Drittes Kapitel
Infos
- Seite: 17-24
- Ort: Rheingau, Bad Langenschwalbach
- Zeit: früher Sommer
- Personen: Felix Krull, andere „Alter-und Schulgenossen“ (S. 17, Z. 27) Krulls, der Vater, Fräulein aus Vevey, die Mutter, Olympia, Feiergesellschaft, Kapellmeister, Publikum
Inhalt
- Krull schildert, wie er im Jugendalter zunehmend von Gleichaltrigen ausgegrenzt wird, da von seinem Elternhaus ein zweifelhafter Ruf ausgeht. Selbst Felix bleibt nicht verborgen, dass sein Vater eine Schwäche für das Fräulein aus Vevey hegt
- Eher abgeneigt ist Krull seiner Mutter gegenüber, die laut ihm über „wenig hervorragende Geistesgaben“ (S. 18, Z. 17) verfügt und laut Felix weniger „anmutig“ (vgl. S. 18, Z. 23) und vielmehr „unscheinbar“ (S. 18, Z. 17) ist als sein von ihm idealisierter Vater
- Bereits seit jeher pflegen Krulls Mutter und seine Schwester Olympia ein engeres Verhältnis, wohingegen der Sohn eher dem Vater zugetan ist. Besonders die von ihm titulierte „Vergnügungssucht“ (S. 18, Z. 24) sowie „geistlose Völlerei“ (S. 20, Z. 19) seiner Mutter und Schwester stoßen Felix ab
- Der Hochstapler erzählt, wie regelmäßig Feiern und Festlichkeiten im Hause seiner Eltern stattfanden, die ihn als Jungen amüsierten und ihm bereits von früh an die Manieren und gesellschaftlichen Gepflogenheiten lehrten
- In Bad Langenschwalbach, unweit von seinem Zuhause entfernt, besucht Krull im Alter von „acht Jahren“ (S. 21, Z. 16) das erste Mal ein Konzert, welches ihn nachhaltig begeistert und beeindruckt. Der Orchesterdirigent und Kapellmeister lädt Krull dazu ein, mit seiner Violine mitzuspielen, was klein Krull in höchste Entzückung versetzt
- Krull empfindet seinen Beitrag zum Orchester als außergewöhnlich und bezeichnet sich selbst als „Wunderkind“ (S. 23, Z. 6). Obwohl das Publikum laut Protagonist in Begeisterungsstürme ausbricht, entscheidet sein Vater, es bei einem einmaligen Vorspiel zu belassen