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Stilmittel

Das Werk Effi Briest von Theodor Fontane besitzt eine Vielzahl an verschiedenen Stilmitteln, von welchen wir nachfolgend eine engere Auswahl vorstellen und erläutern werden.
  • Alliteration: „wildem Wein“ (Kap. 1, Z. 27), „kurze Kleider“ (Kap. 1, Z. 62), „Tante Therese“ (Kap. 4, Z. 8)
    \(\rightarrow\) Hier besitzen die betonten Satzanfänge der aufeinanderfolgenden Wörter den gleichen Anlaut. Alliterationen treten ab zwei Wörtern auf und sind beliebig erweiterbar

  • Allusion: „Effi Briest“
    \(\rightarrow\) Der Name der Protagonistin stellt eine Anlehnung zur Figur der Effi Deans im Werk The Heart of Midlothian des schottischen Autors Walter Scotts dar

  • Anapher: „Papa hat den Raps vorteilhaft verkauft und ist in ungewöhnlich guter Laune. Ungewöhnlich? Er ist immer in guter Laune. In ungewöhnlich guter Laune“ (Kap. 4, Z. 122 f.)
    \(\rightarrow\) Einmalige oder mehrmalige Wiederholung eines Wortes oder eines Satzes zu Beginn des jeweiligen Textabschnitts. Hierbei kann das Wort oder der Textabschnitt beliebig oft hintereinander auftauchen. Diese rhetorische Figur dient der Strukturierung und Rhythmisierung des Textes

  • Apostrophe: „Liebe Effi!“ (Kap. 4, Z. 285), „O du lieber Gott“ (Kap. 13, Z. 385 f.), „Ach, meine Gnädigste“ (Kap. 14, Z. 99)
    \(\rightarrow\) Hierbei handelt es sich um eine feierliche Anrede an eine physisch oder mental anwesende Person. Die Apostrophe stellt ein typisches Element der wörtlichen Rede im Theater dar und wird gerne eingesetzt, um längeren Textpassagen wie etwa einem Monolog Lebendigkeit zu verleihen

  • Interjektion: „Pfui...“ (Kap. 2, Z. 53), „Hopp, hopp“ (Kap. 1, Z. 65)
    \(\rightarrow\) Hierbei liegt ein Empfindungswort vor, welches die Sinneshaltung des Sprechers reflektiert. Meist wird dieses Wort zur Kontaktaufnahme oder- ablehnung verwendet, jedoch ist die spezifische Bedeutung kontextabhängig und situationsbedingt

  • Kreuzreim: „Mama, wir erwarten dich lange schon,
    Durch Wochen und Tage und Stunden,
    Nun grüßen wir dich von Flur und Balkon
    Und haben Kränze gewunden.“
    (Kap. 26, Z. 87 ff.)
    \(\rightarrow\) Jeder zweite Vers reimt sich aufeinander. Die Sätze stehen sich also einander über Kreuz gegenüber und das Reimschema lautet demzufolge a-b-a-b

  • Neologismus: „Schöngeist“ (Kap. 6, Z. 283), „Kunstenthusiasmus“ (Kap. 5, Z. 75), „Champagnerstimmung“(Kap. 5, Z. 21)
    \(\rightarrow\) Auch Wortneuschöpfung genannt, die aus bereits existierenden Wörtern gebildet wird. Neologismen können außerdem genutzt werden, um Wörtern eine neue Bedeutung zu verleihen. Aufgrund der Wortneuschöpfung wird die Aufmerksamkeit des Lesers verstärkt auf den Begriff gelenkt und die entsprechende Thematik betont

  • Vergleich: „Du bist so wild, Annie, das hast du von der Mama. Immer wie ein Wirbelwind.“ (Kap. 26, Z. 160 f.)
    \(\rightarrow\) Zwei oder mehrere Objekte oder Sachverhalte werden miteinander verglichen, wobei die verglichenen Objekte mindestens eine Gemeinsamkeit aufweisen sollten. Gerne werden für einen Vergleich die Vergleichspartikeln als oder wie verwendet, sie dienen der Gegenüberstellung. Ein Vergleich kann etwa die Poetisierung alltäglicher Begriffe bewirken. Im vorliegenden Beispiel wird der Charakter der Protagonistin mit einer Naturerscheinung verglichen, was ihr Wesen besonders eindrücklich verdeutlicht

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