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Künstlertyp

In Mario und der Zauberer sind die problematischen Seiten des Künstlertypen thematisiert, wie es Thomas Mann in vielen seiner Werke tat.

Künstlertyp

  • Thomas Mann gelangte zu der Überzeugung, dass künstlerisch veranlagte Mensch zwar häufig etwas Besonderes, wie eine große Liebe, erleben und so ein Kunstwerk schaffen können. Weil der Künstler dadurch aber die bürgerlichen Ordnung verlässt, ruiniert er am Ende sein eigenes Leben
  • Mann sieht den Künstler als sensiblen und genialen Menschen. Andererseits aber als krank, dilettantisch und einsam
  • Seine kritische Betrachtung des Künstlertypus hängt mit den extremen Schicksalen in seiner eigenen Familie zusammen. Seine beiden Schwestern und zwei seiner Kinder nahmen sich selbst das Leben und auch mit Drogenabhängigkeit und Homosexualität kam er in seiner Familie in Berührung
  • In seinem Aufsatz Bruder Hitler aus dem Jahr 1939 bezeichnet Thomas Mann sich als Geistesverwandten von Adolf Hitler. Dieser sei ein gescheitertert Künstler, da er als Student an der Akademie der bildenden Künste in Wien abgelehnt wurde. Trotz daraus resultierender Minderwertigkeitskomplexe habe er ein Gefühl der Erwähltheit empfunden
  • Paolo, der Künstler in Der Wille zum Glück, wird von Mann als exotischer Mensch präsentiert. Dieses außergewöhnliche und exotische Auftreten sieht der Autor in allen Künstlern
  • In Buddenbrocks behandelt Thomas Mann den Verfall eines Lübecker Mannes vom gesunden, erfolgreichen Kaufmann zum sensiblen, schwachen Künstler
  • Auch in seinem Dr. Faustus verfällt der große Künstler dem Wahnsinn

Cipolla als Künstlertyp

  • Cipolla weist die problematischen Eigenschaften eines Künstlers auf, die Mann gerne thematisiert
  • Der Zauberkünstler ist maßlos, zweideutig und hat eine dämonische Seite
  • Mit seiner Art und seinem Auftreten fällt Cipolla völlig aus dem geordneten, bürgerlichen Leben heraus und gilt als Exot
  • Seine abgenutzten Zähne und gelblich, schmalen Hände sorgen für ein kränkliches Erscheinungsbild, das Manns Künsterltypus entspricht
  • Der lange Mantel, der Bart und die seltsame Frisur spiegeln den dekadenten Künstler wider
  • Cipollas ungewöhnliches, ungepflegtes und kränkliches äußeres Erscheinungsbild legen nahe, dass er ein Außenseiter ist, wie es bei Künstlern oft der Fall ist
  • Auch Cipollas Name verweist auf einen Magiertypus, indem er an Copolla bzw. Coppelius aus E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann erinnert
  • Cipolla geht es typisch für Künstler nur um sein Wirken auf das Publikum; er betritt absichtlich zu spät die Bühne; arbeitet mit gekünstelten Schmeicheleien und bevormundet die Zuschauer, denen er als niederes Volk keinen Respekt entgegen bringt
  • Sein Narzissmus ist nicht zu übersehen, da er sich selbst lobt, auf seine Fähigkeiten verweist und die positiven Artikel über sich in der Presse erwähnt
  • Mann ist der Meinung, dass Künstler oft in einer Art Rauschzustand leben; dazu passt Cipollas Leidenschaft für Likör und Zigaretten
  • Durch seine Kunst und sein Talent für Hypnose fühlt sich Cipolla mächtig

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