich
  • Auf Plakaten kündigte sich zu dieser Zeit der Unterhaltungskünstler und Zauberer Cipolla an
  • Auf Drängen der Kinder ließen sich die Eltern von Neugier anstecken und der Erzähler kaufte Eintrittskarten, obwohl er Bedenken wegen der späten Anfangszeit der Show hatte
  • Das Lokal Sala lag im ärmlicheren Teil des Ortes und glich einer Bretterbude mit von Plakaten umrahmtem Eingangstor
  • Nach dem Abendessen machte sich die Familie festlich gekleidet auf den Weg dorthin und nahm in der dritten Bank links Platz
  • Der Erzähler beschreibt, dass der Saal sich nur langsam füllte und anfangs nur die Stehplätze von jungen Fischern und Kellnern besetzt waren
  • Die Kinder, die viele der jungen Männer durch neugierige Gespräche im Urlaub kennengelernt hatten, winkten einigen zu
  • Eine halbe Stunde war bereits vergangen, von Cipolla fehlte jede Spur und der Erzähler bereute bereits, dass er die Kinder so spät zu einer Aufführung mitgenommen hatte
  • Schließlich war ganz Torre anwesend und das Publikum begann voller Spannung zu applaudieren, bis endlich ein Gongschlag die Show eröffnete
  • Auf dem Podium waren eine schwarze Tafel, ein Kleiderständer und ein paar Stühle mit Beistelltisch samt Likörfläschchen zu sehen
  • Dann trat Cipolla unvermittelt auf die Bühne

Zweiter Abschnitt

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  • Seite: 38 - 50
  • Zeit: Anfang September, abends halb zehn Uhr
  • Ort: Torre di Venere, Sala

Inhalt

  • Cipolla kam in eiligem Schritt auf die Bühne, als sei er eben erst angekommen nach weiter Reise
  • Der Erzähler beschreibt Cipolla als älteren Mann mit faltigem Gesicht, schwarzem Schnurrbart und eindringlichen Augen, der in fast schon historischer Abendrobe mit Gehrock und Schärpe dem Klischee des Scharlatans entspricht. Außerdem scheint er gebrechlich zu sein und an einer körperlichen Fehlbildung zu leiden, die er mit einer strengen Art und Selbstgefälligkeit zu kompensieren versucht
  • Cipolla musterte das Publikum, legte derweil seine Handschuhe ab und zündete sich eine Zigarette an, ohne die Gäste zu begrüßen
  • Das Publikum beobachtete ihn, war heiter aber kritsch, und ein junger Mann auf den Stehplätzen provozierte Cipolla, indem er trocken „Guten Abend“ rief
  • Cipolla horchte auf, sprach den hübschen, frechen Burschen mit metallischer Stimme an und erklärte Giovanotto mit leicht aggressivem Ton, dass er ihn längst wahrgenommen habe, da er offenbar ein ganzer Kerl sei, der immer nur tut, was er will
  • Dann führte Cipolla Giovanotto vor, indem er ihn mit stechenden Augen anschaute, auf drei zählte und seine Reitpeitsche durch die Luft pfeifen ließ, sodass der junge Mann dem Publikum die Zunge herausstreckte. Zuvor hatte Giovanotto noch beteuert, dass er das nicht tun wolle
  • Während Giovanotto mit nichtssagendem Gesicht wieder dastand wie zuvor, äffte Cipolla ihn nach und goss sich dann einen Kognak ein
  • Der Erzähler beschreibt, dass die Kinder nichts von den bösartigen Worten verstanden hatten, sondern über die Situation lachten. Er selbst aber tauschte kritische Blicke mit seiner Frau aus
  • Das Publikum ahnte noch nicht, was an diesem Abend auf sie alle zukommen würde und konnte sich Giovanottos Verhalten nicht richtig erklären
  • Cipolla wandte sich dem Publikum zu und erklärte, dass er als Mann mit Eigenliebe keinen Sinn für ironische Sprüche aus dem Volk habe. Das Publikum könne nur einen schönen Abend haben, wenn er einen hätte und das sei meist der Fall. Obwohl er einen Leibesschaden habe, tue er alles, seinen schweren Beruf mit Seele und Geist zu meistern
  • Er betonte, dass er in der Presse als Phänomen bezeichnet wird und sich daher in einem unbedeutenden Ort wie Torre nichts gefallen lassen müsse von einem Weiberhelden
  • Obwohl Cipolla betonte, so selbstbewusst und erfolgreich zu sein, ließ ihn die Frechheit von Giovanotto offenbar nicht los. Er stichelte immer weiter gegen den gutaussehenden jungen Mann, was im Widerspruch zu seiner angeblichen eigenen Bedeutsamkeit stand
  • Dann kündigte er an, das Programm zu starten, nachdem er seinen Gehrock abgelegt hat
  • Dem Publikum hatte er mit seiner Ansprache offenbar imponiert. Der Erzähler nämlich beschreibt, dass die Italiener Menschen achten, die sich elegant und gewählt ausdrücken. Dass Cipolla ansonsten eigentlich so gar nicht dem Typen Mensch entspricht, den Italiener normalerweise sympathisch finden, entging dem Publikum

Dritter Abschnitt

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  • Seite: 50 - 66
  • Zeit: Abend Anfang September, ca. 22 Uhr
  • Ort: Torre di Venere, Sala

Inhalt

  • Cipolla legte Mantel, Schal und Hut ab, was seinen fast kahlen oberen Schädel und die schwarz gewichsten Schläfenhaare sichtbar machte. Obwohl die Frisur lächerlich aussah, trug er sie mit Selbstsicherheit
  • Außerdem konnte das Publikum jetzt erkennen, dass der Zauberer einen Buckel an Hüfte und Gesäß hatte, der seinen Gang grotesk aussehen ließ
  • Cipolla kündigte dann an, den Abend mit Zahlenspielen zu beginnen, woraufhin der Erzähler schon ahnte, dass der vermeintliche Zauberabend keiner werden würde
  • Bei seinem ersten Zahlenspiel schrieb Cipolla verdeckt etwas auf die Tafel, redete dabei unentwegt, lief ins Publikum und forderte zwei junge Männer heraus, auf die Bühne zu kommen und die Rechnung zu lösen
  • Als einer der beiden erklärte, er könne nicht schreiben, war das Publikum belustigt. Cipolla aber empörte sich daraufhin angewidert und verbissen über Torre und stichelte gegen die schlechte Bildung
  • Der lockige, junge Mann vom Anfang hatte inzwischen seine Angriffslust zurück. Er protestierte gegen die gemeinen Witze über seine Heimat und lobte die beiden Jungen als rechtschaffene Männer
  • Das Publikum schaute dem Wortgefecht teils schadenfroh, teils beklommen, aber vor allem gespannt zu. Auch die Kinder des Erzählers hatten Spaß, während er Schlimmes ahnte
  • Cipolla schickte die beiden jungen Männer von der Bühne und wandte sich Giovanotto zu. Höhnisch bezeichnete er ihn als Ehrenmann, woraufhin Giovanotto mit blitzenden Augen ein ernstes Gespräch forderte
  • Cipolla ging auf den Burschen zu, blickte ihn eigentümlich mit brennenden Augen an, redete Giovanotto ein, er hätte Schmerzen von einer Kolik. Plötzlich krümmte sich der Mann und konnte mit der verrenkten Pose erst aufhören, als Cipolla mit seiner Reitpeitsche knallte
  • Giovanotto wusste offenbar nicht recht, wie ihm geschehen ist. Das Publikum applaudierte und der Erzähler war nicht sicher, inwieweit es dabei um echte Bewunderung oder bloßes Taktgefühl ging
  • Nach einem Kognak und einer weiteren Zigarette führte Cipolla sein Zahlenspiel fort. Er ging durchs Publikum und ließ einige Personen Zahlen nennen und an die Tafel schreiben. Viele Zahlen waren bedeutende Daten der italienischen Geschichte, über die sich Cipolla dann ausließ. Nach 15 Zahlen wurden alle addiert und ergaben tatsächlich seine zuvor angeschriebene Summe
  • Cipolla erntete großen Beifall und die Kinder des Erzählers waren überwältigt. Dieser dagegen war besorgt, da es bereits spät war und er ahnte, dass die Kinder sicher nicht freiwillig früher gehen würden, obwohl diese Art von Zauberei definitiv nichts für Kinder war
  • Der Erzähler durchschaute schon, dass Cipolla die Personen gezielt ausgewählt hatte und sie indirekt beeinflusst hat, gewisse Zahlen zu nennen. Außerdem bereitete ihm die gereizte Stimmung Sorge
  • Cipolla machte noch einige Zahlenspiele, bei denen eine Person sogar zugab, dass sie eigentlich eine andere Zahl nennen wollte, bis seine Reitpeitsche geknallt hatte
  • Dem Publikum war Cipolla inzwischen durch seine höhnischen Kommentare unbeliebt geworden, allerdings machte sein unfehlbares Talent bei den Zahlenspielen Eindruck und auch seine Reitpeitsche schien einen Aufstand des Publikums zu unterdrücken

Vierter Abschnitt

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  • Seite: 66 - 75
  • Zeit: Abend Anfang September, nach halb elf Uhr
  • Ort: Torre di Venere, Sala

Inhalt

  • Nach den Zahlenspielen ging Cipolla zu Kartenspielen über, bei denen er in den meisten Fällen triumphierte
  • Ein junger, stolzer Mann meldete sich und wollte im Kartenspiel seine Karten ziehen, ohne sich von Cipolla unterbewusste beeinflussen zu lassen
  • Cipolla ließ sich davon nicht irritieren und erklärte gekonnt, dass Willensfreiheit nicht existiere, da der Wille, sobald er sich auf Freiheit fokussiert, ins Leere läuft
  • Tatsächlich zögerte der junge Mann bevor er eine Karte zog und wollte sofort die Auflösung von Cipollas Karten sehen, der wieder die richtige Karte in den Händen hielt
  • Das Publikum fühlte sich gut unterhalten und klatschte Beifall, als hätte es vergessen, wie unsympathisch Cipolla eigentlich allen war
  • Zwischendurch trank Cipolla viel Likör und rauchte; dem Erzähler kam es vor, als hielte nur das ihn fit genug für seine Kunststücke als Hypnotiseur
  • Danach ging der Zauberer zu Kunststücken über, die auf Intuition basierten und bei denen er Anweisungen blind ausführen musste oder versteckte Gegenstände finden musste, indem er an der Hand eines Zuschauers ging, der an die Aufgabe denken sollte
  • Cipolla begab sich damit in die Rolle des geleiteten Teils, anstatt wie zuvor den Willen anderer zu leiten. Allerdings erklärte er, dass die Fähigkeit, vollkommen zu gehorchen, nötig sei, wenn man befehlen wolle. In ihm würden Wille Gehorsam und Gehorsam Wille
  • Das Publikum wollte Cipolla einerseits scheitern sehen an den Aufgaben, hoffte andererseits aber, dass das Wundersame gelingt
  • Inmitten einer dieser Aufgaben beeindruckte Cipolla alle, weil er über Signora Angioliere wahrsagte, dass sie einst mit einer weltberühmten Künstlerin befreundet war, deren Andenken sie noch heute ehrt

Fünfter Abschnitt

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  • Seite: 75 - 79
  • Zeit: Abend Anfang September, nach elf Uhr
  • Ort: Torre di Venere, Sala

Inhalt

  • Cipolla kündigte eine Pause im Programm an, als es schon weit nach elf Uhr war
  • Der Erzähler gesteht, dass er sich vor diesem Punkt der Geschichte gefürchtet haben
  • In einer Art Selbstgespräch reflektiert er, dass sich sicher alle fragen, warum er mit seiner Familie die Pause nicht genutzt hat, um die Show zu verlassen. Tatsächlich hatte er die Kinder geweckt und genau das angekündigt, sich dann aber von ihrem Widerstand davon abbringen lassen
  • Der Erzähler spricht darüber, dass er damals selbst nicht recht wusste, was er von Cipolla halten sollte und die Kinder allein nicht schuld waren, dass sie geblieben sind
  • Er beschreibt, dass trotz allgemeiner Zweifel im Saal keiner wegging, weil alle doch neugierig und fasziniert waren
  • Der Erzähler erklärt außerdem, dass der Abend mit Cipolla die Personifikation der bisher erlebten merkwürdigen Atmosphäre in Torre war. Da sie trotz all der Anspannung und Ärgernisse zuvor nicht abgereist waren, wäre es seltsam gewesen, im kleineren Rahmen nun die Show zu verlassen
  • Aus angekündigten zehn Minuten Pause wurden annähernd zwanzig Minuten, in denen die Kinder wieder mit ihren Bekannten aus dem Dorf sprachen und scherzten
  • Vor allem das freundliche und melancholische Lächeln von Kellner Mario sollte dem Erzähler in Erinnerung bleiben

Sechster Abschnitt

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  • Seite: 79 - 92
  • Zeit: Abend Anfang September, um Mitternacht
  • Ort: Torre di Venere, Sala

Inhalt

  • Mit einem Gongschlag betrat Cipolla wieder die Bühne. Hatte er im ersten Teil seiner Show seine wahre Kunst noch leicht als Zauberei verschleiert, zeigte er jetzt offensichtlich, dass er ein Hpynotiseur ist
  • Er demonstrierte eine Reihe von Versuchen, in denen er Menschen aus dem Publikum mit Hilfe seiner Reitpeitsche seinen Willen aufnötigte. Obwohl das grotesk und ungeheuerlich war, stand das Publikum im Bann seines selbstbewussten Auftretens
  • Der Erzähler beschreibt, dass Cipolla offenbar nicht nur Unterwerfung wollte, sondern auch Mitgefühl vom Publikum für seine schwere Arbeit. Jedenfalls reagierte er beinahe eifersüchtig, als einige Zuschauer Mitleid hatten mit einem jungen Mann, den Cipolla dazu gebracht hatte, sich wie ein Brett zwischen die Lehnen zweier Stühle zu legen, damit er auf den steifen Körper sitzen konnte
  • Der Erzähler wendet sich an den Leser und entschuldigt sich, dass er in seinem Bericht vorgegriffen hat. Allerdings sei sein Kopf noch immer voller verwirrender Erinnerungen an diesen Abend
  • Er beschreibt, dass Cipolla eine ältere Frau glauben ließ, sie mache eine Reise durch Indien, von der sie dann begeistert erzählte
  • Ein anderer, stattlicher Mann konnte durch Cipollas Beeinflussung seinen Arm nicht mehr heben, obwohl er es offenbar wollte
  • Frau Angiolieri zog Cipolla wie in Trance von ihrem Stuhl quasi zu sich. Ihr Mann konnte sie trotz aller Rufe nicht davon abhalten, wie mondsüchtig Richtung Cipolla und Ausgang zu schweben
  • Nach diesem Beispiel seiner Kunst erntete Cipolla heftigen Beifall, der ihn scheinbar noch mächtiger werden ließ
  • Cipolla brachte das Publikum dazu, grotesk und wild zu tanzen. Dies gelang ihm vor allem bei dem jungen Herren, der sich zuvor zwischen die Stühle gelegt hatte, leicht. Andere waren schwieriger zu beeinflussen
  • Ein Herr aus Rom wollte den Test wagen, ob Cipolla ihn tanzen lassen kann, selbst wenn er es nicht will; Cipolla nahm diese Herausforderung mit fürchterlicher Stimme an und befahl nach Peitschenhieben so lange „Balla“, bis der Herr seinen Zuckungen nachgeben musste, um sich nicht länger durch seinen Widerstand selbst zu quälen
  • Dem Publikum kam es fast so vor, als würde sich der Herr beim Tanzen wohler fühlen als zuvor beim Versuch, standhaft zu bleiben

Siebter Abschnitt

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  • Seite: 92 - 107
  • Zeit: Abend Anfang September, weit nach Mitternacht
  • Ort: Torre di Venere, Sala

Inhalt

  • Nach dieser Demonstration war Cipolla auf der Höhe seines Triumphes
  • Etwa zehn Personen tanzten von Cipolla lässig geleitet auf der Bühne
  • Selbst das Publikum im Saal begann sich gelöst zu bewegen und der Hypnotiseur schaute fast schon lachend auf die Menge
  • Beschämt erwähnt der Erzähler, dass seine Kinder zu diesem Zeitpunkt wach waren und alles miterlebten, wenn auch zum Glück ohne Verständnis für die eigentlich anrüchige Artung des Geschehens. Dass er immer noch nicht gegangen ist, lässt sich seiner Meinung nur durch die allgemeine Fahrlässigkeit dieses Abends erklären
  • Besonders freudig schauten die Kinder auf die Bühne, als Cipolla plötzlich Mario mit seinen langen Fingern zu sich winkte
  • Mario, der zuvor mit verschränkten Armen aufmerksam zugeschaut hatte, zögerte kurz, lief dann aber mit zweifelndem Blick auf die Bühne
  • Der Erzähler beschreibt den Kellner als etwas festeren Zwanzigjährigen mit kurzen Haaren, niedriger Stirn, eingedrückter Nase und dicken Lippen. Seine Hände dagegen waren schmal und fein und die Familie mochte ihn aufgrund seiner verträumten, schwermütigen Art
  • Er merkt an, dass sie Mario auf jeden Fall in Erinnerung behalten hätten nach dem Urlaub, obwohl sie ihn nicht näher kennengelernt hatten und kaum etwas über seine Herkunft wussten
  • Cipolla zitierte Mario ganz nahe zu sich heran, drehte ihn mit Blick Richtung Publikum und erklärte, dass er ihn schon lange ins Visier genommen hat
  • Nachdem Mario ihm seinen Namen genannt hat, lobte Cipolla übermütig und mit paschahaftem Gehabe den heroischen Namen und das schicke Halstuch, das Mario trug
  • Cipolla zog Mario damit auf, dass er bei den Mädchen der Stadt doch sicher sehr gut ankommt und wehrte das hämische Lachen einiger Jungs im Saal als pure Eifersucht ab
  • Der Zauberer tippte, dass Mario in einem Kurzwarengeschäft arbeitet, was Mario zwar mit seinem Job als Kellner widerlegte. Zugleich wollte er zustimmen, da er früher in einem Laden bedient hat
  • Mario blieb weiter zögerlich und Cipolla sprach ihn daraufhin auf seinen heimlichen Kummer an, den er wohl wegen eines Mädchens habe
  • Mario schüttelte den Kopf und wollte von der Bühne laufen, doch Cipolla ließ sich vom Publikum den Namen von Marios Angebeteter zurufen und schwärmte von ihr
  • Mario starrte Cipolla an, bekam rote Flecken unter den Augen, weil dieser Silvestra so treffend beschrieben hatte
  • Cipolla redete eindringlich auf Mario ein, dass es in der Liebe Missverständnisse gibt und er deshalb nicht erkannt hätte, dass Silvestra seine Gefühle erwidert
  • Der Hypnotiseur redet plötzlich in der Person von Silvestra, himmelte Mario lieblich an und verzauberte diesen damit vollkommen
  • Der Erzähler beschreibt schockiert, dass Mario voller Leidenschaft und Sehnsucht auf die vermeintliche Angebetete schaute
  • Cipolla forderte Mario auf, ihn zu küssen und während der Saal verstummte, beugte sich Mario tatsächlich zu einem Kuss vor
  • Giovanotto lachte hämisch, aber auch mit einem Unterton von Mitleid für den getäuschten Mario
  • Cipolla weckte Mario mit einem Pfeifen seiner Reitpeitsche aus seinem Wahn auf; dieser fuhr zurück, starrte Cipolla an und hielt seine missbrauchten Lippen
  • Mario stürmte von der Bühne, doch noch während das Publikum applaudierte, machte er kehrt, zückte plötzlich und unerwartet eine Pistole und erschoss Cipolla mit zwei Schüssen
  • Im Saal wurde es still, dann brach Tumult aus. Man rief die Polizei und einen Arzt
  • Der Erzähler packte seine Kinder und verließ endlich das Gebäude. Die Kinder fragten irritiert, ob das auch das Ende gewesen sei, was der Erzähler geschockt, aber auch befreit bejahte

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