Akt 3
Im dritten Akt planen sowohl der König als auch Hamlet eine List, um den jeweils anderen aus der Reserve zu locken.
Erste Szene
Infos
- Seite: 63 - 69
- Ort: Zimmer im Schloss
- Personen: König, Königin, Polonius, Ophelia, Rosenkranz und Güldenstern
Inhalt
Rosenkranz und Güldenstern berichten dem Königspaar, dass Hamlet nicht verrät, was los ist. Er könne aber nur schwer die Fassung wahren. Als sie von der Schauspieltruppe berichten, lädt Polonius den König und die Königin förmlich von Hamlet zu der Aufführung ein. Der König schickt sowohl Rosenkranz und Güldenstern als auch die Königin weg, weil das arrangierte Treffen von Hamlet und Ophelia stattfinden soll. Polonius philosophiert darüber, dass aufgesetztes Verhalten die schlimmste Sünde verbergen kann, woraufhin der König sich getroffen und schuldig fühlt. Ophelia setzt sich lesend mit einem Buch in den Saal und wartet auf Hamlet, während Claudius und Polonius sich verstecken. Der Prinz kommt herein und führt einen Monolog über Selbstmord bis er Ophelia entdeckt. Diese will ihm eines seiner Geschenke zurückgeben, doch Hamlet nimmt es nicht an. Stattdessen erklärt er ihr, dass ihre Schönheit sie ihre Tugend kosten werde. Außerdem soll sie ihm seine Liebesbeteuerung nicht glauben und in ein Kloster gehen. Alle Menschen sind so schlecht in seinen Augen, dass sie nicht geboren werden sollten. Ophelia ist erschrocken über Hamlet, der sich mehr und mehr in Rage redet und beklagt seinen Wahnsinn, als er weg ist. Polonius und der König treten wieder ein. Claudius ist sich nun sicher, dass Hamlet etwas auf der Seele brennt und er Böses plant. Deshalb soll Polonius alles dafür in die Wege leiten, dass Hamlet nach England geht. Weil Polonius aber immer noch glaubt, Hamlet sei verrückt vor Liebe, rät er zu einem Gespräch zwischen Mutter und Sohn nach dem Schauspiel. Dies will er belauschen und dem König berichten.Zweite Szene
Infos
- Seite: 69 - 82
- Ort: Saal im Schloss
- Personen: Hamlet, Schauspieler, Polonius, Rosenkranz, Güldenstern, Horatio, König, Königin, Ophelia
Inhalt
Hamlet gibt den Schauspielern Anweisungen, wie sie das Stück vortragen sollen, damit es möglichst echt auf die Zuschauer wirkt. Dann kommen Polonius, Rosenkranz und Güldenstern und kündigen an, dass das Königspaar gleich da sein wird. Hamlet schickt die drei weg, damit sie den Schauspielern sagen, dass sie sich beeilen sollen. Horatio betritt den Saal und Hamlet bittet ihn während des Schauspiels auf Claudius zu achten, ob dieser sich schuldig fühlt. Horatio verspricht, aufzupassen und setzt sich. Die Gäste kommen und setzen sich. Hamlet nimmt vor Ophelia Platz und legt seinen Kopf in ihren Schoß und schwingt ironische Reden. Als das Schauspiel beginnt, erklärt er Ophelia, dass das Stück Unheil bedeutet. Im Stück sprechen ein König und eine Königin über ihre Liebe, darüber, dass sie nach seinem Tod keinen anderen Mann mehr will, weil es Verrat wäre. Hamlet spricht seine Mutter darauf an, die die Versprechen im Stück als übertrieben abtut. Dann tritt auf der Bühne der Neffe des Königs auf und gießt dem schlafenden König Gift ins Ohr. In dem Moment steht Claudius auf und verlässt den Saal. Polonius unterbricht das Schauspiel und alle außer Hamlet und Horatio gehen. Die beiden sind nun sicher, dass der Geist die Wahrheit gesagt hat. Dann kommt Güldenstern um ihnen mitzuteilen, dass es dem König nicht gut geht und er auf seinem Zimmer ist. Die Königin wolle Hamlet später in ihrem Zimmer sprechen. Außerdem fragt Güldenstern, was denn mit Hamlet los ist. Dieser antwortet, dass es ihm an Beförderung fehlt und dass er sich nicht zu einer nutzlosen Marionette machen lässt. Polonius kommt, um Hamlet zu seiner Mutter zu bringen. Der Prinz erbittet noch einen Moment alleine und redet sich gut zu, dass er seine Mutter nur zur Rede stellen will, sie aber nicht töten möchte.Dritte Szene
Infos
- Seite: 83 - 86
- Ort: Zimmer im Schloss
- Personen: König, Rosenkranz und Güldenstern, Polonius, Hamlet
Inhalt
Der König fürchtet um seine Sicherheit und will Hamlet mit Güldensterns und Rosenkranz‘ Hilfe nach England wegschicken. Nachdem Rosenkranz eine kurze Rede darüber hält, dass der Tod eines Monarchen immer mehrere Menschen ins Unglück stürzt, eilen die beiden für Vorbereitungen davon. Polonius kommt, um zu berichten, dass er sich nun im Zimmer der Königin verstecken wird, um Hamlet und dessen Mutter zu belauschen. Allein im Zimmer zurückgeblieben denkt Claudius über seine schlimme Tat nach. Verzweifelt und voller Schuldgefühl zwingt er sich selbst, zu beten. Hamlet kommt vorbei und denkt kurz daran, ihn nun umzubringen. Er will den Tod seines Vaters aber nicht rächen, wenn Claudius um Erlösung bittet vor Gott. Der König soll bei seinem Tod wie ein Sünder volltrunken sein oder sich sonst wie ein Sünder verhalten, damit er in die Hölle kommt. Als Hamlet schon weg ist, steht der König auf. Er weiß selbst, dass seine Worte vor Gott nichts wiedergutmachen können.Vierte Szene
Infos
- Seite: 86 - 93
- Ort: Zimmer der Königin
- Personen: Königin, Polonius, Hamlet