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Inhaltsverzeichnis

Sigurd Kitzerow

Im letzten Kapitel beschreibt Bernhards Geschäftspartner Sigurd, mit welchen Mitteln er es an die Spitze von Guldenberg gebracht hat.

Familientragödie

Infos

  • Seiten: 323-328
  • Zeit: Ende der 1950er - Anfang 1960er (Um den Zeitraum des Mauerbaus)
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber, Bernhards Eltern, Sigurds Vater

Inhalt

  • Sigurd beschreibt, dass er einige Jahre älter als Bernhard ist und ihn aus der Schule kennt. Zu dieser Zeit ist er Bernhard wegen des Altersunterschieds und des Umsiedlerhintergrunds aus dem Weg gegangen.
  • Sigurds Vater ist Besitzer eines Sägewerks und lebt seinem Sohn vor, dass man bei „Vertriebenen“ vorsichtig sein muss. So lässt er Herrn Haber, den einarmigen Schreiner und Vater von Bernhard, seine Holzbestellungen immer im Voraus bezahlen.
  • Als die Werkstatt von Herrn Haber abbrennt, kommt in der Stadt eine noch größere Abneigung gegen ihn auf. Das Problem: Er bezichtigt seine Mitbürger der Brandstiftung.
  • Durch die städtische Finanzierung seiner neuen Werkstatt, wird der Unmut in der Stadt gegen Herrn Haber noch größer.
  • Schließlich kommt es zu einem Vorfall, bei dem sich Herr Haber in seiner Werkstatt am Kopf verletzt, und für vier Wochen im Krankenhaus liegt. Auch hier beschuldigt er die Bürger aus Guldenberg, Schuld an seinem Unglück zu sein.
  • Bernhard hat in dieser Zeit einen Streit mit seinen Eltern und steht deshalb nicht in Kontakt zu ihnen. Er hält sich nicht in der Stadt auf.
  • Sigurd berichtet, dass Bernhards Vater sich eine Woche nach seinem Krankenhausaufenthalt erhängt hat.
    • Niemand in der Stadt kennt den eigentlichen Grund für den vermeintlichen Selbstmord.
    • In der Stadt wird angenommen, dass Schulden oder Herrn Habers Behinderung Anlass für den Vorfall sind.
    • Als sich die Kriminalpolizei in den Fall einklinkt und Befragungen vornimmt, kommen Gerüchte in der Stadt auf, es könne sich auch um einen Mord handeln.
    • ⇒ Sigurd macht deutliche Hinweise, dass Herr Haber getötet worden sein könnte. Als Motiv deutet er Neid, Verachtung und Vorurteile an.
  • Nach einigen Tagen beendet die Polizei die Ermittlungen und Herr Haber wird bei der „Selbstmörder-Ecke“ des Friedhofs begraben.
  • Zwei Jahre darauf stirbt auch Frau Haber. Obwohl sie keine Selbstmörderin ist, wird sie neben ihrem Mann begraben.
  • Zu dieser Zeit lässt sich Bernhard immer noch nicht in Guldenberg blicken. Sigurd beschreibt, dass der Streit mit seinem Vater aufgrund seines Engagements in der Genossenschaft aufgekommen ist. Herr Haber hatte befürchtet, Bernhard könne mit seinem Verhalten noch mehr Hass auf die Umsiedler ziehen. Als genau das eingetreten war, kam es zum Bruch zwischen ihnen.
  • Kurz darauf erfährt Sigurd, dass Bernhard eine Werkstatt in Guldenberg eröffnen will.
    • Da Sigurd das Sägewerk seines Vaters übernimmt, ist er auf der einen Seite froh, seinen Kundenstamm um einen Schreiner zu erweitern.
    • Auf der anderen Seite nimmt er wahr, dass man Bernhard in der Stadt nicht ernst nimmt.

Der Kegelklub

Infos

  • Seiten: 328-333
  • Zeit: Anfang der 1960er (Um den Zeitraum des Mauerbaus)
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber, Beuchler, Pichler

Inhalt

  • Bernhard kommt vor Eröffnung seiner Werkstatt zu Sigurd in das Sägewerk, wo sich beide Männer über die Geschäfte unterhalten.
  • Sigurd ist überrascht, wie selbstsicher und weltgewandt Bernhard ist.
    • Bernhard signalisiert Sigurd, dass es ganz selbstverständlich ist, dass er Erfolg mit seiner Werkstatt haben wird. Er lässt sich von den offensichtlichen Zweifeln der Bürger von Guldenberg nicht irritieren.
  • Sigurd ist aufgrund dieser Selbstsicherheit überzeugt davon, dass Bernhard es weit bringen wird.
  • Bei der Eröffnung von Bernhards Werkstatt schenkt Sigurd ihm einen Kubikmeter Kanthölzer.
    • Diese Geste ist besonders im Hintergrund der Güterknappheit der DDR als besonders großzügig anzusehen.
    • Bernhard reagiert mit folgenden Worten: Selbstständige müssten zusammenhalten, um den strengen Regeln der DDR-Regierung standhalten zu können.
    • Mit dieser Aussage zeigt Bernhard deutlich, dass er der linksorientierten Genossenschaft nicht aus persönlicher Überzeugung beigetreten ist. Sondern lediglich, um Rache an denjenigen zu üben, die ihm mit Ungerechtigkeit begegnet sind.
  • Sigurd erzählt Bernhard von einem Kegelverein, in dem die zwölf wichtigsten Menschen von Guldenberg Mitglied sind.
    • Es wird deutlich, dass in diesem Verein nicht der Sport, sondern die Geschäfte der Stadt im Vordergrund stehen.
    • Außerdem wird betont, dass der Einfluss vom Verein auf den Bürgermeister von Guldenberg sehr groß ist.
    • Die Beschreibung des Kegelklubs weist darauf hin, dass es sich um eine Art Kartell handelt.
  • Bernhard möchte dem Verein sofort beitreten, was Sigurd gutheißt - allerdings müsste erst eine Abstimmung entscheiden, ob er Mitglied werden kann.
  • Bedenklich ist für Bernhard, ob der Tischler Beuchler, ein Geschäftskonkurrent von Bernhard und Mitglied im Kegelklub, seine Zustimmung geben wird.
  • Als Sigurd im Klub kommuniziert, dass Bernhard Mitglied werden möchte, kommt es tatsächlich zu Einwänden. Beuchler fürchtet die Konkurrenz von Bernhard; Pichler (ein Bauernsohn) erinnert sich an Bernhards Beteiligung in der Genossenschaft, unter der der Familienhof gelitten hat.
  • Bei einer Abstimmung wird schließlich entschieden, dass Bernhard als Mitglied aufgenommen wird.

Feuerteufel

Infos

  • Seiten: 332-348
  • Zeit: Anfang der 1960er (Um den Zeitraum des Mauerbaus)
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber, Beuchler, Pichler

Inhalt

  • Sigurd beschreibt, dass Bernhard im Laufe der Jahre ein profitables Geschäftsmodell entwickelt. Durch günstige Preise und gute Arbeit kann er sich, andes als sein Vater, einen Kundenstamm aufbauen.
  • Durch das steigende Einkommen kann sich Bernhard ein Haus am Marktplatz leisten - und wird so Sigurds Nachbar. Beide kommen auch außerhalb der Geschäfte gut miteinander aus und feiern gemeinsam Familienfeste und Silvester.
    • Es wird allerdings deutlich, dass Sigurd Bernhard eher toleriert, als dass er ihn wirklich als ebenbürtig betrachtet ⇒ so bezeichnet Sigurd Bernhard als „einer von uns, auch wenn er nur ein Vertriebener war“, S.334.
  • Im Kegelklub kommt es allerdings zu Spannungen - Bernhard berichtet, dass es einen gescheiterten Brandanschlag auf seine Werkstatt gegeben hat. Er macht Beuchler dafür verantwortlich, auch wenn es durch die angesetzten Polizeiermittlungen keine eindeutigen Hinweise auf den Täter gibt.
  • Alle Klubmitglieder stellen sich vor Beuchler und wollen den Generalverdacht nicht auf sich sitzen lassen.
  • Auch Sigurd hält Bernhard zurück: er solle vernünftig bleiben und es sich mit dem Klub nicht verscherzen.
  • Bernhard äußert, dass er nicht so enden wird wie sein Vater - er wird den Täter fassen.
  • Sigurd schafft es, Bernhard zu beruhigen.
  • Anderthalb Jahre später kommt es zu einem weiteren Brand, bei dem die Werkstatt von Beuchler zerstört wird.
    • In der Stadt kommen verschiedene Gerüchte auf, wer der Verantwortliche für den Brand ist.
    • Manche vermuten Bernhard aus Rachegründen.
    • Manche vermuten Beuchler selbst, weil er die Versicherungssumme einstreichen wollte.
  • Sigurd erfährt von Beuchler, dass er sich sicher ist, wer der Täter ist: Bernhard.
  • Beuchler fordert, dass Bernhard aus dem Kegelklub verwiesen wird - er wäre ohnehin nie ein wirkliches Mitglied der Vereinigung gewesen und nur geduldet gewesen.
    • An der Stelle zeigt Beuchler eine grundlegende Problematik auf: Die Umsiedler sind nie in Guldenberg beheimatet gewesen und in Guldenberg war man nie bereit, die Heimat zu teilen.
    • Heimat hat für Beuchler mit Geburt zu tun. Man ist nur dort daheim, wo man geboren wurde. Fernab der Heimat gehört man nirgendwo hin und hat nicht das Recht, anderen die Heimat zu nehmen.
    • Seit die Umsiedler in Guldenberg sind, habe es so viel gebrannt wie nie zuvor, behauptet Beuchler. Weil den Fremden das Herz für die Stadt fehlt, sei ihnen egal, was sie abfackeln und in Gefahr bringen würden.
    • Außerdem wirft Beuchler dem alten Haber vor, seine Werkstatt für die Versicherungssumme selbst angezündet zu haben.
  • Sigurd verteidigt Bernhard Haber. Er habe sich eingefügt und sei trotz aller Sturrheit ein verlässlicher Mann.
  • Im Kelgelklub waren sich alle einig, dass es ein einziger Täter sein muss. Als über mögliche Schutzmaßnahmen diskutiert wurde, hielt sich Haber aus dem Gespräch heraus. Sogar Sigurd kam ins Zweifeln, ob Haber der Feuerteufel sein könnte.
    • Er erinnert sich daran, dass es solche Sorgen weder in der Kaiserzeit, noch bei Hitler gab.
    • Selbst im Krieg blieb Guldenberg bis auf ein einstündiges Bombardement verschont.
    • Erst seit die Vertriebenen in der Stadt leben, kennt man sich nicht mehr untereinander. Es herrscht seither weniger Ordnung in der Stadt.
  • Haber bemerkt die Zweifel seiner Kegelbrüder und erklärt direkt, dass er den Brand nicht gelegt habe. Außerdem sei seiner Familie Schlimmeres passiert, da sein Vater ermordet wurde. Weil die anderen ihm das nicht glauben wollen, erinnert er alle daran, dass schon sein Hund mit einer Drahtschlinge umgebracht wurde. Es müsse einen Mörder in Guldenberg geben - außerhalb des Kegelklubs.
  • Haber durfte im Klub bleiben. Beuchler kam nie wieder. Der Kegelklub hält zusammen, hat beim Bürgermeister gelegentlich Erfolg mit seinen Forderungen und lenkt die argwöhnisch gewordene Partei geschickt ab.

Affäre

Infos

  • Seiten: 348-352
  • Zeit: Mitte der 1960er
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber, Friederike, Veronika

Inhalt

  • Haber heiratet Mitte der Sechziger seine langjährige Freundin Friederike und kauft für seine zukünftige Familie ein Grundstück mit baufälliger Villa neben Sigurds Haus. Anstatt das alte Haus abzureißen, restauriert Haber es eigenhändig, wobei Sigurd mit Holz und Arbeitshilfe zur Seite steht.
  • Sigurd berschreibt, dass das Haus nach 18 Monaten mit den Erkerzimmern, der Freitreppe und der großen Eingangshalle im alten Glanz erstrahlt. Bei der Einweihungsfeier freundeten sich Friederike und Sigurds Frau Veronika ebenfalls an. Die Familien besuchen sich seither regelmäßig.
  • Über Habers Frau erzählt Sigurd, dass die gelernte Köchin ihren Mann grenzenlos bewundert. Ansonst sei die junge, naive Frau mit ihrer kräftigen Statur reizlos.
  • Ein Mal aber hat Sigurd mit Friederike geschlafen.
    • Weil Friederike auf einen Betrüger hereingefallen ist, als sie ihrem Mann ein Auto schenken wollte, kommt sie aufgelöst in Haus von Kitzerow. Seine Frau ist nicht da, also tröstet er die aufgelöste Nachbarin.
    • Zum Dank umarmt Friederike Sigurd und plötzlich fallen sie auf dem Teppich übereinander her. Bedeutet hat dieses Intermezzo Sigurd nichts, es war ohne Leidenschaft und er will seiner Frau treu sein.
    • Eine Stunde muss Sigurd die junge Frau nach dem Ausrutscher beruhigen. Beide vereinbaren, darüber für immer zu schweigen. Nur ab und an wird Friederike bei Begegnungen mit Sigurd kurz verlegen.

Die Enteignung

Infos

  • Seiten: 352-356
  • Zeit: Anfang der 1970er, zwei Jahre nach dem Brand bei Beuchler
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber, deren Kinder

Inhalt

  • Sigurd beschreibt, dass Haber seine Werkstatt nach dem Brand in Beuchlers Betrieb vergrößert hat und zur wichtigsten Tischlerei der Stadt wurde.
  • Die Politik startet eine Kampagne gegen Selbständige und Unternehmer. Sie wurden kalt enteignet, bekamen staatliche Vorgesetzte und die Betriebe wurden zur Hälfte staatliches Eigentum.
    • Sigurds Betrieb ist zu klein und wird von den Behörden nicht enteignet. Er muss lediglich extrem hohe Steuern bezahlen und wird bei Lieferungen benachteiligt. Ihm war bewusst, dass seine Töchter Liane und Jenny so sicher nicht auf die Oberschule werden gehen können.
    • Habers Tischlerei wird verstaatlicht. Er bleibt als Leiter angestellt. Außerdem trifft es aus dem Kegelklub noch Pichler, Wessenburg und Plehnert.
    • Sigurd erklärt, dass die vier Kegelbrüder zwar Selbständigkeit einbüßen müssen, dafür aber Privilegien wie einfachere Warenlieferung, bessere Materialien und mehr Aufträge erhalten. Plehners Fabrik produziert für den Export. Wessenburgs Druckerei wird nach ein paar Jahren mit vielen Aufträgen geschlossen. Pichlers Hotel wird den staatlichen gleichgeordnet. Und Habers Tischlerei wächst jährlich.
  • Das Verhältnis von Sigurd und Bernhard wird nicht beeinflusst durch die Umstellung. Über Geld reden die Freunde nicht. Die beiden Töchter von Sigurd wachsen mit Habers Tochter und Sohn auf. In der Schule sind alle vier Kinder nicht gut. Paul lernt später Tischler bei seinem Vater. Sigurd hofft, dass Paul und seine Tochter Jenny heiraten und der junge Mann sein Sägewerk übernehmen wird.

Der Mörder

Infos

  • Seiten: 352-368
  • Zeit: Anfang der 1980er, Habers 40. Geburtstag
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber, Pfarrer Geßling

Inhalt

  • Sigurd besucht Haber vormittags, um ihm zum 40sten zu gratulieren. Plötzlich stößt Pfarrer Geßling zu den beiden Männern dazu. Der katholische Priester kommt allerdings nicht nur, um zu gratulieren. Nach kurzem Geplänkel über den schönen Pavillon und einem eventuellen Bau-Auftrag für Haber, kommt der Pfarrer auf dessen Vater zu sprechen.
  • Geßling bestätigt Bernhard, dass sein Vater umgebracht wurde. Vor einem halben Jahr wurde die Tat bei ihm gebeichtet. Der Mörder verstarb kurz darauf. Trotz Habers Nachfrage, wer es war, schweigt der Pfarrer. Er will das Beichtsiegel nicht brechen. Lediglich, dass es sich um eine Wette unter Betrunkenen gehandelt habe, erzählt er noch.
  • Haber ist enttäsucht, da er schon lange sicher war, dass sein Vater ermordet wurde. Der Pfarrer hat ihm also nichts Neues erzählt. Auch zu dem Mord an seinem Hund und dem Brandanschlag bei seinem Vater weiß Geßling nichts.
  • Als Bernhard den Priester verabschiedet hat, will er nicht weiter über das Thema sprechen. Auch in den kommenden Wochen schweigt er dazu. Erst im Oktober verkündet er Sigurd, dass er den Mörder jetzt kenne.
    • Haber hat heimlich beim Rathaus und in der Kirche nachgeforscht. Ernst Lachmann passt als Einziger zu der Geschichte des Priesters.
    • Lachmann war Alkoholiker ohne Freunde, seine Miete aber wurde von Beuchler bezahlt. Das hat Bernhard ebenfalls herausgefunden.
    • Sigurd will die Theorie zunächst nicht glauben. Weil er sich erinnert, dass Lachmann früher bei vielen aus dem Klub als Handlanger gearbeitet hat, will er nachforschen. Haber aber will nichts weiter unternehmen. Er kann seinem Vater nicht mehr helfen und wollte nur den Mörder wissen.
  • Sigurd selbst lässt das Thema keine Ruhe. Er will wissen, ob sein Vater damals im Klub an der Sache beteiligt war. Beuchler rückt mit Einzelheiten heraus, erklärt, dass er Lachmanns Miete zahlte, weil er eine Affäre mit dessen Schwester hatte. Den Rest der Geschichte bekommt Sigurd aus dem einstigen Schmiede-Besitzer heraus.
    • Nach einem feuchtfröhlichen Kegelabend witzelten die vier verbliebenen Männer über den einarmigen Tischler; Beuchler, Schmöckel, Pichler und der Schmied Wiesner
    • Einer erklärte, er würde 100 Mark für jeden toten Umsiedler bezahlen; ein anderer wollte ebenfalls 100 Mark drauflegen
    • Was für die Männer angeblich trotzdem ein Spaß war, nahm Lachmann, der ebenfalls betrunken am Tresen stand, ernst und erkundigte sich, ob sie Wort halten würden
    • Zwei Tage später war der alte Haber tot
    • Geld habe keiner dem Lachmann gegeben
  • Sigurd erzählt Bernhard, was er über Beuchler erfahren hat; dieser hört ruhig zu. Die Namen der anderen drei Beteiligten will er zuerst wissen, dann aber doch nicht. Er befürchtet, sonst wieder von allen gehasst zu werden, wenn er die Kerle vor Gericht bringt.
  • Sigurd und Bernhard unterhalten sich über die Dummheit, dass Mord vor Gericht verjähren kann, weil man den Tod nie vergessen kann. Außerdem philosophiert Bernhard, dass das Blut seines Vaters vielleicht nötig war, um heimisch werden zu können. So absurd Sigurd diese Theorie findet, lässt sie ihn doch nicht los.
  • Seinem Freund zuliebe behauptet Sigurd dann, dass sowieso alle Täter von damals nicht mehr da seien. Bernhard sollte alles vergessen können.

Die Wende

Infos

  • Seiten: 368-380
  • Zeit: Anfang der 1990er, Zeit nach dem Mauerfall
  • Ort: Kleinstadt Guldenberg (DDR)
  • Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber

Inhalt

  • Nachdem die Mauer in Berlin geöffnet wurde, durchsucht Sigurd all seine alten Papiere. Drei Monate später bekommt er die enteigneten Kiesgruben und Grundstücke zurück, sowie Eimerbagger und Kranbagger als Entschädigung.
  • Neben dem Sägewerk baut er in den kommenden Monaten die Firma auf. Der aufkommende Straßenbau bietet jede Menge Aufträge. Mit Hilfe seines geschäftstüchtigen Onkels Gustav holt er sich einen großen Kredit, gründete eine Straßebaufirma und ergattert Aufträge für mehr als 14 Monate im Voraus.
  • Kegelkompane Wessenburg ist neuer Bürgermeister, die anderen Mitglieder sitzen im Stadtrat. Sigurd und die heimischen Firmen bekommen dadurch die städtischen Aufträge.
  • Acht Jahre später besitzt Sigurd acht Firmen, ist an zwölf weiteren beteiligt.
  • Kummer hat Sigurd nur wegen seiner Töchter
    • Liane wechselt ständig Arbeit und Freund
    • Jenny hat sich von Paul getrennt und wohnt in Leipzig
    • Paul arbeitet bei Bernhard mit, macht die Geschäfte und versucht sogar, Sigurd geschickt über den Tisch zu ziehen
    • Am liebsten würde Sigurd seine Firma einmal Paul statt seinen Töchtern vererben
  • Sigurd unterstützt Haber mit Tipps. Dieser hat ebenfalls seine Tischlerei zurück, gründet eine Lieferfirma für Heizöl und ist jetzt mit Sigurd der wichtigste Arbeitgeber in Guldenberg.
  • Der Kegelverein bekommt neue Mitglieder und wird zum neugegründeten Karnevalsverein Grün-Gold Guldenberg mit Haber als Präsidenten. Haber weiß aber, dass ihm heute wegen seines Erfolgs fast noch mehr Leute den Kopf abschneiden möchten, als früher
  • Beim Faschingsumzug fragt Sigurd Paul, warum er Gerangel mit ein paar Männern hat. Als dieser antwortet, es seien Fidschis, die hier nichts zu suchen hätten, erklärt Haber ihm, dass auch sein Großvater ein Flüchtling war. Dann trinken Haber und Sigurd auf die Hoffnung.

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