Erstes Kapitel
Das erste Kapitel handelt von der Flucht des namenlosen Ich-Erzählers aus einem Arbeitslager in Frankreich ins besetzte Paris im Sommer 1940. Nach einiger Zeit dort flieht er weiter Richtung Marseille.
Erster Abschnitt
Infos
- Seite: 5 - 7
- Zeit: ca. 1940
- Ort: Fort Saint-Nicolas
Inhalt
- Der Ich-Erzähler berichtet von einem Gerücht über den Untergang des Schiffes Montreal
- Er will den Leser einladen und seine Geschichte erzählen, fürchtet aber, den Leser zu langweilen
- Der Erzähler selbst hatte ein Ticket für die Montreal, um ein neues Leben zu beginnen
- Er ist lieber geblieben, anstatt zu fliehen
- Obwohl er aufregende Berichte und Todesgefahr-Erzählungen satt hat, will er selbst von Anfang an erzählen
Zweiter Abschnitt
Infos
- Seite: 7 -13
- Zeit: Ende 1939
- Ort: Rouen
Inhalt
- Der Erzähler geriet im Winter in ein französisches Arbeitslager
- Ständige Angst vor der Bombardierung der Deutschen
- Als die deutschen Soldaten sich näherten, wollte ein Kommandant die Flucht der Insassen verhindern
- Der Erzähler erinnert sich an seine Flucht aus dem KZ über den Rhein 1937
- Bei der erneuten Flucht durch ausgestorbene Dörfer ohne Essen und Wasser fürchtete er, dass er den Deutschen und dem Tod nicht entkommen kann
- Zufällig fand er Unterschlupf bei einer Bauersfamilie, mit der er weiter fliehen wollte
- Deutsche Soldaten auf Motorrädern fuhren vor und er bekam Todesangst
- Der Erzähler sinniert, warum er plötzlich Angst hatte, obwohl er schon einige riskante Situationen erlebt hat
- Zum ersten Mal seit vier Jahren hörte er jemanden Deutsch sprechen
- Die Soldaten fuhren wieder weg und er konnte doch fliehen
Dritter Abschnitt
Infos
- Seite: 13 - 25
- Zeit: Sommer 1940
- Ort: Weg nach Paris
Inhalt
- Fünf Tage wanderte der Ich-Erzähler Richtung Paris
- Unterwegs bewunderte er die starken und hübschen deutschen Kolonnen
- Er beobachtet die Ironie, dass die Soldaten von den französischen Bauern für ihre Hilfe gelobt wurden, obwohl sie ja erst Schuld am Leid und der Zerstörung waren
- Bei seiner Ankunft hingen in Paris überall Hakenkreuze; er schämte sich dafür
- Der Erzähler fürchtete, dass seine Bekannten, die Binnets, ihn als Deutschen nicht aufnehmen würden
- Die Binnets waren vernünftig und ließen ihn bei sich wohnen
- Er erklärt, dass er vor dem Krieg sechs Monate mit deren Tochter Yvonne zusammen war
- Er konnte die Liebe damals nicht genießen, weil er Angst vor Leid hatte
- Yvonne war evakuiert worden; der Schwiegersohn ist deutscher Gefangener
- Zeit zu haben und Fremder in einem fremden Volk zu sein bedrückte ihn
- Zufällig traf er einen Ex-Lagerkollegen, Paul Strobel
- Strobel war zerstreut und in Aufbruchstimmung; er hatte anders als der Erzähler bereits den Schritt ins nächste Lebenskapitel gemacht
- Strobels Familie wartete im unbesetzten Marseille und er hatte nach seiner Buch-Veröffentlichung über Hitler ein Danger-Visum für die Vereinigten Staaten
- Er beneidete Strobel nicht, denn ihm kam die ganze Welt unbehaglich vor
- Die Klarheit von Strobels Erzählungen belustigte ihn, weil seine eigene Zukunft völlig unklar war
- Paul bat ihn, die neue Adresse von Dichter Weidel herauszufinden, um diesem einen Koffer zu übergeben; Strobel selbst fürchtete sich, der Erzähler jedoch übernahm die Aufgabe, immerhin hat er auch im Lager statt Angst zu haben, betriebsam gearbeitet
- Die Patronin im Hotel, in dem Weidel zuletzt war, erzählte, dass Weidel nicht angemeldet werden wollte und sich nachts umgebracht hatte
- Der Erzähler nahm diese Info gelangweilt auf
Vierter Abschnitt
Infos
- Seite: 25 - 37
- Zeit: Sommer 1940
- Ort: Paris
Inhalt
- Der Erzähler wunderte sich über ein Schild „Juden verboten“ im Restaurant
- Strobel erschien nicht zu dem Treffen
- Ein Leeregefühl überkam den Erzähler; er flüchtete vor den Hakenkreuzen in die Metro
- Nach einem Streit mit den Binnets langweilte er sich auf seinem Zimmer und begann, den Koffer von Weidel zu öffnen
- Er las die Papiere des Autors und war erstmals bezaubert von der deutschen Sprache
- Der Erzähler konnte die Personen im Buch verstehen, wie sie in undurchsichtige Dinge verwickelt wurden; während er sich im echten Leben über solche Leute ärgerte, fühlte er hier mit
- Als das Buch abbrach, überkam ihn Langeweile und Trauer
- Tags darauf suchte er nach Paul und fühlte sich im Stich gelassen
- Abends stöberte er wieder im Koffer und las die Briefe
- Er erkannte, dass Weidel von seiner Frau verlassen worden war, sein Buch nicht gedruckt werden sollte und sich daher für Suizid entschieden hatte
- In einem weiteren Brief war eine Einladung vom mexikanischen Konsulat und die Bitte von Weidels Frau, sofort nach Marseille zu kommen und zu fliehen
- Der Erzähler war sicher, dass der Tod die bessere Wahl für Weidel war
- Er beschloss, den Koffer zum Konsulat zu bringen, wo seine eigene Sehnsucht, die Welt zu bereisen, geweckt wurde
- Weil er vom Hausmeister abgewiesen wurden, ging der Erzähler fast täglich zum Konsulat, um endlich den Konsul zu treffen
- Eines Tages war dort ein riesiger Auflauf von geflohenen Spaniern, die Hoffnung auf Visa für Mexiko und ein Schiff in Bordeaux hatten
- Er selbst füllte unter falschem Namen einen Antrag aus
- Am Wochenende kam es zu Verhaftungen wegen zerstörter Nazi-Plakate, sodass er mit den Binnet-Söhnen lieber die Flucht ins unbesetzte Gebiet vorbereitete
- Morgens vor der Abreise ging er zu seinem Termin ins Konsulat und war beschämt, als diese den Koffer nicht nehmen wollten
- Er bekam Mitleid mit den hoffnungsvollen Spaniern, anstatt nur seine eigene Einsamkeit als Abenteuer zu sehen
- Der Erzähler beschloss, den Koffer selbst zu nutzen, behielt die Papiere und flüchtete mit den Binnets über die Demarkationslinie