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Stilmittel

In der Erzählung Das Haus in der Dorotheenstraße sind ebenso Stilmittel wie auch andere, sprachstilistische Merkmale zu finden, wobei wir in diesem Unterpunkt insbesondere auf die Stilmittel in der Novelle eingehen werden.
  • Anapher: „Am Abend vor seiner Abreise, er wollte diesmal auf das Taxi verzichten und mit dem Zug von Paddington nach Heathrow fahren, am Abend vor seiner Abreise hoffte er auf ein paar Stunden Schlaf.“ (S. 84, Z. 12ff)
    \(\rightarrow\) Die Wörter am Satzanfang wiederholen sich. Dieses Stilmittel verfügt über die Funktion, einen Text rhythmisch zu strukturieren und außerdem durch die Wiederholung, den Inhalt zu betonen. Im vorliegenden Beispiel handelt es sich um einen ganzen Satzteil, der wiederholt wird, genauer gesagt, um einen Haupt- und Nebensatz.

  • Antithese: „Wo der Putz breitflächig abgebröckelt war, zeigten sich hässliche Ziegel, aber die Vorderfront, [...] wirkte auf moderne Weise elegant“ (S. 74, Z. 4ff)
    \(\rightarrow\) Zwei konträre Inhalte werden einander gegenüber gestellt. Dieses Stilmittel wird verwendet, um einen Sachverhalt besonders hervorzuheben, es verstärkt also die Wirkung beim Leser. Auch ist es möglich, dass die antithetische Beschreibung metaphorisch als Dingsymbol ein anderes Thema repräsentiert. Am Beispiel des Hauses wird etwa der Zustand der Ehe der Klausens sichtbar.

  • Parenthese: „[...] Dies fiel niemandem auf, weil die Villa sozusagen, bedenkt man die Verkehrsanbindung, im Abseits lag.“ (S. 74, Z. 9ff), „Er hatte, das wusste man in der Redaktion zu schätzen, einen überaus präzisen Stil, und da er mehrere Sprachen beherrschte, schickte man ihn ins Ausland“ (S. 74, Z. 23ff)
    \(\rightarrow\) Hierbei handelt es sich um eine Unterbrechung des Satzes durch den Einschub eines anderen Satzes. Der eingeschobene Satz ist eigenständig und wird durch Gedankenstriche, Kommata oder Klammern gekennzeichnet. Das Durchbrechen der Struktur des Satzes erzielt ein verstärktes Augenmerk auf den eingeschobenen Satz und kann zusätzliche Informationen zum Sachverhalt besitzen.

  • Repetitio: „Es war, wie ihm schien, nichts Gefährliches, nichts, das aus unmittelbarer Nachbarschaft kam.“ (S. 84, Z. 20f)
    \(\rightarrow\) Wiederholung mehrerer Wörter oder eines Wortes innerhalb eines Verses oder Satzes. Dieses Stilmittel wird verwendet, um eindringlicher auf das Erzählte hinzudeuten und den Eindruck des Textinhaltes zu verstärken.

  • Rhetorische Frage: „[...] wollte er sich das, und zum zweiten Mal, wirklich anhören? Wollte er, [...], der Ermordung einer Wehrlosen zusehen und am Ende auch noch Beifall klatschen [...]?“ (S. 88, Z. 14ff)
    \(\rightarrow\) Auch wenn sich eine rhetorische Frage auf den ersten Blick kaum von einer herkömmlichen Frage unterscheidet, so sind bei näherer Betrachtung doch Differenzen zu erkennen. Eine rhetorische Frage erwartet keine Antwort, wird also weniger um der Antwort willen gestellt, sondern vielmehr zu einem beeinflussenden und beurteilenden Zweck. Anhand der Frage im Beispiel können wir feststellen, dass Gottfried Klausen längst eine Antwort, beziehungsweise eine Entscheidung auf seine Frage parat hält, da er nicht neutral fragt, sondern seine Frage bereits eine Wertung enthält.

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