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Virginia

Bei Virginia handelt es sich um eine der beiden weiblichen Figuren in das Leben des Galilei und um die einzige Tochter des berühmten Wissenschafters.

Infos zur Person

  • Virginia ist 15 Jahre alt und lebt mit ihrem Vater, dem Wissenschaftler Galileo Galilei sowie dessen Haushälterin Frau Sarti und deren Sohn Andrea zusammen
  • Die junge Frau scheint ein ansprechendes und hübsches Äußeres zu besitzen, welches ihr Vater geschickt einzusetzen vermag, indem er Virginia beispielsweise zu dem Ball mitnimmt, der im Rahmen der Einladung des Kardinals Bellarmin stattfindet. Beim Eintreffen auf der Veranstaltung reagiert Galileo auf die Worte seiner Tochter „Ich möchte schön aussehen“ (S. 64, Z. 25) mit „Du mußt, sonst zweifeln sie sofort wieder, daß sie sich dreht.“ (S. 64, Z. 26f)
  • Verlobte von Ludovico Marsili, einem Schüler Galileis

Charakter

  • „Nicht intelligent“ (S. 31, Z. 9): Da Virginia vorrangig durch den Blick ihres Vaters vom Erzähler beschrieben wird, erhalten wir als Leser die voreingenommene Perspektive der Vaterfigur auf Virginia. Im Zuge seiner Unterhaltung mit dem Kurator (S. 30) bemerkt Galilei „ Virginia braucht wirklich bald eine Aussteuer“ (S. 31, Z. 8). Mit dieser Äußerung spielt der Wissenschaftler darauf an, dass seine Tochter darauf angewiesen sein wird, einen wohlhabenden Herren zu heiraten, da sie selbst nicht dazu im Stande sei, in der Wissenschaft zu arbeiten. Auch als Virginia aus Neugierde durch das neu entwickelte Fernrohr Galileis sehen möchte, weist sie dieser ab, indem er sie mit der Bemerkung „Es ist kein Spielzeug“ (S. 36, Z. 23f) abspeist
  • Genügsam: Trotz der abfälligen Haltung ihres Vaters beschwert sich Virginia nicht über dieses offensichtlich ungerechte Verhalten, sondern verhält sich weiterhin höflich und liebevoll. Dass ihre geplante Hochzeit mit Ludovico Marsili nicht stattfinden kann, da dieser aufgrund der Repetition ihres Vaters um seinen Ruf besorgt ist, nimmt sie ebenfalls gefasst hin
  • Bescheiden: Während ihr Vater idealistische Ziele verfolgt, die die Wissenschaft und somit das gesamte Weltbild für immer ändern sollen, gibt sich Virginia damit zufrieden, ein sicheres Zuhause ihr Eigen nennen zu können und sich aufopferungsvoll um ihren Vater zu kümmern
  • Fürsorglich: Ungeachtet der ignoranten Art, mit welcher ihr ihr Vater des Öfteren entgegentritt, erkundigt sich Virginia beispielsweise morgens nach seinem Befinden (S. 36) und passt sich zudem auch immer den gegebenen Lebensumständen an. Als etwa die Pest ausbricht und Galilei anordnet, dass seine Tochter und Andrea mit einer bereitstehenden Kutsche flüchten sollen, sträubt sich Virginia nicht dagegen und führt widerstandslos die Anweisung ihres Vaters aus. Besonders in Galileos späteren Jahren, die Einschränkungen wie Blindheit und Altersschwäche mit sich führen, steht ihm seine Tochter Tag und Nacht zur Seite und pflegt ihn Vater bis ins hohe Alter
  • Gläubig: Während ihr Vater Zuhause in seinem Studierzimmer stundenlang über seinen astronomischen Theorien sitzt und rechnet, verbringt Virginia ihre Zeit zusammen mit Frau Sarti in der Messe. Das Mädchen ist dem göttlichen Weltbild zugetan, akzeptiert und respektiert jedoch auch auf der anderen Seite die Geisteshaltung und forschungsbasierte Denkweise ihres Vaters. Ihre Religiosität korreliert also keineswegs mit der Liebe und dem Respekt, welche sie für ihren Vater empfindet

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