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Rezeption

Nach Erscheinen des Werkes im Jahr 1998 erzielte Der Verlorene große Aufmerksamkeit. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, wie die Rezeption ausgefallen ist und inwieweit die Erzählung weiterverarbeitet wurde.

Lob

  • Das Werk wurde von Literaturkritikern sehr positiv beurteilt und wurde nicht nur im Feuilleton, sondern auch in TV-Sendungen und im Radio besprochen
  • In der Literaturforschung wurde Der Verlorene in alle mögliche Richtungen interpretiert; vor allem die Darstellung der Folgen der Vertreibung durch den Krieg galten als bedeutend, da das Trauma bisher weitgehend als Tabuthema galt
  • Auch für seine Behandlung des Wirtschaftswunders und der Beschreibung der Nachkriegsgesellschaft bekam der Autor viel Zuspruch
  • Der Autor wurde für seine spannende und humorvoll, sarkastische Erzählweise gelobt
  • Positiv beurteilt wurde die Tatsache, dass die Erzählung viele Perspektiven und Lesemöglichkeiten eröffnet
  • Der Verlorene gilt als erfolgreichste Veröffentlichung von Hans-Ulrich Treichel
  • Treichel wird von einigen Kollegen als einer der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des Jahrzehnts gehandelt

Kritik

  • Einige Rezensionen kritisierten eine zu einseitige Erzählung  
  • Die Darstellung der Vertriebenen wurde teilweise bemängelt; so seien sie zum Beispiel laut Wolfgang Müllers Rezension aus dem Jahr 2008 sicher nicht alle latent faschistisch gewesen
  • Auf sprachlicher Ebene wurde von einigen Kollegen kritisiert, dass die stilistische Vielfalt im Werk fehlt
  • In der zweiten Hälfte der Erzählung sehen manche Kritiker die Erzähldichte als schwach an, da sich der Autor zu sehr auf die Details der Gutachten versteift habe

Verarbeitung

  • 2020, also 22 Jahre nach der Erstveröffentlichung, erschien bereits die 20. Auflage der Novelle 
  • Das Werk wurde in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt 
  • Regisseur Boris von Poser brachte 2003 eine dramatisierte Fassung von Der Verlorene auf die Bühne. Zusammen mit dem Theaterensemble NachTrauM führte er das Stück in den Berliner Sophiensälen erstmals auf
  • Das Werk wurde außerdem 2015 unter der Regie von Matti Geschonneck verfilmt. Am 9. Dezember 2015 sendete das Erste den Film unter dem Titel Der verlorene Bruder

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