Akt 2: Die Lage spitzt sich zu
(1. Sz.) Alle von St. Just Aufgezählten bis auf Hérault-Séchelles befinden sich bei Danton und drängen ihn, zur Tat zu schreiten und gegen den von Robespierre kontrollierten Wohlfahrtsausschuss zu rebellieren. Lacroix beschuldigt Danton, mit seinem Zögern alle mit in den Tod zu reißen, er will, dass Danton den Konvent aufhetzt. Danton will aber keine Politik mehr betreiben, er hat sich aus ihr zurückgezogen, weil er seine Ruhe haben wollte und sie ihn langweilte. Er fühlte sich als Politiker wie eine Maschine. Außerdem sieht er keine Hoffnung im Aufstand und er gibt zu, dass die Revolution ohne Robespierre undenkbar sei. Er wolle niemanden töten, da man der sinnlosen Welt durch Gewalt keinen Sinn verschaffen könne. Das Leben ist für ihn wie ein Schauspiel, es sei nicht besonders wertvoll, lächerlich und langweilig. Sein letztes Argument gegen eine Verteidigung ist, dass Robespierre die Anklage gegen ihn, eine Ikone der Revolution, nicht wagen werde.
(2. Sz.) Danton läuft über die belebte Straße, auf der sich die Menschen über die Vaterlandsliebe, den Genuss, den Sinn des Lebens und über Sex unterhalten. Danton lobt die lebendige Atmosphäre und fragt sich, wieso die Menschen nicht alle glücklich sein können.
(3. Sz.) Danton redet mit Desmoulins über die Kunst. Beide befürworten eine Kunst, die sich als nicht höher als das Leben erachtet und dieses realitätsgetreu nachzeichnet. Danton erhält die Nachricht, dass man einen Haftbefehl auf ihn ausgestellt hat. Er möchte nicht fliehen, sondern mutig in den Tod gehen. Er verlässt Desmoulins. Dessen Frau Lucile ist besorgter als er selbst. Desmoulins hat mit Robespierre gesprochen, dieser war freundlich zu ihm. Lucile ahnt jedoch Desmoulins‘ Tod.
(4. Sz.) Danton läuft alleine auf dem Feld. Er steht vor der Entscheidung, zu fliehen und mit einem schlechten Gewissen zu leben oder zu sterben und sein Gewissen somit auszulöschen. Danton dreht sich um und läuft zurück, seinen Tod sieht er zwar immer noch nicht als wahrscheinlich an, doch hat er keine Angst vor ihm.
(5. Sz.) Danton ist wieder zuhause und erinnert sich an den September 1793, in welchem er die Tötung von 1300 Gefangenen zuließ. Danton berichtet seiner Frau Julie von einem Alptraum, in welchem er die Welt wie ein Gott umfasste, aber von ihr fortgeschleift wurde. Er schildert ihr seine Gewissensbisse, die Tötung der Gefangenen beschäftigt ihn immer noch. Julie möchte sein schlechtes Gewissen vertreiben: Er habe mit seiner Tat Frankreich gerettet. Danton überlegt, dass seine Tat letztlich Notwehr gewesen sei und geht mit Julie ins Bett.
(6. Sz.) Bürgersoldaten dringen nachts in Dantons Haus, um diesen festzunehmen.
(7. Sz.) Die Festnahme Dantons erregt Aufsehen im Nationalkonvent. Legendre spricht vor und warnt, dass das Konvent selbst durch solche Maßnahmen gefährdet sei. Er fordert, dass Dantons Prozess vor dem Konvent stattfinde, damit dieser sich öffentlich verteidigen kann. Er hält Danton für einen Vorkämpfer der Freiheit und unschuldig. Daraufhin entsteht eine Debatte im Konvent. Die Einen unterstützen Legendre, die Anderen denken, dass die Immunität von Danton auch gegen das Gesetz aufgehoben werden solle. Schließlich hält Robespierre eine Rede. Dieser denkt, ein Sieg Dantons wäre ein Sieg über die Republik. Dantons heldenhafte Taten dürfen diesen nicht vor der Verurteilung schützen. Er versichert, dass der Wille des Wohlfahrtsausschusses mit dem des Konvents übereinstimme, da er von diesem gewählt sei. Der Konvent applaudiert Robespierre, St. Just hebt zu reden an.
Für ihn ist die Revolution ein Naturgesetz: Es sei natürlich, dass das, was von ihr abweiche, vernichtet werden müsse. Eine Idee habe sich auch mit Gewalt durchzusetzen, der Tod sei notwendig für die Entwicklung von etwas Neuem. Alle Menschen seien gleich und sollten daher gleiche Rechte besitzen, die Tyrannei müsse daher vollends beseitigt werden. Begeistert stimmt der Konvent die Marseillaise (die Nationalhymne Frankreichs) an.
Für ihn ist die Revolution ein Naturgesetz: Es sei natürlich, dass das, was von ihr abweiche, vernichtet werden müsse. Eine Idee habe sich auch mit Gewalt durchzusetzen, der Tod sei notwendig für die Entwicklung von etwas Neuem. Alle Menschen seien gleich und sollten daher gleiche Rechte besitzen, die Tyrannei müsse daher vollends beseitigt werden. Begeistert stimmt der Konvent die Marseillaise (die Nationalhymne Frankreichs) an.