Im Zentrum und als Ausgangspunkt einer möglichen Figurenkonstellation sollte der Protagonist Peter Schlemhil stehen. Er steht in einem antagonistischen Verhältnis zu seinem Kontrahenten, dem teuflischen Mann in Grau. Dieser kauft Schlemhils Schatten ab und initiiert somit die weiterfolgenden Handlungen. Peter Schlemhil steht in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Teufel. Zu den weiteren Hauptpersonen des Werks gehören seine Diener Bendel und Rascal. Das Verhältnis zwischen Bendel und Schlemhil zeichnet sich neben einem typischen Arbeitsverhältnis durch eine bedingungslose und gleichwertige Freundschaft aus. Bendel und Rascal dienen als Gegenspieler, da sie gegensätzliches Verhalten zeigen.
Schlemhil und die Gesellschaft
Aufgrund seiner Schattenlosigkeit besitzt Schlemhil, bis auf Bendel und seine spätere Geliebte keine weiteren sozialen Verbindungen und gilt somit als
Außenseiter. Er wird Opfer
gesellschaftlicher Stigmatisierung, obwohl er nach sozialer Zugehörigkeit strebt, passt jedoch nicht in das Weltbild der typischen, geldgierigen, oberflächlichen Bürger, die viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild der Menschen legen und nach materielle Dingen streben. Das Bürgertum ist im Werk negativ behaftet. Schlemhil und seine Geliebte Mina möchten heiraten, doch Minas philisterhafte Vater erhofft sich einen gesellschaftlichen Aufstieg und eine reiche Mitgift für seine Tochter. Der boshafte Diener Rascal nutzt seine gesellschaftliche Anerkennung aus und heiratet Mina letztendlich.
Zusammenfassend lässt sich Folgendes festhalten: Typisch für ein märchenhaftes Werk aus der Epoche der Romantik sind die
Gegensätze. Die Figuren im Roman sind ebenfalls entweder als
Antagonisten diametral entgegengesetzt oder charakterlich gegensätzlich geprägt. Ebenfalls stehen die
unterschiedlichen sozialen Schichten mit ihren typischen Eigenschaften in Kontrast zueinander.