Thomas Nicolas
Thomas ist der Klassenkamerad von Bernhard, als beide noch die Grundschule in Guldenberg besuchen. Er versucht zwar oft, mit Bernhard ins Gespräch zu kommen, allerdings kann er keinen Draht zu ihm finden.
Infos zur Person
- Sohn eines Apothekers
- Geboren in Guldenberg, das er später nur noch selten besucht
Charaktereigenschaften der Person
- Mitläufer: Thomas teilt gern die allgemein anerkannte Meinung und tanzt nicht gern aus der Reihe.
- Beispiel: Bevor er Bernhard besser kennenlernen kann, greift er bereits das in Guldenberg vorgefertigte Gesellschaftsbild von Umsiedlern auf. Zu diesen rassistischen Vorurteilen kehrt Thomas im Laufe der Handlung immer wieder zurück, weil er die Unterschiede zwischen ihm und Bernhard nicht begreifen kann.
- Mitteilungsbedürftig: Thomas redet gern und fühlt sich von Bernhard zurückgewiesen (und sogar persönlich angegriffen), weil dieser eher schweigsam ist.
- Heimlicher Bewunderer: Obwohl Thomas oft verurteilt, wie Bernhard sich verhält, empfindet er Mitleid und sogar Respekt für ihn.
- Als Bernhard sich gegenüber den rassistischen Bemerkungen von Herrn Voigt (Kapitel 2) behaupten kann, bewundert Thomas seinen Mut.
⇒ Thomas fühlt sich Bernhard deshalb auch unterlegen, was die Kluft zwischen ihnen noch vergrößert. - Heuchler: Thomas und sein Vater empfinden nach dem Werkstattbrand (Kapitel 2) zwar Mitleid mit den Habers, allerdings schließen sie es kategorisch aus, einen Auftrag bei ihnen aufzugeben, um sie finanziell zu unterstützen.
⇒ Damit handeln sie gegensätzlich zu ihren eigenen Emotionen, um sich dem allgemeinen Konsens der Gesellschaft anzuschließen. - Abbild der Gesellschaft: Mit seiner voreingenommenen Art stellt Thomas das Problem der Gesellschaft dar, sich von Dingen kein eigenes Bild machen zu können ohne auf vorgefertigte Meinungen zurückzugreifen.