Punkte und Glück
Im Roman werden Punkte immer wieder mit Glück identifiziert, am deutlichsten, als Agnes und E. gemeinsam das Gemälde Seurats betrachten:
„Glück malt man mit Punkten, Unglück mit Strichen“, sagte sie [Agnes], „Du musst, wenn du unser Glück beschreiben willst, ganz viele kleine Punkte machen wie Seurat. Und dass es Glück war, wird man erst aus der Distanz sehen.“ (S. 69)
Diese Textstelle lässt sich so deuten, dass beim näheren Betrachten ihr Beziehungsglück zerfällt. Ihre Liebe wäre demnach eine Illusion wie der Bildschirmschoner Starfield Simulation, bei dem sich Lichtpunkte nach außen bewegen und die Mitte leer bleibt - ein Hinweis auf die innere Leere der Protagonisten bzw. ihrer Beziehung. Auch die Symmetrieplatten der Physikstudentin weisen übrigens in der Mitte eine Leere auf (S. 45). Jedenfalls ist das Glück der beiden, ob letztlich leer oder nicht, ein punktuelles Glück, also nicht von Dauer, denn es währt nur einen Sommer. Sobald aber die Temperaturen sinken, erkaltet auch ihre Liebe, bis sie um die Jahreswende vollends zerbricht.