Krulls Vater
Infos zur Person
- Der Vater des Protagonisten, Engelbert Krull, wird von Felix nahezu verehrt und fungiert als eine Art Vorbild für den jungen Mann
- Die Statur des Familienvaters wird von Felix selbst als „dick und fett“ (S. 7, Z. 29) beschrieben
- Er lebt zusammen mit seiner Frau, seiner Tochter Olympia und seinem Sohn Felix in einem stattlichen Herrenhaus im hessischen Rheingau
- Engelbert ist „Inhaber der Firma Engelbert Krull“, welche den Sekt „Lorley extra cuveé“ produziert. Das bereits in Felix' Kindheitstagen ins Alter gekommene Unternehmen geht jedoch pleite, da Engelbert nicht mit Zahlen umgehen kann und über seine Verhältnisse lebt
Charakter
- Bewandert: Da Krulls Vater „seine Lehrzeit in Frankreich verbracht“ (S. 7, Z. 32 f.) hat, spricht er fließend Französisch, was ihn eloquent und gebildet erscheinen lässt. Zudem ist der Inhaber der Firma Engelbert Krull in keiner Gelegenheit um eine Plänkelei verlegen und scheint Gott und die Welt zu kennen
- Casanova: Sein Sohn nennt Engelbert Krull einen „Günstling der Frauen“ (S. 8, Z. 6), was sich nicht zuletzt auch darin bestätigt, dass der Vater sich mit dem weitaus jüngeren Fräulein aus Vevey einlässt und damit seine Ehefrau betrügt. Die junge Dame lebt als Kindermädchen für Felix und Olympia für eine gewisse Zeit im Hause Krull
- Genussmensch: Während die Mutter Krulls eine einfache Frau ist, die keine außergewöhnlichen Träume besitzt, lebt Engelbert seinem Sohn Felix ein extravagantes Leben vor. So nimmt er den Protagonisten etwa mit in Theatervorstellungen und fördert seine musische Seite
- Stolzer Vater: Dass Engelbert Krull große Stücke auf seinen Sohn hält, verheimlicht er nicht. Stattdessen zeigt er seinen gut aussehenden und wortgewandten Sohn stolz bei den Feierlichkeiten, die meist in seinem Herrenhaus im Rheingau ausgetragen werden
- Schambehaftet und schwach: Als ehemals erfolgreicher Geschäftsmann kann Engelbert nicht mit der Insolvenz seiner Firma umgehen und empfindet die damit unweigerlich einhergehende Veränderung seiner Lebensverhältnisse als so beschämend, dass er sich das Leben nimmt