Motto
„Gewaltig ist der Antrieb der Männer, in Erinnerung zu bleiben und sich einen unsterblichen Namen auf ewige Zeiten zu erwerben.“; Platon,
Symposion
Inhalt
Kapitel 2 (S. 39-66) ist aus Sicht von Jason verfasst.
- Jason fürchtet sich, dass Medea ihm zum Verhängnis wird
- Er versteht die Intrigen und Machtspiele im Palast nicht
- Die Vorwürfe, Medea habe ihren Bruder ermordet, verwirren ihn
- Er erinnert sich daran, wie Medea einst mit einem Bündel im Arm auf sein Schiff kam
- Jason denkt zurück an seine Ankunft in Kolchis, an den Schauder, als er Mumien in den Bäumen hängen sah und an seine Verzauberung, als er Medea zum ersten Mal traf
- Eifersucht gegenüber Akamas, der Medea anfangs in Korinth sehr nahe war; erst nachdem Medea die Hungersnot abgewandt hat, wurden sie Feinde
- Denkt zurück daran, wie Medea ihm half, ihren Vater auszutricksen und das Vließ zu stehlen, mit dem er seinen Thronfolgeanspruch in Jolkos beweisen wollte
- Jason beklagt Medeas Gleichmut, mit dem sie auch die Vertreibung aus dem Palast über sich ergehen ließ
- Erinnert sich an Medeas Kräfte; wie sie die Schlange in Kolchis zähmte
- Während die Korinther ihn zum Helden machten, machten sie Medea zur Hexe
- Jason sieht König Kreon wie einen Vater
- Fürchtet sich vor einer Befragung zum Tod von Medeas Bruder Absyrtos
- Erinnert sich, wie in Kolchis plötzlich die Stimmung kippte, weil Absyrtos ermordet wurde und wie Medea daraufhin plötzlich ihre Hilfe anbot, wenn er ihr im Gegenzug bei der Flucht helfe
- Versteht nicht, warum Medea gerade zu ihm sagte: „Keine Menschenopfer, glaubst du das immer noch? Ach, mein Armer.“ (S. 61)
- Jason weiß genau, dass er Medea sein Leben zu verdanken hat; kann aber ihren Übermut als Heilerin nicht verstehen
- Nachdem Medea in die Lehmhütte ziehen musste, zog Kreon Jason näher an sich heran; die Beziehung zu Medea ist seither nicht mehr die gleiche