Personenkonstellation
In der Personenkonstellation in Das Leben eines Taugenichts lassen sich die Figuren in zwei Untergruppen unterteilen. Es handelt sich zum einen um die Künstler und zum anderen um die Philister.
Taugenichts und Aurelie stehen klar im Zentrum und sind umgeben von den Philistern und Künstlern. Während die Künstler eine bejahende Lebenseinstellung vertreten, nehmen die Philister eine eher negative Haltung gegenüber allem an.
Die Künstler werden von dem Protagonisten selbst, dem Maler, Maler Eckbrecht, Frau Flora alias Herr Guido sowie dem Grafen Leonhard dargestellt. Zwar ist der Postkutscher in seiner Wesensart den Philistern ähnlicher, jedoch fällt er ebenfalls unter die Gruppe der Künstler, da er ein Untergebener Floras und Leonhards ist. Als Philister können wir Taugenichts Vater, den Portier, den Gärtner sowie die beiden Herren Amtmann und Schreiber in Wien einordnen, ebenso wie das Dienstpersonal im Schloss in Italien. Zuletzt existieren dann noch der junge Student, welcher Taugenichts in seiner Flucht aus dem Schloss in den Bergen als Einziger unterstützt, und der bucklige, ältere Herr, der wiederum das geheime Liebespaar Flora und Leonhard verfolgt.
Die beiden Liebenden Taugenichts und Aurelie besitzen beide spießbürgerliche "Väter", die ihnen jedoch nur ihr jeweils Bestes wünschen. Flora und Leonhard wiederum benutzen Taugenichts, um ihre eigene Beziehung zu retten, und nur durch das mutige Auftreten des Studenten überlebt Taugenichts die, von ihnen gestellte Falle.