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Marie

Nach einiger Zeit in Marseille trifft der Erzähler auf Marie, die in einen Mantel gehüllt suchend durch die Gassen und Cafés am Hafen läuft. Später stellt sich heraus, dass sie die Ehefrau des verstorbenen Autors Weidel ist, aber selbst nichts von dessen Tod weiß.

Infos zur Person

  • Junge Frau aus Limburg an der Lahn
  • Ehefrau von Schriftsteller Weidel, der einige Jahre älter war als sie
  • An der Seite des Arztes aus Paris nach Marseille geflohen
  • Sie weiß nichts vom Tod ihres Ehemannes

Charakter

  • Liebende Ehefrau: Obwohl sie sich für den Arzt von ihrem Ehemann abgewandt hatte, liebt sie Weidel; sie will nicht ohne ihren Mann abfahren und bereut ihre Liebschaft zu dem Arzt; sie ist ihm innerlich treu bis zuletzt
  • Aufopfernd: Um auf ihren Mann zu warten, schiebt sie ihre eigene Flucht immer wieder auf; die Suche nach ihrem Mann ist wichtiger als ihr eigenes Glück; wenn sie allein in Marseille bleiben müsste, wäre es laut eigenen Worte egal, wenn sie sterben würde
  • Beharrlich: Sie gibt die Suche nach Weidel nicht einfach auf und läuft monatelang durch Cafés und die Gassen von Marseille, um ihn zu finden; sie recherchiert täglich und hört sich bei anderen Transitären um
  • Naiv: Sie erkennt nicht, dass der Erzähler einerseits in sie verliebt ist; andererseits merkt sie nicht, dass er ein Geheimnis vor ihr hat; sie glaubt den Erzählungen auf dem Konsulat, dass Weidel gesehen wurde; sie will nicht wahrhaben, dass ihr Ehemann Weidel längst gestorben ist
  • Eigennützig: Genervt und vernachlässigt von ihrem armen Ehemann nutzt sie nach einem zufälligen Treffen die Chance auf eine Flucht mit dem Arzt; obwohl sie insgeheim immer noch ihren Ehemann liebt, bleibt sie auch in Marseille bei dem Arzt, da sie ohne Mann aufgeschmissen wäre; sie bittet den Erzähler immer wieder um Hilfe bei ihrer Suche nach Weidel, ohne im Gegenzug etwas für ihn zu tun
  • Verführerisch: Sie zieht die Männer reihenweise in ihren Bann; der deutlich ältere Weidel nimmt sie nach einem kurzen, zufälligen Kennenlernen in Köln auf seiner Flucht nach Paris mit und heiratet sie dort sofort; der Arzt ist so entzückt von ihr, dass er sie mit dem Auto bis nach Marseille rettet; der Erzähler ist verzaubert, nachdem er sie nur durch die Cafés gehen sieht bei ihrer Suche; sie macht dem Arzt und dem Erzähler bewusst immer wieder Hoffnung, sucht mit ihren Händen Körperkontakt oder legt ihren Kopf zärtlich an die Schulter
  • Glaubt an Zufälle: Rechtfertigt ihre Beziehung mit dem Arzt als Schicksal; auch das Kennenlernen mit dem Erzähler beschreibt sie als Zufall; sie weist damit die Verantwortung für ihre Handlungen und Taten von sich

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