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Frischs Kritik am Typ des Homo Faber

Frisch kritisiert in seinem Roman den Typ des homo faber - ein Mensch, der an sich selbst vorbeilebt und eine verfehlte Existenz führt. Der Protagonist Walter Faber ist für Frisch eigentlich kein Techniker, sondern ein „verhinderter Mensch“, der dem Image von Technik nachläuft.
Als solcher hat er ein festes Bild von sich, seinen Mitmenschen und der Welt, was Entwicklung und Veränderbarkeit ausschließt. Walter Faber nimmt sich selbst nicht an, sondern nur seine sich selbst zugeschriebene Rolle; alles, was diesem Bild nicht entspricht, verdrängt er.
Weil er sich jedoch selbst falsch interpretiert, ist für Frisch die Sprache der „der eigentliche Tatort“. Seine falschen Deutungen sorgen dafür, dass sich Faber von sich selbst und der Natur entfremdet hat.
Übrigens finden sich im Werk auch biographische Bezüge: Frisch reiste nach Aspen in Colorado (USA) über Rom und Neapel. Von dort nahm er ein Schiff nach New York. Nach einem Vortrag in Aspen besuchte er Mexico Stadt, Yucatán, Havanna, später Griechenland.
Die Bildnis- bzw. Identitätsproblematik behandelt Frisch auch in anderen Werken, z. B. in Stiller oder in seinen Tagebüchern.

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