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Rezeption

Lob und Kritik der Kollegen & Öffentlichkeit

Seethalers Roman Der Trafikant erfährt nicht nur eine positive Resonanz bei seinen Lesern, sondern überzeugt auch Journalisten und Schriftstellerkollegen. So meint etwa Claudia Voight vom SPIEGEL: „Wunderbar erzählt Seethaler, wie Belesenheit und wachsende Klugheit das Leben zwar reicher, aber auch komplizierter machen.“
Und auch Manfred Papst von der NZZ Am Sonntag findet: „Seethaler ist mit dem Roman etwas Unheimliches gelungen. Er erzählt ungeschminkt und schnörkellos aus der Mitte eines gewaltigen Verhältnisses - aber er tut das mit einer Leichtigkeit, die uns seit Jurek Beckers fulminantem Romanerstling Jakob der Lügner nicht mehr begegnet ist.“
Bekannte Literaturkritiker wie Elke Heidenreich aus dem Literaturclub sieht im vierten Roman Seethalers „eine kleine Kostbarkeit“ und der österreichische Kabarettist Gerhard Polt zollt dem Autoren die größte Ehre von allen: Für ihn „ist Seethaler ein großer Erzähler in der Tradition von Alfred Polgar und Joseph Roth.“ Damit wird Robert Seethaler mit zwei der besten Autoren Österreichs auf eine Stufe gestellt, was Seethaler selbst enorm ehrt und verlegen werden lässt, da er selbst großer Bewunderer der beiden Autoren ist.
Der Journalist Andreas Platthaus von der FAZ bezeichnet das Werk als einen "bösen Zauber" und kritisiert die "schnörkellosen Sprache" des Romans, doch kann er auch nicht umhin kommen, anzuerkennen, mit welch sprachlichem Geschick Seethaler diesen atmosphärischen „bösen Zauber“ einzufangen weiß.

Verfilmung und Ehrung

Der Roman Der Trafikant wird sechs Jahre nach seiner Publikation mit Simon Morzé in der Hauptrolle und weiteren deutschen namenhaften Schauspielern wie Bruno Ganz, Emma Drogunova und Johannes Krisch verfilmt. Am 30. September 2018 ist die Premiere der Verfilmung und am 11. August 2020 können Zuschauer das Stück zum ersten Mal im deutschen Fernsehen sehen.
Ebenso wie das literarische Werk kann auch das Feedback des Publikums auf die Verfilmung als positiv bis durchwachsen beschrieben werden. Seethaler selbst tritt in einer Szene in einem sogenannten Cameoauftritt als Mitarbeiter der Gestapo auf.
Zwar werden die Hauptdarsteller der Verfilmung von Der Trafikant 2019 für den Österreichischen Filmpreis nominiert, doch der Kritiker Andreas Fischer bemängelt im Weser-Kurier, die sehr klischeehafte Inszenierung der österreichischen Haupstadt unter der Regie von Nikolaus Leytner.

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