Georg Binnet
Georg Binnet ist die Zufluchtsadresse des Erzählers in Marseille. Durch seine Freunde, die Binnets in Paris, bekommt der Erzähler die Kontaktdaten. Mit der Zeit werden die Männer echte Freunde und beinahe Familie füreinander.
Infos zur Person
- Georg ist Yvonne Binnets Vetter
- Kräftiger, mittelgroßer Mann mit grauen Augen
- Arbeitete in Nevers in einer Fabrik, die evakuiert wurde
- Lebt seit einiger Zeit in Marseille und arbeitet für einen Hungerlohn in einer Mühle
- Ist mit einer Frau aus Madagaskar, Claudine, zusammen und zieht deren Sohn mit auf
Charakter
- Tüchtig: Arbeitet fleißig in einer Mühle Nachtdienst; kümmert sich tagsüber um Claudines Sohn
- Genügsam: Obwohl er kaum Geld bekommt, ist er zufrieden mit seinem Leben; er strebt nicht nach einem besseren Leben in der Ferne; Claudine und er laden den Erzähler trotz eigener Armut immer wieder zum Essen oder auf einen Kaffee ein
- Heiter: Georg genießt jeden Tag; er erfreut sich an seiner Familie; er lässt sich nicht von Transit-Dramen anstecken, sondern bleibt locker und gut gelaunt
- Geduldig: Anders als die meisten Menschen in Marseille, fragt er andere nicht sofort nach ihren Plänen aus; als der Junge ein geschenktes Buch enttäuscht wegschmeißt, liest Georg ruhig daraus vor, bis sein Stiefsohn zuhört; er macht dem Erzähler keinen Vorwurf, obwohl dieser sich tagelang nicht bei ihnen blicken lässt
- Familiär: Claudine und sein Stiefsohn bedeuten ihm alles; für den kranken Jungen will er den besten Arzt; bei ihnen zu Hause herrscht pure Geborgenheit