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Oskar Meyer

Infos zur Person

  • Oskar Meyer lebt zu Beginn der Handlung mit seiner Frau Valerie, die er Wally nennt, und seinem Sohn Georg in Wien
  • Bevor Meyer mit seiner Familie aus Wien vertrieben wird, übt er den Beruf eines Zahntechnikers aus
  • Oskar besitzt neben seinem primären Namen Oskar Meyer auch noch die Decknamen Sandór Milch und Andor Bakos
  • Aufgrund der zunehmenden Beeinträchtigungen und Verfolgungen von Deutschjuden müssen Meyers 1942 aus Deutschland fliehen, wobei ihr Ziel Budapest darstellt
  • Neben ihrem Sohn Georg haben Oskar und Wally Meyer noch einen weiteren Sohn namens Bernhard, der allerdings im englischen Bath in einer Gastfamilie untergebracht ist
  • Nachdem der Familienvater für wenige Jahre in weitestgehender Harmonie mit seiner Familie in Budapest lebt, verschwinden seine Frau und sein Sohn Georg eines Tages und er wird sie nie wiedersehen
  • Auf dem Weg zum Arbeitslager Mauthausen wird Oskar Meyer von seinen antisemitischen Mitfahrern getötet

Charakter

  • Optimistisch: Zum Zeitpunkt der bevorstehenden Flucht 1942 aus Wien zeigt sich der Familienvater noch zuversichtlich auf eine bessere Zukunft. Auch wenn ihn selbst Ängste plagen, dass das Vorhaben doch noch missglücken könnte, stellt er die treibende Kraft hinter den Fluchtplänen seiner Familie dar und übernimmt die Verantwortung für Neuanfang in Budapest. Insbesondere als Wally angekommen in Ungarn erneute Lebensfreude ausstrahlt, glaubt auch Oskar Meyer daran, dass auch für seine jüdische kleine Familie eine glückliche Zukunft möglich sei
  • Überfordert: So sehr sich Herr Meyer auch anstrengt, das Bild des diplomatischen Familienoberhauptes zu wahren, so unsicher ist er sich innerlich, ob er es schaffen wird, seine Familie in Sicherheit zu bringen. Seiner Cousine Jeanette schreibt er beispielsweise, dass es ihm „an Initiative und Risikobereitschaft“ (S. 120, Z. 18f) mangelt. Doch es ist nicht nur die Zuständigkeit für seine Familie, die ihn belastet, sondern verständlicherweise auch der generelle Alltag als Jude im 2. Weltkrieg
  • Selbstkritisch: Oskar Meyer ist selbst sein schärfster Kritiker. Er gibt sich die Schuld an allem, was misslingt oder nicht funktioniert. So bereut er zutiefst den „Filmprojektor und [die] Leinwand auf die Liste“ (S. 112, Z. 13) der zu verkaufenden Gegenstände gesetzt zu haben. Doch auch für das spätere Verschwinden seiner Frau Wally und seinem Sohn Georgili macht sich Oskar schwere Selbstvorwürfe. Seiner Meinung nach wäre es nicht dazu gekommen, hätte er besser auf die beiden achtgegeben und sie nicht aus den Augen gelassen
  • Fleißig: Trotz der prekären Lebensumstände der Meyers gelingt es dem Vater und Ehemann immer wieder, in der fremden ungarischen Stadt neue Anstellungen zu finden. Hierbei ist sich Oskar für keine Arbeit zu schade. So arbeitet er zunächst „als Nachtwächter in [einer] Papierfabrik“ (S. 249, Z. 19f), dann „als Handlanger in einer Getreidemühle“ (S. 249, Z. 21) und besetzt zuletzt eine Position in einem „Rohstofflager“ (S. 250, Z. 6). Selbst als es für Meyer nahezu unmöglich wird, aufgrund seiner jüdischen Herkunft noch einen Job zu bekommen, hält sich Oskar noch mit Gelegenheitstätigkeiten und dem Verkauf von eigenem Besitz über Wasser
  • Ohnmächtig: Die Hoffnungslosigkeit, die den Mann Valeries überkommt, tritt erst nach dem Verschwinden seiner geliebten Familie ein. Wobei er anfangs noch nach ihnen sucht und der festen Überzeugung ist, sie könnten nicht einfach vom Erdboden verschluckt worden sein. Nachdem allerdings die Einsicht eintritt, dass er seine Frau und seinen Sohn womöglich nie wiedersehen wird, ergreift Oskar Meyer das lähmende Gefühl der Ohnmacht. Ohne seine Familie sieht er keinen Sinn darin, sein Leben noch weiterzuführen

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